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Duderstadt Weiterfinanzierung für Dorf-FSJler im Eichsfeld
Die Region Duderstadt Weiterfinanzierung für Dorf-FSJler im Eichsfeld
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21:20 28.03.2019
In dem Modellprojekt sind derzeit die Dorf-FSJler im Einsatz: (v.l.) Oskar Kollenrott, Lennart Stange, Lena Günther, Cornelius Böning und Laura Macke mit Projektkoordinatorin Sandra Holzapfel. Quelle: Foto: Eichner-Ramm
Gieboldehausen / Duderstadt

Samtgemeindebürgermeister Steffen Ahrenhold (CDU) verkündete im Ausschuss, dass der Samtgemeindeausschuss der Fortsetzung des Projektes schon zugestimmt habe. Er sehe es zuversichtlich, dass das Projekt auch weiterhin laufen könne. Auch im Fachausschuss wurde noch einmal darüber diskutiert und eine Fortsetzung befürwortet.

„Wer A sagt muss auch B sagen“, fasste Rainer Deeg als Sprecher der Gruppe Freie Wähler / SPD / Grüne zusammen. Zu kritischen Punkten erklärte Ahrenhold, dass Projektleiterin Sandra Holzapfel und Caritas-Vorstandssprecher Ralf Regenhardt in der vergangenen Woche in der Bürgermeisterrunde den Stand des Projektes vorgestellt hatten und auch kritische Anregungen mit aufnahmen.

In 16 Ortschaften

Das Modellprojekt unter Federführung der Caritas Südniedersachsen ist 2017 gestartet und war zunächst für zwei Jahre bewilligt worden. In 16 Ortschaften der Stadt Duderstadt und der Samtgemeinde Gieboldehausen sind die insgesamt fünf Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahrs als sogenannte Dorf-FSJler eingesetzt. „Grundsätzlich sind die FSJler für die Daseinsfürsorge der Senioren zuständig“, erklärt Projektleiterin Sandra Holzapfel. „Wir wollen erreichen, dass Senioren in den Dörfern die Gemeinschaft suchen.“

Zwar seien in einigen Orten auch vereinzelte Angebote für Jugendliche und Kinder versucht worden, doch das Hauptaugenmerk liege eben auf der älteren Altersgruppe. Ein fast überall gut besuchtes Angebot sei dabei das Seniorenfrühstück, erklärte Holzapfel. So würden sich in den kleineren Orten bis zu 35 Menschen daran beteiligen, in größeren Orten bis zu 65. „Wir freuen uns, wenn die Senioren so gut zusammenkommen, denn mittlerweile gibt es in vielen Orten keine Anlaufpunkte mehr.“ Deshalb soll auch in Zukunft der Fokus weiter auf Gruppenaktivitäten gelegt werden.

Auf Wünsche eingehen

Wichtig sei vor allem, auf die Wünsche in den Orten einzugehen. „Was in einem Ort gut angenommen wird, muss nicht gleichzeitig in einem anderen auch funktionieren.“ Deshalb hätten die Caritasvertreter auch die Wünsche in der Bürgermeisterrunde aufgenommen, um diese mit in die Planungen einzuarbeiten. „Denn wir können das beste ngebot vorbereiten“, so Holzapfel. „Aber wenn es dafür keinen Bedarf gibt, bringt es nichts.“

Auch bei den Jugendlichen habe sich das Projekt mittlerweile herumgesprochen. „Obwohl wir noch gar keine Stellen ausgeschrieben haben, haben wir schon die ersten Bewerbungen für das dritte Jahr vorliegen“, erzählte Holzapfel. Es sei schön, dass sich auch bei den jungen Leuten eine gewisse Begeisterung für das Tätigkeitsfeld aufgebaut habe.

Begleiter

Außer Frühstücken sei mittlerweile auch die begleitende Tätigkeit von den jungen Leuten immer häufiger gefragt. „Es war ja schon von Anfang an so gedacht, dass die FSJler mit zum Einkaufen gehen können oder Senioren bei Arztbesuchen begleiten“, so Holzapfel. In dem Bereich seien die unterschiedlichen Generationen auch deutlich enger zusammengerückt. Diese müsse gegeben sein, um solche Aufgaben in Zukunft verstärkt ausüben zu können.

Von Rüdiger Franke

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