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Duderstadt Auto-Boom geht die Luft aus
Die Region Duderstadt Auto-Boom geht die Luft aus
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18:13 29.07.2009
Erwarten auch fürs nächste Jahr keinen Einbruch: Autoverkäufer Manuel Sauer und Leo Lautenbach vom Autohaus Lautenbach.
Erwarten auch fürs nächste Jahr keinen Einbruch: Autoverkäufer Manuel Sauer und Leo Lautenbach vom Autohaus Lautenbach. Quelle: Hellmold
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„Überstunden wegen Verkaufsgesprächen machen wir jedenfalls nicht mehr“, stellt Sebastian Faust vom Autohaus Abicht/Mühlhausen (Seat, Hyundai) in Gieboldehausen fest und erinnert sich aber sehr gut, dass es diese Überstunden durchaus gegeben hat. Beim Beginn des Verkaufsbooms wurden in seinem Hause so viele Fahrzeuge bestellt, dass man jetzt noch mit der Auslieferung der nach und nach eintreffenden Wagen beschäftigt ist.

Ein Nachlassen des Booms konstatiert auch der Rhumspringer VW-Autohaus-Inhaber Siegfried Herschel. Auch habe sich die Nachfrage wieder ein wenig geändert. Gingen zu Boomzeiten insbesondere die kleineren Typen, werden jetzt zunehmend auch wieder hochwertigere Fahrzeuge bestellt. Lange Wartezeiten gibt es für einige besonders stark nachgefragte Modelle wie Golf und Touran.

Insgesamt zufrieden mit dem Geschäft zeigt sich Mario Busse vom Mercedes-Autohaus Kullmann in Duderstadt. „Mal ganz abgesehen vom Verkauf, der durch die Prämie intensiviert wurde, haben viele Kunden aber auch ohne Prämie ein Auto gekauft, einen Gebrauchten beispielsweise. Das Interesse am Autokauf ist uns in vieler Weise zu Gute gekommen“. Ansonsten sieht man auch bei Kullmann das Ende des „Prämien-Verkaufs“ nahen.

Leo Lautenbach vom gleichnamigen Ford-Autohaus an der Max-Näder-Straße in Duderstadt ist dagegen guten Mutes, dass das Geschäft mit der Prämie doch noch deutlich sichtbar bleibt: „Es gibt eine ganze Menge Kunden, deren Auto jetzt aktuell neun Jahre alt wird und die nun noch die Gelegenheit ergreifen, über die Prämie günstig zu einem Neuwagen zu kommen“.

Werkstatt profitiert auch

Im übrigen ist man bei Lautenbach sehr zufrieden über die Verkaufserfolge der letzten Monate und hatte eigentlich nur beim Model „Ka“ zeitweise Lieferschwierigkeiten. Im Blick auf das kommende Jahr verfällt Lautenbach auch nicht in Ängste hinsichtlich eines großen Einbruchs: „Autos werden immer gekauft, und bei den vielen Fahrzeugen, die wir verkauft haben, wird auch unser Werkstattbetrieb mit Inspektionsarbeiten und anderem gut laufen“.

Weiterhin gute Geschäfte macht Ralf Thieme vom Autohaus Rappe (Renault, Dacia, Peugeot) insbesondere mit den Typen Renault Twingo und dem Dacia Sandero: „Da haben wir auch jetzt noch Lieferzeiten, die bis in den Oktober und November reingehen, und da kommen auch weiterhin Neubestellungen“. Auch im Autohaus Otto (Opel, Mazda) sorgt die Prämie immer noch für Nachfrage, auch wenn sie inzwischen doch deutlich abgeflaut ist, wie Bernd Jaskowiak feststellt.

Von Sebastian Rübbert