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Duderstadt Baugenehmigung erteilt
Die Region Duderstadt Baugenehmigung erteilt
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21:13 30.01.2017
Von Rüdiger Franke
Jürgen Germerott (li.) und Wolfgang Nolte (re.) überreichen die Baugenehmigung für das neue Feriencamp an Klaus Bechtold.
Jürgen Germerott (li.) und Wolfgang Nolte (re.) überreichen die Baugenehmigung für das neue Feriencamp an Klaus Bechtold. Quelle: Franke
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Duderstadt

Die Entscheidung für den Ausbau spreche für die Attraktivität des Eichsfeldes, so Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Während der Übergabe blickte er mit Bechtold 40 Jahre zurück, als er den Gedanken entwickelte, eine Kolpingstätte nach Duderstadt zu holen. In der Diözesanversammlung 1977 habe die Idee eine große Mehrheit erhalten. Der damalige Sozialminister Hermann Schnipkoweit (CDU), der Diözesanvorsitzende Wolfgang Freter und der Kolpingdiözesansekretär Arnold Beelte hätten das Projekt seinerzeit stark unterstützt, so Nolte.

2007/08 sei das Ferienparadies dann etwas in Schräglage geraten, berichtete Bechtold, ein selbstständiger Unternehmensberater, der Firmen restrukturiert und 2009 den Vorsitz des Familienferienwerkes übernahm. Zunächst sei eine Vision 2020 erstellt und dann die Wirtschaftlichkeit überprüft worden. „Ohne Entlassungen konnten wir Kosten um 35 Prozent senken“, erzählte er. Anschließend habe er jemanden für Marketing und Vertrieb gesucht.

„In den vergangenen sieben Jahren konnten wir dadurch die Übernachtungszahlen von 23 000 auf mehr als 26 000 steigern“, so Bechtold. Und 2013 sei erstmals wieder ein geringfügiger Gewinn erwirtschaftet worden. „Mittlerweile erwirtschaften wir einen Gewinn im hohen fünfstelligen Bereich.“ 1,3 Millionen Euro seien in den Jahren von 2009 bis 2015 investiert worden. Zu den Maßnahmen zählen ein Blockheizkraftwerk, eine Well­nessoase, ein Mas­seurstudio, die Renovierung der Flure und des Tagungsraumes, der mit neuer Medientechnik ausgestattet wurde.

Da die Vision für 2020 bereits fünf Jahre früher umgesetzt war, sei im vergangenen Jahr eine Vision 2025 entwickelt worden. „Wir wollen weitere Gästesegmente ansprechen“, sagt Bechtold. „Wir wollen etwas bauen für Landschulaufenthalte und in der Sommerzeit für Familien als Selbstversorger.“ Alle Entscheidungen, die getroffen würden, hätten zur Grundlage, den Pferdeberg in keinster Weise zu gefährden. „Die neuen Bauten werden nur aus Mitteln finanziert, die auch erwirtschaftet wurden“. Und auch das neue Camp müsse in der Lage sein, sich selbst zu finanzieren. Die kleine Feriensiedlung, die an der Stelle entsteht, an der früher der Streichelzoo angesiedelt war, umfasse ein Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro. Der erste Spatenstich sei für Ende Februar oder Anfang März geplant.

Vier Häuser im Blockhüttenstil

Bauplan: Das Feriencamp besteht aus vier Häusern im Blockhüttenstil, die jeweils drei Appartments beinhalten. In jedem Appartment stehen zwei Schlafräume mit Platz für bis zu vier Betten zur Verfügung. Darüber hinaus sind die Appartments mit einer Pantryküche ausgestattet, so dass sich die Mieter selbst versorgen können. In einer ersten Phase sollen in diesem Jahr drei Module errichtet werden. „Das vierte Modul folgt, wenn die Finanzierung steht“, so Klaus Bechtold, Vorsitzender des Familienferienwerks. Im Außenbereich sollen am Wirtschaftsweg drei Busparkplätze, Versorgungsplätze für maximal fünf Wohnmobile sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge entstehen. Auf der gegenüberliegenden Seite sollen Parkplätze für Autos gebaut werden.