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Duderstadt Babette Winter besucht Grenzlandmuseum Eichsfeld
Die Region Duderstadt Babette Winter besucht Grenzlandmuseum Eichsfeld
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20:54 23.07.2015
Besuch des Grenzlandmuseums: Kulturstaatssekretärin Dr. Babette Winter mit Horst Dornieden.
Besuch des Grenzlandmuseums: Kulturstaatssekretärin Dr. Babette Winter mit Horst Dornieden. Quelle: Thiele
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Donnerstag standen die Eichsfelder Einrichtungen in Teistungen und Asbach-Sickenberg auf dem Plan. „Ich habe mir diese Woche bewusst Zeit genommen, um mir einen umfassenden Eindruck über die vier Thüringer Grenzmuseen und Gedenkstätten zu verschaffen“, erklärt die Politikerin vor Ort. „Dann weiß ich, worum es geht, wenn später einmal Anträge auf meinem Schreibtisch landen.“

Nach dem Deutsch-Deutschen Museum in Mödlareuth am Dienstag und dem Besuch der Bildungs- und Gedenkstätte Point Alpha (Rasdorf) am Mittwoch bildeten das Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen und das Grenzmuseum Schifflersgrund den Abschluss ihrer Dienstreise.

„Ich bin positiv überrascht, wieviel die einzelnen Einrichtungen schon geleistet haben“, zieht Winter ein positives Fazit ihrer Reise. „Ich bin auch dankbar, dass an allen Standorten Menschen mit der nötigen Weitsicht ehrenamtlich dafür gesorgt hatten, dass Teile der ehemaligen Grenze für die Museen erhalten wurden – in einer Zeit, als die Zeichen auf dem komplettem Abriss standen“.

Ein Detail aus dem gerade beschlossenen Thüringer Haushalt für das laufende Jahr verriet der Eichsfelder Abgeordnete Gerold Wucherpfennig (CDU), der Babette Winter begleitete: „Die Unterstützung für das Grenzlandmuseum Eichsfeld ist mit 50 000 Euro verankert.“

Horst Dornieden, Vorsitzender des Trägervereins, übermittelte die Bitte, die Unterstützung auch im Haushalt 2016/17 fortzusetzen: „Diese Gelder sind sehr wichtig für den Fortbestand.“ Wucherpfennig bedauerte, dass das Land Niedersachsen sich außer mit Lehrerstunden bislang nicht finanziell an der Förderung beteiligt: „Im Gegensatz dazu hat die hessische Landesregierung diesen Punkt in ihrem Haushalt berücksichtigt.“

„Die Grenzmuseen mit ihren vielfältigen Angeboten sowie Programmen historisch-politischer Bildung sind eine sehr wichtige Säule im Wachhalten der Erinnerung, der Aufarbeitung der Diktatur sowie der Demokratiebildung“, betonte Winter. Der Leitgedanke sei: Wer Demokratie leben will, muss auch Sensibilität entwickeln für die Gefährdungen einer freien Gesellschaft.

Deshalb wolle sie auch dafür sorgen, dass in Zukunft mehr Schüler aus Thüringen die Einrichtungen besuchen. „Wir haben bei uns mehr Schüler aus Frankreich zu Besuch, als aus unserem Bundesland“, bestätigte Stefan Heuckeroth-Hartmann, zweiter Vorsitzender des Trägervereins in Schifflersgrund.

Von Rüdiger Franke