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Duderstadt Anbau der Duderstädter Schießsportanlage wird beim Schützenfest eingeweiht
Die Region Duderstadt Anbau der Duderstädter Schießsportanlage wird beim Schützenfest eingeweiht
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20:04 09.07.2019
Auf der Baustelle haben immer 30 bis 40 Vereinsmitglieder mit angefasst: Lob von Schützenhauptmann Hans-Georg Kracht. Quelle: Caspar
Duderstadt

Pünktlich zum Duderstädter Schützenfest wird die um einen Anbau erweiterte Schießanlage an der August-Werner-Allee eröffnet. Die Einweihung mit Propst und Pastorin ist am Sonnabend, 13, Juli, um 12 Uhr.

Schon von der Straße aus wird künftig der Eingang zur Schießhalle zu sehen sein. Von der großen, in Schützenblau gehaltenen Tür wird bald die Schutzfolie abgezogen. Auf der Verglasung ist das Schützenwappen und der Schriftzug zu sehen. Rechts und links der Tür stehen Fahnenmasten. Große Gitter, die wie Schießscheiben aussehen, schützen die Fenster der Fassadenseite. Strahler leuchten sie nach Einbruch der Dunkelheit stimmungsvoll aus.

Einladend großer Eingangsbereich

Der Eingangsbereich ist einladend groß geworden. Um fünf Meter haben die Schützen die Wand nach Osten versetzt und so den Raum auf 180 Quadratmeter vergrößert. Eine spezielle Akustikdecke schluckt den Schall, so dass Gespräche möglich sind. Der Raum verfügt jetzt über eine dimmbare LED-Beleuchtung. Mobile Trennwände lassen sich aufstellen. So erhalten Schützengruppen bei Wettkämpfen jeweils ihren eigenen Bereich, um sich anzukleiden und ihre Koffer für Bekleidung und Waffen zu verstauen.

Moderne Schießsportanlage

Duderstadts Schützen trainieren seit Jahrhunderten im Bereich der Talwiese. Dort steht heute die moderne, großzügig angelegte und barrierearme Schießsportanlage des Vereins mit ihren gemütlichen Gesellschaftsbereichen. Zur Anlage gehören ein Kleinkaliberstand 50 Meter mit zwölf Scheibenzuganlagen und ein Kleinkaliberstand 100 Meter mit drei vollelektronischen Ständen – jeweils für alle Kleinkaliberdisziplinen. Außerdem gibt es einen Luftgewehr- und -pistolen-Stand 10 Meter mit 15 vollelektronischen Ständen, einen computerbasierten Lichtpunktgewehrstand 10 Meter sowie Zimmerstutzen 15 Meter mit der vollelektronischen Ständen. Die kombinierte Bogen- und Pistolenhalle umfasst zehn Stände mit Duellanlage für das Pistolenschießen, Distanz 25 Meter und neun Scheiben für die Halle in verschiedenen Entfernungen. Außerdem besteht ein Platz für das Bogentraining im Sommer für Entfernungen von 5 bis 90 Meter.

In der Nähe des Eingangs ist die alte Tür des Schießstands in die Wand eingelassen. Auf der anderen Seite des Raums entsteht eine Fachwerkwand. Die Eichenbalken stehen schon. Sie sollen mit roten, auf alt getrimmten Klinkersteinen ausgemauert werden. Eine urige Atmosphäre verspricht Schützenhauptmann Hans-Georg Kracht.

Abriss des Schützenhauses ermöglichte Erweiterung

Möglich wurde die Erweiterung durch den Abriss des alten, unmittelbar angrenzenden Schützenhauses von 1902 im April. Vorsichtig mussten die Bauleute vorgehen, um nicht aus Versehen die Schießhalle zu beschädigen. Die neue Mauer wurde innerhalb kurzer Zeit in Holzständerbauweise errichtet. Sie ist aus Versicherungsgründen mit Stahlblech verstärkt, um Einbrecher abzuhalten.

Die Sportanlage erhielt im Eingangsbereich über die gesamte Breite von 36 Metern ein neues Dach. Es ruht auf jeweils zehn Meter langen Leimholzbindern. Die vorhandenen Satteldächer mit den Photovoltaikanlagen mussten zuvor abgenommen, schwere Stahlträger entfernt werden. Von einer „Operation am offenen Herzen“, spricht Architekt Michael Schmutzer. Das stürmische Regenwetter setzte zum Glück erst ein, als das neue Dach stand.

Wetterfahne vergoldet zurück

Das Gebäude erhält im Zuge der Arbeiten seine alte Wetterfahne zurück, die Jahrzehnte lang verschwunden gewesen war. Swen Hage hat sie wiedergefunden und instand gesetzt. Sebastian Burchard strich sie neu und vergoldete sie. Eduard Koch wird sie wieder auf das Dach setzen. Vor der Eingangstür gibt es nun neun Parkplätze. Um sie anlegen zu können, mussten alten Betonmauern entfernt und vier Kastanien ungesetzt werden. Fahrradständer wurden aufgestellt.

„Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 300 000 Euro“, sagt Schützenhauptmann Kracht. Zuschüsse gewähren voraussichtlich der Landkreis und der Landessportbund. Lobend erwähnt Kracht das Engagement der Vereinsmitglieder. „Im Wechsel haben immer 30 bis 40 Schützenbrüder und Schützenschwestern auf der Baustelle geholfen“, berichtet er.

Von Michael Caspar

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