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Duderstadt Aufsichtspflicht: Rettungsschwimmer appellieren an die Eltern
Die Region Duderstadt Aufsichtspflicht: Rettungsschwimmer appellieren an die Eltern
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21:38 26.07.2013
Von Anne Eckermann
Hohe Temperaturen und viel Betrieb auch im Freibad Duderstadt: Kleinkinder müssen – wie hier durch die Mutter – pausenlos beaufsichtigt werden.
Hohe Temperaturen und viel Betrieb auch im Freibad Duderstadt: Kleinkinder müssen – wie hier durch die Mutter – pausenlos beaufsichtigt werden. Quelle: Lüder
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Seeburg/Duderstadt

Immer wieder suchen besorgte Eltern, die ihren Nachwuchs aus den Augen verloren haben, bei den Rettungsschwimmern der DLRG-Eichsfeld Hilfe. Meist, so Arvid Rose, Pressesprecher der Deutschen-Lebensrettungs-Gesellschaft im Eichsfeld, sei die Familienzusammenführung bereits nach kurzer Zeit erfolgreich.

Doch viele Eltern verließen sich auch auf die wachsamen Augen der DLRG, die diese Verantwortung aber nicht übernehmen kann.

Mehr als 1000 Badegäste haben sich allein in der vergangenen Woche tagtäglich im Naturfreibad in Seeburg oder im Freibad Duderstadt getummelt, für die Rettungsschwimmer eine Herausforderung. „Da wird sich entspannt gesonnt und gedacht: Die werden schon aufpassen, dass unserem  Kind nichts passiert.

Diesen Satz hören wir oft“, berichtet Rose von den Herausforderungen des Alltags auf den Wachstationen im Duderstädter und Seeburger Freibad. Dabei seien Eltern die „natürlichen Garanten“ für die Sicherheit ihrer Kinder. „Diese Pflicht geben Mütter und Väter auch nicht mit dem Kauf einer Eintrittskarte an den Schwimmmeister oder die Rettungschwimmer ab“, betont Rose.

Stets in Griffweite

Kinder, insbesondere Kleinkinder, zu beaufsichtigen und im Wasser stets in Griffweite zu haben, sei nun einmal der beste Schutz vor Unfällen. „Eltern sollten unbedingt wissen, dass kleine Kinder leise ertrinken“, warnt der Rettungsschwimmer. Schon eine kleine Welle könne sie aus dem Gleichgewicht bringen und sie gerieten unter Wasser.

Und auch Kinder, die bereits die Seepferdchen-Prüfung absolviert haben, seien noch keine sicheren Schwimmer, wissen Rose und seine Kollegen aus Erfahrung. Auch auf die müssten Eltern ein stets wachsames Auge haben.

„Die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer sind verantwortlich für den Wachdienst im Wasser. Sie werden alles tun, um Menschen vor dem Ertrinken zu retten“, formuliert der Pressesprecher den Auftrag der DLRG. Die Rettungsschwimmer hätten aber keine Anweisungsbefugnis. „Wir brauchen deshalb die Eltern als verantwortungsvolle Sicherheitspartner am Wasser, damit der Familienspaß auch ungetrübt bleibt“, appelliert Rose.