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Duderstadt Astrid-Lindgren-Schule in Duderstadt soll erhalten bleiben
Die Region Duderstadt Astrid-Lindgren-Schule in Duderstadt soll erhalten bleiben
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10:15 23.06.2019
Mit einer Resolution kämpfen die Ausschussmitglieder um den Erhalt der Astrid-Lindgren-Schule. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

Die Astrid-Lindgren-Schule in Duderstadt soll nicht geschlossen werden. Für eine entsprechende Resolution der SPD-Fraktion stimmten die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Sport und Kultur der Stadt Duderstadt mehrheitlich in ihrer Sitzung am Mittwochabend. Lediglich Lothar Dinges (Wählergemeinschaft Duderstädter Bürger) enthielt sich.

Trifft die Jüngsten

„Aus unserer Sicht darf die Schließung einer Schule nur das allerletzte Mittel sein“, begründete die SPD-Fraktionsvorsitzende Doris Glahn die Resolution. Nach dem Aus für die St.-Ursula-Schule und dem Auslaufen der Förderschulen sei es nun die dritte Schule in Duderstadt, die geschlossen werden solle. „Wir haben in Duderstadt ein dreigliedriges Schulsystem, was durch die Schließung der Lindgren-Schule zu einem Zweigliedrigen werden würde“, sagte Glahn. Mit der jetzt geplanten Schließung der Hauptschule treffe es vor allem die schwächeren Schüler. „Ich bin entsetzt, dass es jetzt ausgerechnet die Jüngsten trifft“, sagte Marliese Frisch-Dvorak (Grüne) Mathias Schenke (SPD) erinnerte daran, dass Landrat Bernhard Reuter (SPD) die Vollmacht gehabt habe, die Schule zu schließen. Dennoch sei es nicht hinzunehmen, dass in Duderstadt eine Schule nach der anderen geschlossen werde.

Zusammenhang zwischen Schließungen und Fachkräftemangel

Aus Sicht von Hans-Georg Schwedhelm (fraktionslos) gebe es jetzt zwei Möglichkeiten, um die derzeitige Situation zu lösen. Und zwar entweder die Einführung einer IGS oder die Einführung einer Oberschule. Ursula Glaese-Nörthemann, Schulleiterin der Grundschule Nesselröden, die als Lehrervertreterin dem Ausschuss als beratendes Mitglied angehört, sagte, dass es dazu wichtig sei, das Modell der Oberschule bekannter zu machen. Dinges erklärte, dass in den vergangenen Jahren die Hauptschulen systematisch niedergemacht worden seien. Zudem stellte er auch einen Zusammenhang mit der Diskussion um den Fachkräftemangel her. Er wollte zudem die von der SPD eingebrachte Resolution um eine Forderung zu erweitern, ein entsprechendes Bildungsangebot auf dem Inklusiven Campus einzurichten. Doch die anderen Ausschussmitglieder wollten die Resolution unabhängig davon gestalten.

Fehlende soziale Kontakte

Schulleiterin Franziska Stollberg, die Rederecht erhalten hatte, erinnerte daran, dass die Stadt mit der Schließung ihre eigenen Kinder fallen lassen würde. „Unsere Schule hat schon immer einen faden Beigeschmack, weil wir als Sammelbecken für Schüler, die runtergefallen sind, gelten“, sagte sie. Eltern von Lindgren-Schülern brachten ihre Sorge zum Ausdruck, dass ihre Kinder keine sozialen Kontakte in Duderstadt aufbauen könnten, wenn sie die KGS in Gieboldehausen besuchen müssten. Zudem seien auch überfüllte Busse und die Angst vor der Entfernung Sachen, die für Bedenken bei den Eltern sorge. „Wir wollen die Schule nicht schließen, aber es handelt sich um eine Kreisschule und wir müssen sehen, was wir machen können“, sagte der Ausschussvorsitzende Andreas Diedrich (CDU). Die Resolution, die beim Landkreis eingereicht wird, solle einen Beitrag dazu leisten.

Von Vera Wölk

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