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Duderstadt Band "Restrisiko" mit Wurzeln in Duderstadt stellt neues Album vor
Die Region Duderstadt Band "Restrisiko" mit Wurzeln in Duderstadt stellt neues Album vor
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20:38 15.10.2013
Von Nadine Eckermann
Stellen ihr drittes Studioalbum in der Schauburg in Duderstadt vor: die Punkrocker von „Restrisiko“. Quelle: EF
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Duderstadt

Dennoch ist die Band mit Wurzeln in Duderstadt immer noch am Start – vom Wochenende an mit einem neuen Album.

Ihre dritte Studioaufnahme „Anno ‘99“, benannt nach dem Jahr der Bandgründung, präsentieren Fabian Hellenbock (Gesang), Christian Faßhauer (Gitarre), Sascha Bock (Gitarre), Max Zelmer (Bass) und Fabian Spillner (Drums) am Sonnabend, 19. Oktober, in der Alten Schauburg. Und die vorab veröffentlichten Tracks versprechen einiges:

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Das neue Album geizt nicht mit energiegeladenem Oi und Punk. Die deutschsprachigen Texte beschäftigen sich – wie gewohnt – mit gesellschaftlichen Themen. Auffällig ist allerdings, dass die Frage nach dem, was die Zukunft bringen mag, häufiger im Mittelpunkt steht. So in „Was dich antreibt“, aber auch – zugegeben etwas ungewöhnlich zukunftsoptimistisch – in „Party im Jenseits“.

Über Gestern und Heute, Bohlen und die besten Partys sprach Nadine Eckermann mit Fabian Hellenbrock.

2014 wäre doch ein perfekter Zeitpunkt gewesen, eine Jubiläums-CD auf den Markt zu werfen. Ihr prescht ein Jahr vorher los. Angst, das kommende Jahr nicht mehr zu erleben?

Natürlich haben wir das nächste Jahr vor Augen. „Anno ‘99“ wurde im vergangenen Herbst aufgenommen – wir haben nur lange kein geeignetes Label gefunden, das das Album veröffentlicht. Im Mai haben wir dann bei KB-Records einen Plattenvertrag über drei Studioalben unterschrieben.

Angst, das kommende Jahr nicht zu erleben, gibt es nicht.Wir haben uns jetzt 14 Jahre lang durchgebissen – und das werden wir auch weiterhin!

Personell wie auch musikalisch habt Ihr Euch seit den Anfangstagen merklich verändert. Wo habt Ihr angefangen, wo steht Ihr heute?

Die Anfänge von Restrisiko lagen ganz klar im Deutschpunkbereich irgendwo zwischen Slime und den Hosen. Aber in den letzten Jahren sind wir doch schon ein wenig erwachsener geworden. Wir proben mehr und ohne Alk und haben einfach an Professionalität dazugewonnen. Das hört man.

Auf dem neuen Album setzt Ihr Elemente ein, die im klassischen Oi und Punk selten vorkommen, Samples beispielsweise wie in „Nacht ohne morgen“. Andere Tracks klingen oldschool. Was ist Euch wichtiger: Experimentieren oder Eurer Tradition treu zu bleiben?

Natürlich wollen wir unserer Tradition treu bleiben und uns weiterhin in der Oi/Punk-Szene bewegen, was man auch bei unseren Liveshows sieht. Aber die Studioarbeit bietet einem immer viele Elemente, um Songs zu füllen. Das Sample bei „Nacht ohne morgen“ passte super rein, deswegen nahmen wir es.

In „Standpunkt“ heißt es: „Deutschland sucht den Superstar und wir stehen immer noch hier.“ Ambitionen, mal bei Bohlen anzutreten und die ganz große Karriere einzuschlagen?

Im Song „Standpunkt“ geht es ganz klar darum, dass wir etwas zu sagen haben, und es uns auch nicht verbieten lassen, unseren Standpunkt laut rauszuschreien. Als Gastmusiker haben wir Sebi von „Stomper 98“ ins Studio bekommen, um mit ihm diesen Song einzuspielen, was uns sehr erfreut hat.

Wenn Ihr reich und berühmt würdet, wären Release-Partys in Duderstadt vermutlich auch nicht mehr drin. Wie kommt es, dass Ihr ausgerechnet in der Alten Schauburg spielt?

Reich und berühmt wollen wir gar nicht werden. Für uns ist es immer noch der Spaß, der im Vordergrund steht. In den vergangenen 14 Jahren haben wir eine Menge Konzerte in ganz Deutschland gespielt und supernette Menschen kennengelernt – Was will man mehr? Wir freuen uns riesig, dass die CD-Release in Duderstadt stattfindet.

In dieser Stadt haben wir angefangen, die besten Partys erlebt. Nicht zu vergessen die Jungs und Mädels von dort, die uns seit Jahren hinterherfahren und einfach immer alles geben bei den Shows. Darauf sind wir stolz und verdammt froh, immer noch dabei zu sein.

Ihre Release-Party feiern „Restrisiko“ am kommenden Sonnabend, 19. Oktober, in der Alten Schauburg, Steintorstraße 68. Beginn ist um 20 Uhr. Support leisten „Durstige Männer“. Im Anschluss an die Konzerte legt DJ Pfarrer auf.