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Duderstadt Baubeginn für Umgehung im Juli oder August
Die Region Duderstadt Baubeginn für Umgehung im Juli oder August
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18:55 09.03.2012
Die künftige Umgehung Westerodes: In schwungvollem Bogen umspannt die neue Strecke in Südlage das Dorf. Die Konzeption sieht vier Brückenbauwerke vor.
Die künftige Umgehung Westerodes: In schwungvollem Bogen umspannt die neue Strecke in Südlage das Dorf. Die Konzeption sieht vier Brückenbauwerke vor.
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Westerode

Darüber wurde in der zweiten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt- und Feuerschutz informiert, der am Donnerstagabend, 8. März, im Mehrzweckgebäude des Uhlendorfes tagte. Zahlreiche Einwohner von Westerode waren als Zuhörer erschienen und beteiligten sich auch mit Nachfragen rege an der Diskussion. 

Einen Überblick gab Diplom-Ingenieur Fabian Schulze von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Goslar. Nach seiner Darstellung schwenkt die neue Umgehung im Verlauf der Bundesstraße 446 (von Göttingen kommend) kurz vor Westerode nach rechts ab, führt südlich an der Ortslage vorbei, schlängelt sich dann zwischen dem Gebäudekomplex der Firma Otto Bock und den Anlagen der Bundespolizei hindurch und endet schließlich auf dem ehemaligen Bahndamm in Höhe der Tagesstätte St. Raphael. Dort wird ein Kreisverkehr gebaut, über den der Verkehr auf die Straße am Euzenberg geleitet wird und von dort auf die Industriestraße. Die Gesamtstrecke der Umgehung beträgt 3,3 Kilometer, die Baukosten belaufen sich auf 12,3 Millionen Euro.

Unbestimmte Dauer

Wie Schulze weiter darstellte, müssen vier Brückebauwerke errichtet werden, zwei führen über Wipper und Nathe, zwei weitere über Straßen.  Mit den Brückenbauwerken werden die Arbeiten für die Umgehungsstraße begonnen, wobei zum gesamten Bauablauf noch zahlreiche Festlegungen getroffen werden müssen. Völlig im Unklaren liegt derzeit noch die Frage, wie lange die Bauzeit sein wird. Trotz „Nachbohrens“ seitens der Ausschussmitglieder weigerte sich Schulze standhaft, hierzu Aussagen zu machen.

Aussagen gab es dagegen zurGestaltung der Umgehung selbst. Sie wird zwei Fahrstreifen zu je 3,5 Meter Breite erhalten, dazu kommen die notwendigen Seitenräume, so dass eine Gesamtbreite von etwa elf Metern erreicht wird. Die Fahrbahnen werden so stark ausgeführt, dass auch Schwerlastverkehr darüber rollen kann und es werden durch Anpassung an die topographischen Gegebenheiten erhebliche Erdbewegungen erforderlich sein.

Umgehung auch im Obereichsfeld

Ist die Umgehung Westerode einmal fertiggestellt, ebenso die Umgehung Waake, kann der Verkehr dann zwischen Duderstadt und Göttingen rollen, ohne eine Ortschaft zu berühren. Ebenso entwickeln sich die Dinge im Obereichsfeld gut. Dort soll die gemeinsame Umgehung für Worbis und Wintzingerode im April oder Mai dieses Jahres fertiggestellt und dem Verkehr übergeben werden.

Von Sebastian Rübbert

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