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Duderstadt Leerstand in Duderstadt hat ein Ende
Die Region Duderstadt Leerstand in Duderstadt hat ein Ende
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17:09 29.08.2018
Ab September gehört der Leerstand am Westerturm der Vergangenheit an (v.l.): Michaela Wesselak von Hin&Weg, Bäcker Dirk Wollersen und Immobilieneigentümer Hans-Joachim Stockfisch.
Ab September gehört der Leerstand am Westerturm der Vergangenheit an (v.l.): Michaela Wesselak von Hin&Weg, Bäcker Dirk Wollersen und Immobilieneigentümer Hans-Joachim Stockfisch. Quelle: Eichner-Ramm
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Duderstadt

Der Leerstand am Westerturm hat ab September ein Ende: Die Galerie "Hin & Weg" zieht dort dauerhaft ein und in der benachbarten früheren Bäckerei eröffnet die Bäckerei Wollersen ein Ladengeschäft.

Bis 2013 hat Hans-Joachim Stockfisch die Bäckerei am Duderstädter Westerturm betrieben, danach war das Ladenlokal an die Bäckerei Risse verpachtet, seit 2015 standen die Geschäftsräume dann aber leer. Jetzt hat Immobilienbesitzer Stockfisch einen neuen Pächter für die früheren Bäckereiräume gefunden. Dirk Wollersen von der Hilkeröder Bäckerei Wollersen wird an der Westertorstraße ein Ladengeschäft samt Café-Betrieb eröffnen. Den Standort habe er schon länger im Auge gehabt, sagt Wollersen, doch die Kapazitäten für eine neue Filiale hätten sich erst in diesem Sommer mit Schließung des Ladens in Gieboldehausen ergeben.

In Duderstadt war die Bäckerei Wollersen schon früher einmal aktiv, zog dann aber nicht mit in die Feilenfabrik, wie Dirk Wollersen sagt. „Wir haben immer ein Auge auf Duderstadt gehabt“, sagt der Inhaber mit Standorten in Hilkerode (hier wird gebacken), Seeburg, Nesselröden und Bad Lauterberg.

Eröffnung Bäckerei am 4. September

Nun ist er also zurück in Duderstadt und öffnet am Dienstag, 4. September, um 6 Uhr in den Räumlichkeiten am Westerturm. Es gibt in den etwa 45 Quadratmeter großen Geschäftsräumen eine Theke, an der die Produkte aus dem Sortiment der Bäckerei Wollersen verkauft werden, und einen kleinen Café-Bereich. Zur Eröffnung plant Wollersen eine Überraschung für die Kunden. Er verrät nur soviel: „Es wird etwas live produziert, was die Kunden dann mitnehmen können.“

Bereits am Sonnabend 1. September schließt Michaela Wesselak ihre Kunstgalerie „Hin & Weg“ in direkter Nachbarschaft zur Bäckerei auf. In den vergangenen Jahren war sie hier nur temporär zu Gast – mit fünf Ausstellungen vor Weihnachten oder vor Ostern, in denen regionale Künstler das leerstehende Ladenlokal belebten. Jetzt soll der Geschäftsraum im Erdgeschoss des ehemaligen Bachmannschen Haus, in dem sich einst auch das Café Spießbürger befand, eine dauerhafte Heimat für Kunst und Kunsthandwerk sein. Die Stadt als Gebäudeeigentümerin sei „mit im Boot“, freut sich Wesselak.

Kunden der bisherigen Ausstellungen hätten sie angesprochen, ob sie nicht „mehr machen“ könnten, berichtet Wesselak. „Wir haben daraufhin ein Konzept entwickelt“, sagt Wesselak. So soll es am Westerturm ab sofort qualitativ hochwertige Kunst und Kunsthandwerk angeboten werden, aber es soll „auch mal Events“ geben. Wesselak denkt außer an Ausstellungen auch an Lesungen oder Kulturveranstaltungen – „wir wollen uns immer wieder etwas Neues einfallen lassen“, kündigt sie an. Und vielleicht ließe sich dafür auch das wenig genutzte Trauzimmer der Stadt einbeziehen, ergänzt Wesselak.

Kunstgalerie dreimal wöchentlich geöffnet

Die Kunstgalerie „Hin & Weg“ wird an drei Tagen pro Woche öffnen, die sich bei der Analyse der vorangegangenen Ausstellungen als besucherstärkste Tage erwiesen hätten. Mittwochs von 10 bis 14 Uhr, freitags von 10 bis 18 Uhr und sonnabends von 10 bis 14 Uhr werde das Team der Galerie unter anderem mit Marc Feike, Sabine Krause, Kevin Lange, Hubertus Riepenhausen, Barbara Schink, Petra Utermöller und Wesselak selbst Holzkunst, Schmuck, Textilien, Kleinmöbel, Leuchten, Töpferwaren oder Dekorationsartikel anbieten. Die Kunden hätten die Möglichkeit, sich auch ganz individuell etwas herstellen zu lassen, sagt Wesselak.

Und die Kunden der benachbarten Bäckerei Wollersen hätten während der Galerie-Öffnungszeiten die Gelegenheit, direkt in die Galerieräume zu gelangen, um sich dort umzuschauen.

Von Britta Eichner-Ramm

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