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Duderstadt Arbeiten am Schießhallen-Anbau haben begonnen
Die Region Duderstadt Arbeiten am Schießhallen-Anbau haben begonnen
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00:21 26.04.2019
Bauarbeiten an der Talwiese: Der Anbau an die Schießhalle der Schützengesellschaft ist am 1. April gestartet (hinterer Bereich). Bis zum Schützenfest im Juli soll auch der Rohbau des Fachwerkhauses stehen (vorne im Bild). Quelle: garben
Duderstadt

Eingerissene Wände, Haufen mit Bauschutt und frei liegende Kabel: Noch deutet auf der Baustelle an der Talwiese wenig darauf hin, dass hier in knapp drei Monaten der Anbau an die Schießhalle der Schützengesellschaft stehen wird. Doch pünktlich zum Beginn des Schützenfestes am 12. Juli soll es soweit sein.

Vor knapp zwei Wochen, am 1. April, wurde mit den Arbeiten begonnen, berichtet Schützenhauptmann Hans-Georg Kracht. Der etwa 80 Quadratmeter große Anbau soll als Vorbereitungs- und Aufenthaltsraum für die Schützen des 100-Meter-Kleinkaliber- und des Zehn-Meter-Luftgewehr-Stands fungieren. Denn die vorhandenen Schränke und Tische in den bereits bestehenden Räumlichkeiten böten „viel zu wenig Platz“, sagt Kracht. Trainierten drei bis vier Mannschaften gleichzeitig, so gebe es nicht genug Abstell- und Unterbringungsmöglichkeiten für Ausrüstung und Spezialkleidung. Mit der zusätzlichen Fläche bekommen die Schützen „ein modernes Gebäude“ mit Fenstern, die für viel Tageslicht sorgen sollen.

Investitionskosten liegen bei 300000 Euro

Vorgesehen ist eine Holzkonstruktion, die von einer Zimmerei vollständig vorbereitet und dann elementweise vor Ort aufgesetzt wird, erklärt Kracht. Das gehe relativ schnell, da nicht massiv gemauert werden muss. Der Eingang wird in den neuen Anbau versetzt und mit einer Glastür versehen, die sich automatisch öffnet. Einen barrierefreier Zugang zu gewährleisten, sei den Schützen wichtig gewesen, sagt Kracht. Insgesamt etwa 300 000 Euro muss die Schützengesellschaft investieren. Ein Teil wird über Fördergeld finanziert, den Rest zahlen die Schützenkameraden selbst.

Etwa 80 Quadratmeter gewinnen die Schützen durch den Anbau. Quelle: garben

In langen Gesprächen mit Architekt Michael Schmutz habe man sich darauf geeinigt, „ein ansprechendes Gebäude“ zu schaffen, das sich optisch vom Fachwerkhaus und der Eichsfeldhalle abhebt. Es soll einen grauen Anstrich sowie Fenster mit Gittern erhalten, die an eine Zielscheibe erinnern. Einen Teil der Arbeiten wollen die Schützen in Eigenleistung erledigen. Das habe bereits in Vorbereitung auf die Baumaßnahmen beim Ausräumen gut funktioniert. Tische, Stühle, Dekoration und Schießscheiben mussten ausgelagert werden. Innerhalb von drei Stunden war in über 50 Jahren angesammeltes Inventar sortiert und ausgeräumt worden. Gefunden haben die Schützenkameraden dabei auch alte Hinweisschilder auf Umzüge, geschrieben in Sütterlinschrift. Natürlich viel zu schade zum Wegwerfen, findet Kracht.

Abriss des Schützenhauses im Juni 2018

Die Möglichkeit, die Schießhalle zur Worbiser Straße hin zu erweitern, hätten die Schützen nur bekommen, weil Hans Georg Näder, Ottobockchef und Ehrenmitglied der Schützengesellschaft, die Gebäude und Grundstücke Eichsfeldhalle und Schützenhaus im vergangenen Jahr für jeweils einen Euro gekauft hatte. Davor sei das Schützenhaus bereits in einem so schlechten Zustand gewesen, das es in den vergangenen zehn Jahren nicht mehr genutzt werden konnte, erzählt Kracht. Im Juni 2018 wurde es abgerissen. Näder habe den Schützen damals gleich den Grundstücksbereich für den Anbau an die Schießhalle zugesichert. Alles sei soweit unter Dach und Fach, lediglich der Eintrag ins Grundbuch fehle noch, so Kracht.

Die Arbeiten sind in vollem Gang. Quelle: garben

Gebaut wird an der Talwiese aber nicht nur an der Erweiterung der Schießhalle. Auch die Verlegung des Fachwerkhauses vom Adenauerring an die Stelle zwischen dem einstigen Schützengasthaus und der Eichsfeldhalle schreitet voran. Möglichst bis zum Schützenfest soll der Rohbau stehen. Künftig soll es in dem wieder aufgebauten Fachwerkhaus dann einen Gastronomiebetrieb geben. Das ist auch den Schützen ein Anliegen. „Wir würden gerne im Anschluss an das Schießen wieder zusammensitzen“, sagt Kracht.

Während der Jahreshauptversammlungder Schützengesellschaft am Freitag, 26. April, um 20 Uhr in der Schießhalle sollen die Mitglieder über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen und die weitere Planung informiert werden.

Schützenfest vom 12. bis zum 16. Juli

Freitag, 12. Juli

18 Uhr Ausrufen des Schützenfestes von der Rathauslaube

19.30 Uhr Ausmarsch der Schützen zum Festplatz

20 Uhr Kommers in der Eichsfeldhalle: Buntes Unterhaltungsprogramm für jedermann, Eintritt 6 Euro

21 Uhr Disco mit DJ Chris Hank & DJ Jay Dee

21 bis 22 Uhr Happy Hour im Festzelt

 

Sonnabend, 13. Juli

10 Uhr Ausschießen des Ökumenepokals (bis ca. 14 Uhr)

21 Uhr Party mit Jukebox Sixx, Eintritt frei

 

Sonntag, 14. Juli

13 Uhr Platzkonzert vor dem Rathaus

14 Uhr Großer Schützenumzug mit vielen Gastvereinen zum Jubiläum 90 Jahre KSV Südharz

15 Uhr Musik von den Blech Buben (bis ca. 19 Uhr), Kaffee und Kuchen im Festzelt,

 

Montag, 15. Juli

12.30 Uhr Handwerkeressen mit Proklamation des Handwerkerkönigs im Festzelt

15 Uhr Kinderumzug vom Schulhof der St. Elisabeth-Schule zum Festplatz , Treffpunkt ist um 14.30 Uhr der Schulhof der Janusz-Korczak Schule. Jedes am Umzug teilnehmende Kind erhält zwei Freikarten für die Karussells.

18.30 Uhr Bürgeressen in der Eichsfeldhalle mit musikalischer Umrahmung durch das Blasorchester der Stadt Duderstadt, Eintritt inklusive Schlachteessen 6 Euro

21 Uhr Disco-Party im Festzelt mit DJ IBBA Music, Eintritt frei

Dienstag, 16. Juli

15 Uhr Familientag mit Mini-Preisen auf dem Festplatz

18.30 Uhr Proklamation der Könige vor dem Rathaus

20 Uhr Party mit Moonlight, Eintritt frei, großes Höhenfeuerwerk bei Anbruch der Dunkelheit

Von Nora Garben

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