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Duderstadt Bands sind traurig über Festival-Absage
Die Region Duderstadt Bands sind traurig über Festival-Absage
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00:19 31.07.2017
Von Jörn Barke
Erstmals dem Wetter unterlegen: das Festival ist abgesagt.
Erstmals dem Wetter unterlegen: das Festival ist abgesagt. Quelle: r
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Duderstadt

Weder Gräben, noch Pumpen konnten das Gelände entwässern. Auf einen alternativen Standort auszuweichen wäre auch zeitlich und logistisch nicht mehr möglich gewesen. „Wir bedauern zutiefst, dass das Event in diesem Jahr nicht ausgerichtet werden kann“, sagt das Team weiter.

Nicht nur das Organisations-Team des Festivals ist traurig über den Ausfall. Auch die Bands, die am 29. Juli hätten auftreten sollen, trifft die Überschwemmung des Festivalplatzes. Sebastian Otto von der Band Radio Active sagt:

„Wir sind natürlich sehr traurig, dass wir in diesem Jahr das ersten Mal seit elf Jahren nicht auf dem Mingeröder Sportplatz spielen können. Aber wir bedanken uns trotzdem sehr bei den Veranstaltern, die bis zuletzt um das Festival gekämpft und sicherlich alles dafür getan haben, dass dieses großartige Event nicht „ins Wasser fällt“.“ Auch die Band Courassion wisse, wie viel „Schweiß und Herzblut in die Organisation des Festivals fließt.“ Aber dieses Jahr müsse man sich dem Wetter wohl geschlagen geben. Das Festival hat zehn Jahre infolge stattgefunden. 2017 ist das erste Jahr, in dem das Mingeröder Musikfestival dem Wetter nicht trotzden konnte und abgesagt werden musste.

2018 wieder ein Festival

Besonders schade sei dies für die Besucher, sagt Andreas Leinemann von der Band Marylin‘s Cage. „Viele Interessenten und Freunde hatten sich den Abend freigehalten und zugesagt. Wir hoffen, dass der Enthusiasmus der Mingeröder durch diesen Katastrophenfall dennoch erhalten bleibt und es auch 2018 wieder ein Festival geben wird.“ Das hoffe auch die Band Jukebox Sixx, die mitteilt: „Das Mingeröder Musikfestival ist eine der letzten großen Säulen im Raum Duderstadt und darüber hinaus, wenn es um Live-Musik geht.“ Die Organisatoren hatten sich - wie in den Jahren zuvor - wieder bewusst für regionale Bands entschieden, obwohl das Festival in den vergangenen Jahren deutlich an Größe gewonnen und jährlich - auch bei Regenwetter - mehrere Tausend Besucher gelockt hat. Die Solidarität der Bands und das Verständnis der Fans, die in den sozialen Netzwerken ihr Bedauern ausgedrückt hatten, wissen die Organisatoren zu schätzen. Sie hätten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagt André Schwedhelm, aber im Grunde keine Chance gehabt.

Ob es einen Ersatztermin geben wird oder eine Party als Ersatz sei derzeit noch nicht klar. Zunächst müsse Schadensbegrenzung betrieben werden. kf /ne