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Duderstadt Andere Kulturen mit Musik verstehen
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18:00 22.10.2019
In kleinen Gruppen wird für das Konzert am Donnerstag geübt. Quelle: Wölk
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Duderstadt

Das Duderstädter Eichsfeld-Gymnasium ist „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. In diesem Zusammenhang wurde ein Klezmer-Workshop mit dem Klarinettisten Helmut Eisel organisiert. „Wir sind als Schule angehalten in jedem Schuljahr Projekte durchzuführen, die den Titel rechtfertigen“, erklärt Musiklehrer Stephan Diedrich. Diedrich hat sich um die Organisation des Workshops gekümmert.

Der Kurs sei für die Schüler der Bläserklassen in den Jahrgängen acht und neun verpflichtend, und richte sich sonst an alle Schüler, die ein Instrument spielen und Lust haben mitzumachen. Finanziell unterstützt wird das Projekt vom Landkreis Göttingen, als Schulträger. Höhepunkt des Workshops ist ein Konzert mit dem Titel „Naflutes Abenteuer“, das am Donnerstag, 24. Oktober, im Forum des Schulzentrums stattfinden soll. „Die Schüler haben die Stücke zum Teil bereits vor den Herbstferien vorbereitet“, sagt Diedrich.

Musik jüdischer Wandermusiker

Den Grundschliff für den Auftritt erhalten die Schüler von Montag bis Donnerstag von Eisel. Dieser hat nach eigenen Angaben bereits häufiger Workshops dieser Art angeboten. So hatte Naflutes Abenteuer als Workshop für Schüler bereits vor fünf Jahren Premiere. Mit dem Workshop sollen die Mädchen und Jungen ein Verständnis für andere Kulturen bekommen. „Klezmer-Musik hat in den vergangenen Jahren vor allem durch jüdische Gedenkveranstaltungen eine hohe Bekanntheit erlangt“, berichtet Eisel. Bei Klezmer-Musik handelt es sich um die Musik jüdischer Wandermusiker. Eine zentrale Voraussetzung, um eine andere Kultur verstehen zu können, sei einander zuzuhören, und dem anderen eine Wertschätzung entgegenzubringen. Und eben „Das Zuhören“ sei ein zentrales Thema des Workshops. Denn ohne Zuhören gehe es nicht. „Außerdem müssen wir dem anderen auch eine Wertschätzung entgegenbringen“, sagt Eisel. Zudem sei es wichtig sich über andere Kulturen zu informieren, denn nur so könne es gelingen Ängste abzubauen.

Umgang mit Tönen lernen

Beim Üben der Stücke ermutigt er die Schüler deshalb auch immer wieder, sich etwas zuzutrauen. So muss beziehungsweise darf jeder einmal eine Improvisationsmelodie vorstellen. Dabei ermutigt der Klarinettist die Schüler auch immer wieder etwas Neues auszuprobieren. „Traut euch ruhig!“ Außerdem weist er darauf hin, dass eigentlich kein Ton falsch sei, erst wenn ein Musiker sagen würde, dass er einen falschen Ton gespielt habe, dann sei er auch wirklich falsch gewesen. Deshalb sei es wichtig, den Umgang mit Tönen unabhängig von Noten zu lernen. Doch bevor es so weit ist, werden erst einmal die Instrumente gestimmt. Zudem spielt Eisel den Teilnehmern zunächst Auszüge aus dem Stück vor. Im Anschluss daran erkundigen sich mehrere Schülerinnen nach Feinheiten des Stücks. Schnell, aber ohne Hektik nähert Eisel sich gemeinsam mit den Schülern den Schlüsselpunkten des Stücks. Eine Herausforderung ist hierbei eine Passage, bei der das Tempo sich im Verlauf immer weiter steigert, und die Musiker am Ende doppelt so schnell spielen wie am Anfang.

Eiselts Schüler finden sich schnell in die Melodie des Stückes ein und so können nach und nach weitere Stellen geprobt werden. Während am Montag und Dienstag noch jede Gruppe für sich mit Eisel und Diedrich übt, so stehen Mittwoch- und Donnerstagnachmittag Proben mit allen Gruppen auf dem Plan, bei denen alles aufeinander abgestimmt werden soll. Beginn des Konzertes im Forum des Schulzentreums, Auf der Klappe 39, ist um 19 Uhr.

Von Vera Wölk

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