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Duderstadt Angst auf dem Weihnachtsmarkt?
Die Region Duderstadt Angst auf dem Weihnachtsmarkt?
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17:54 01.12.2017
Der Duderstädter Weihnachtstreff: Ein Ort, an dem sich die Menschen größtenteils sicher fühlen. Quelle: Heller
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Duderstadt

Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr rüsten viele Städte beim Sicherheitskonzept für Weihnachtsmärkte auf. Es werden beispielsweise Betonblöcke aufgestellt, um zu verhindern, dass ein Fahrzeug in den Markt fahren kann – so auch in Göttingen. In Duderstadt ist das nicht der Fall.

Trotzdem haben die meisten Duderstädter auf ihrem Weihnachtstreff und anderen kleinen Weihnachtsmärkten in der Region keine Angst vor Terror oder anderen Gefahren. „Ich lasse mich da nicht einschränken“, sagt der Nordhäuser Volker Usche. „Wenn’s passiert, passiert’s“, so seine Einstellung zu Anschlägen. Er besuche ab und zu die zwei Weihnachtsmärkte in Nordhausen, erzählt der 73-Jährige. Die seien klein und überschaubar. Auf größeren Weihnachtsmärkten sei das mit der Sicherheit bestimmt „kritischer“, Abstand nehme er davon aber trotzdem nicht.

Der Duderstädter Karl Eckardt sieht ebenfalls keine Gefahren auf dem Duderstädter Weihnachtstreff. „Der ist gut gelegen, die Straßen sind eng, da kommt so schnell keiner rein“, sagt er. Da würden keine Betonpoller benötigt, die das Einfahren von Autos oder Lkw verhindern. In Göttingen beispielsweise habe er mehr Bedenken, was die Sicherheit angehe, so der 65-Jährige.

Keine Sorgen um die Sicherheit macht sich die 33-jährige Maren Nolte-Günther: „Ich habe ein ganz normales Gefühl“, sagt die Duderstädterin. Angst habe sie nicht und sich auch bisher nicht sehr viele Gedanken darüber gemacht. Sie würde beispielsweise auch in Berlin auf einen Weihnachtsmarkt gehen, wenn sie denn in der Stadt wäre.

Das sieht die Duderstädterin Jana Zimmermann etwas anders: „In Berlin hätte ich vielleicht schon ein bisschen Magengrummeln.“ In ihrer Heimatstadt fühle sie sich aber auf jeden Fall sicher – und am Wochenende wolle sie auch mit ihren zwei Kindern entweder in Kassel oder in Goslar den Weihnachtsmarkt besuchen. „Mal schauen, wie das wird“, sagt die 36-Jährige. Vor Anschlägen habe sie generell eher keine Angst, in Göttingen hätte sie jedoch größere Bedenken wegen Taschendiebstahls als in Duderstadt.

Auch der Duderstädter Alois Otto sieht einen Unterschied in der Gefahrenlage zwischen Duderstadt und Göttingen. „Hier fühle ich mich bislang sicher“, sagt der Breitenberger, der nach eigenen Angaben fast jeden Tag in der Duderstädter Innenstadt ist – und somit auch oft auf dem Weihnachtsmarkt. „In Kleinstädten ist das aber denke ich noch was anderes als in größeren Städten“, meint der 81-Jährige. Seiner Einschätzung nach müsse man in Göttingen schon mehr mit Gefahren rechnen als in Duderstadt.

„Ich fühle mich auch als ältere Frau hier sicher“, sagt Marktbesucherin Margret zum Duderstädter Weihnachtstreff. „Hier kennt sich ja jeder.“ Nach Berlin beispielsweise würde sie aber nicht gehen. Auch Helga Schlesinger besucht keinen Weihnachtsmarkt in Berlin oder einen anderen Stadt als Duderstadt: „In andere Städte fahre ich nicht“, sagt sie. In ihrer Heimat habe sie zumindest keine Angst, weder vor Anschlägen noch vor Taschendiebstählen. „Ich passe immer auf meine Tasche auf“, sagt die 75-Jährige.

Von Hannah Scheiwe

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