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Duderstadt Ausstellung in Duderstadt zu 30 Jahre Grenzöffnung
Die Region Duderstadt Ausstellung in Duderstadt zu 30 Jahre Grenzöffnung
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21:09 25.09.2019
Ein Modell der Grenzschützer-Skulptur von Professor Karl-Henning Seemann ist auch in der Ausstellung zu sehen. Quelle: Foto: Franke
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Duderstadt

Die Konzeption und Kuratierung der Ausstellung haben Christiane und Lüder Mosler übernommen. Im Mittelpunkt steht die die Erinnerungskultur im Eichsfeld. Die Geschichte der Grenze ist darüber hinaus in einer Broschüre zur Ausstellung aufgearbeitet worden, angefangen mit der Zeit, in der Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg von den Siegermächten in Besatzungszonen aufgeteilt wurde. Die meisten Texte schrieben Hermann Tallau und Hans-Reinhard Fricke. Tallau sei gemeinsam mit der Stadt auch Initiator und Ideengeber der Ausstellung gewesen, so Christiane Mosler. Zur Eröffnung der Ausstellung am 4. Oktober in der Kundenhalle der Sparkasse werden Tallau und Fricke Themenvorträge halten.

„Zunächst beschreiben sie, wie es zur Grenze gekommen ist“, erklärt Christiane Mosler. Mit der Konstituierung der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) sei 1949 aus der Zonengrenze dann die deutsch-deutsche Grenze geworden, die ab 1952 verstärkt abgeriegelt wurde. Sie erinnern auch an die Lage Duderstadts und des Eichsfelds im Zonenrandgebiet.

Erinnerungsmale

„An das beschriebene Leid erinnern Gedenksteine und Erinnerungsmale“, beschreibt Christiane Mosler. Die Ausstellung gebe einen Überblick über die vier Erinnerungsmale entlang der Kunst-Achse in der Duderstädter Innenstadt sowie über elf Stationen des Erinnerns im Eichsfeld entlang des ehemaligen Grenzstreifens sowie im Umfeld des Grenzlandmuseums Eichsfeld.

„In der Kundenhalle der Sparkasse Duderstadt werden die Modellentwürfe der großen Bronzeskulpturen entlang der Kunstachse in der Duderstädter Innenstadt sowie drei Werke von Kunstschaffenden der Region gezeigt“, verrät Chrisitane Mosler. Diese drei Werke stammen von Heinrich Schlüter, Manfred Pilz und ihr selbst. Umrahmt werde die Ausstellung von sieben großformatigen Textilbannern, die Hintergrundinformationen und Bildmaterial zeigen.

EisfeldEichsfeld

Manfred Pilz habe für die Ausstellung eine Rauminstallation unter dem Titel „EisfeldEichsfeld“ vorbereitet. „Er hat im gesamten Eichsfeld Bodenproben in Reagenzgläser abgefüllt“, erläutert Christiane Mosler. Mit 201 Kalksandsteinen simuliere er eine Eisfläche, in denen die Reagenzgläser für die einzelnen Orte stehen sollen. Die Idee, das Eichsfeld mit der Eiszeit in Verbindung zu bringen, hat der Künstler bereits 2001 umgesetzt. Das Kunstwerk wiegt ungefähr 1100 Kilogramm.

Heinrich Schlüter präsentiert mit seinem „Grenzlandbild“ im Jahr 1985 die Situation an der Grenze dargestellt mit dem Grenzturm auf DDR-Seite und dem Pferdebergturm auf BRD-Seite. Die Zeichnung habe er im Bewusstsein angefertigt, dass er nicht erleben werde, wie die Grenze falle, berichtet Christiane Mosler.

Gold und Grün

Mosler selbst hat 2013 ihr Kunstwerk „Goldene Mark und Grünes Band“ fertiggestellt. Es sei ein Mixed-Media-Kunstwerk mit Acryl und Spachtelmasse sowie verschiedenen anderen Materialien. Sie will damit zum einen das Leid der Menschen sowie die Region und das Zusammenwachsen, symbolisiert durch das Grüne Band, miteinander kombinieren. Ganz verheilt sei die Wunde aber noch nicht, sei durch das Kunstwerk ebenfalls noch zu erkennen.

Die Bronzeskulpturen stammen von Professor Karl-Henning Seemann. Sie zeigen entlang der Kunstachse an der Duderstädter Marktstraße die Grenzschützer, einen Grenzpfahl und am Ende den Wiedervereinigungsbrunnen.

Öffnungszeiten der Ausstellung

Die Ausstellung „30 Jahre Wiedervereinigung – Erinnerungskultur im Eichsfeld“ wird am Freitag, 4. Oktober, um 18 Uhr in der Kundenhalle der Sparkasse Duderstadt eröffnet. Zu sehen sind die Exponate vom 7. bis einschließlich 23. Oktober in der Sparkasse. Die Öffnungszeiten sind montags und dienstags von 8.30 bis 16.30 Uhr, mittwochs von 8.30 bis 12.30 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr und freitags von 8.30 bis 16.30 Uhr. Zur Ausstellung haben Christiane und Lüder Mosler auch eine Broschüre erstellt. Diese Broschüre ist an der Gäste-Information im historischen Rathaus der Stadt Duderstadt erhältlich. Die Gäste-Information in der Marktstraße 66 ist erreichbar unter Telefon 05527 / 841-200 und täglich von 10 bis 16.30 Uhr geöffnet.

Von Rüdiger Franke

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