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Duderstadt Aktionstag zur Verkehrssicherheit in Duderstadt
Die Region Duderstadt Aktionstag zur Verkehrssicherheit in Duderstadt
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18:02 25.09.2019
Im Smart konnten die Insassen die Simulation eines Aufpralls bei 30 Stundenkilometern erleben. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

Innerhalb der Verkehrssicherheitswoche an den Berufsbildenden Schulen (BBS) hat der Präventionsbeauftragte des Polizeikommissariats Duderstadt, Dierk Falkenhagen, für den Aktionstag verschiedene Stationen organisiert. Aufgebaut waren ein Gurtschlitten, ein Reaktionstestgerät, ein Rauschbrillenparcours, Fahren mit Rauschbrille sowie ein Sehtest und ein Rettungswagen des DRK. An den Stationen konnten die Schüler die entsprechenden Situationen in einer Simulation testen. Zusätzlich zu den BBS hatten auch die IGS und die Pestalozzischule Schüler geschickt.

Aufprall bei Tempo 30

Im Mittelpunkt stand der Gurtschlitten der Verkehrswacht aus dem Landkreis Eichsfeld. In einem Smart wurde ein Aufprall mit Tempo 30 simuliert. Der Smart wurde dazu eine Schräge hochgezogen. Oben angekommen, bewegte er sich ungebremst auf eine Stoppschiene zu. Unten wurden die Insassen vom Aufprall in den Sicherheitsgurt gedrückt. „Wir wollen damit die Wirksamkeit des Gurtes demonstrieren“, erläuterte Edgar Wenzel von der Verkehrswacht Eichsfeld, der hauptberuflich in Heiligenstadt eine Fahrschule betreibt.

Ein Video der Aufprallsimulation:

Erschrocken über Kräfte

„Ich war beim ersten Mal erschrocken, welche Kräfte schon bei 30 Stundenkilometern auftreten“, äußerte sich Polizeihauptkommissar Falkenhagen. Florian Quint (18 Jahre) und Jan Hagedorn (16) ergänzten, dass man den Gurt beim Aufprall deutlich merke. „Es war schlimmer, als ich erwartet habe“, bestätigte auch Steven Fiedler (20). „Ich will gar nicht wissen, wie der Aufprall bei höheren Geschwindigkeiten ist.“ Trotzdem sei es interessant, das ungefährdet erleben zu können. Das gelte auch für den Reaktionstest, der von Katharina Kunstmann vom Schutzengelverein betreut wurde. „Dabei wurde uns vor Augen geführt, wie es ist, wenn man sich zum Beispiel beim Fahren vom Handy ablenken lässt.“

Unfallursache Ablenkung

Ablenkung sei mittlerweile eine Hauptursache von Unfällen, sagte Fahrlehrer Martin Post. Das gelte nicht nur für die Beschäftigung mit dem Handy, sonder auch für das Öffnen von Getränkedosen oder das Anzünden von Zigaretten. Post demonstrierte den Schülern mit einer speziellen Brille, wie es ist, mit 0,8 Promille zu fahren.

Entfernungen schwierig

„Man kann Entfernungen ganz schlecht einschätzen“, berichtete die 18-jährige Adelina Ahlborn von ihren Erfahrungen mit der Rauschbrille. Besonders schwierig gestalte sich das beim Blick in den Rückspiegel. „Schon das Laufen mit der Brille ist schwer“, stimmte Sophie Jünemann (18) zu. Das konnte an einer Station in der Schule getestet werden. Sophie ergänzte zu der Fahrt ihrer Freundin, dass sie als Beifahrerin gemerkt habe, dass diese langsamer und unsicherer gefahren sei.

Bilder vom Aktionstag:

Einen Aufprall mit 30 Stundenkilometern erleben, mit 0,8 Promille einparken – diese und weitere Situationen sind am Mittwoch bei einem Aktionstag zur Verkehrssicherheit in Duderstadt simuliert worden. Lob für die Veranstaltung gab es von den Schülern.

Im Rettungswagen

Abgerundet wurde das Angebot mit einem Sehtest der Firma Dräger & Heerhorst und einem Rettungswagen des DRK. „Wir sichern zum einen die Veranstaltung ab, zeigen den Jugendlichen aber auch den Rettungswagen und die Ausrüstung“, erklärte Steffen Gellert. Es sei den Sanitätern ein Anliegen, dass sie nicht zu schweren Unfällen gerufen werden. Und dazu könne ein solches Projekt beitragen. Aufgeklärt wurde auch über das Schutzengelprojekt.

„Cooles Projekt“

Bei den Schülern kam der Aktionstag sehr gut an. Es sei ein „cooles Projekt“ und auf jeden Fall die Erfahrung wert, sagte Alina Ahlborn. Durch die eigene Erfahrung könne man erleben, dass die Hinweise nicht nur irgendein Gelaber seien, sondern dass es einen ernsten Hintergrund gebe.

Von Rüdiger Franke

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