Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Anwohner stellen Autos auf der Straße ab
Die Region Duderstadt Anwohner stellen Autos auf der Straße ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:48 15.02.2019
Protest mit parkenden Autos: Klaus Lüddecke (l.) und Karl-Heinz Wüstefeld. Quelle: Caspar
Anzeige
Mingerode / Obernfeld

„Die Verkehrsbelastung in unseren beiden Orten ist unerträglich“, erklärt Klaus Lüddecke. Der Obernfelder, der seit 1998 an der Hauptstraße wohnt, ist der gewählte Sprecher der Interessengemeinschaft, die seit 2016 für die Ortsumgehung kämpft. Mit der Wende habe sich das Fahrzeugaufkommen auf der Bundesstraße 247 stark erhöht, erzählt Karl-Heinz Wüstefeld. Er lebt seit 57 Jahren an der Hauptstraße.

Insbesondere die Lkw, die zwischen Harz und Obereichsfeld unterwegs seien, machten Anwohnern zu schaffen, berichtet Wüstefeld. Von zwei Uhr morgens an würden sie durch den Ort „donnern“ – oft erheblich schneller als die vorgeschriebenen 30 Kilometer pro Stunde, ergänzt Lüddecke. Wer Gullideckel vor der Tür habe, leide besonders.

Anwohner Adolf Bock

„Erschwerend hinzu kommt, dass die Häuser sehr dicht an der Straße stehen“, sagt Adolf Bock, der 1962 ein Haus an der Hauptstraße bezog. An der engsten Stelle betrage der Abstand 50 Zentimeter. Die Lkw brächten das Geschirr im Küchenschrank zum Klirren. Teilweise gebe es Risse an den Häusern.

„An das vorgeschriebene Tempo 30 hält sich in Obernfeld kaum ein Fahrer“, beobachtet Lüddecke. Auf der Durchfahrtsstraße überholten Autos die Lkw teilweise mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Gefährlich werde es, wenn dann Anwohner von ihren Grundstücken aus rückwärts ausparkten. Wüstefeld erzählt, dass viele Fahrer bereits 200 Meter vor der Ortsausfahrt Gas geben würden. In Mingerode werde zumindest im Bereich der Schule häufiger geblitzt. Das diszipliniere die Fahrer.

Anwohnerin Susan Wüstefeld

„Ein anderes Problem sind die an manchen Stellen sehr schmalen Gehwege“, sagt Susan Wüstefeld, Mutter eines 14 Wochen alten Säuglings. Sie stoppe mit dem Kinderwagen, wenn ein Lkw angerast komme. Ihr werde angst und bange, wenn sie an die Schulkinder denke, die auf den schmalen Fußwegen unterwegs seien.

Ortsumgehung ist Teil eines Bauprojekts, das bis ins Obereichsfeld reicht

„Wir fordern den raschen Bau der 5,8 Kilometer langen und mehr als 20 Millionen Euro teuren Ortsumgehung“, sagt Lüddecke von der Interessengemeinschaft. Die neue Straße sei einer von drei Abschnitten, die den Verkehr an Obernfeld und Mingerode vorbei Richtung Obereichsfeld führen sollten. Der Abschnitt im Bereich Westerode sei fertig. Der Abschnitt von Duderstadt an Teistungen und Ferna vorbei stehe kurz vor der Planfeststellung, dem vierten von insgesamt fünf Umsetzungsschritten.

„Unser Abschnitt, die sogenannte Verkehrseinheit 1, ist im ersten Umsetzungsschritt, der Bedarfsplanung“, erklärt Lüddecke. Von der Straße existiere bisher „kaum mehr als ein Strich auf einer Landkarte“. Dabei hätten die Verantwortlichen das gesamte Projekt bereits im Bundesverkehrswegeplan von 1990 als „dringlichen Bedarf“ eingestuft. Nach derzeitiger Planung solle der Bau ihres Abschnittes 2030 beginnen. Die Bauzeit betrage dann weitere fünf Jahre. So lange wolle die Interessengemeinschaft, die 15 Aktive zähle, nicht warten.

Von Michael Caspar

Duderstadt „Fachwerk allumfassend“ - Projektwoche endet mit Ausstellung

Das Ziel, Grundschülern die Kunst des Fachwerkbaus näher zu bringen, haben die Organisatoren der Projektwoche „Fachwerk allumfassend“ erreicht: Inspiriert stellten die Drittklässler ihre Arbeit vor.

15.02.2019

Ottobock-Inhaber Hans Georg Näder und der Hauptgeschäftsführer Philipp Schulte-Noelle waren die Gäste beim fünften Forum Eichsfeld in der Kundenhalle der Sparkassen-Hauptfiliale in Duderstadt.

18.02.2019

Einen Waffensachkunde-Lehrgang hat der Kreisschützenverband Südharz organisiert. Themen des Lehrgangs waren Kenntnisse über Waffenrecht, Munitionskunde, Notwehr und Waffentechnik.

15.02.2019