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Duderstadt Bauern unterstützen Bündnis gegen Rechts
Die Region Duderstadt Bauern unterstützen Bündnis gegen Rechts
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21:41 14.02.2016
Von Kuno Mahnkopf
Trecker-Konvoi und Cartoon-Versteigerung: Die Unterstützung für das Bündnis gegen Rechts wird immer größer. Quelle: Vetter
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Duderstadt

Dort versammelten sich laut Einschätzung des „Bündnisses  gegen Rechts – Duderstadt bleibt bunt“ mehr als 200 – nach Polizeischätzungen etwas weniger – Teilnehmer, am Westerturm laut Polizei 40 bis 50 „Freundeskreis“-Anhänger.  Nahe kamen sich beide Lager noch einmal beim Kundgebungsabschluss des Bündnisses an der Unterkirche. Die Antifa war ebenso vertreten wie die protesterfahrene Bäuerliche Notgemeinschaft aus dem Wendland und neun Trecker

Dagmar Hanschke verlas ein Grußwort des Cartoonisten Wolf-Rüdiger Marunde aus Gorleben. Einen signierten Orginaldruck dessen Gartenzwerg-Bildes gegen rechte Kleingeistigkeit versteigerte Eberhard Brunzel Ulrich – und trieb das Mindesgebot von 80 Euro nach oben. Für 310 Euro erwarb schließlich Rolf Bertram aus Göttingen das Bild.

Eine humanitäre Katastrophe werde von Konservativen, Rechtspopulisten und Neonazis dazu benutzt, Fremdenhass zu schüren, heißt es im Grußwort Marundes. Der Ton in der öffentlichen Debatte habe sich verschärft, Hemmungen würden fallen. Nur Aufklärung und Wissen helfe gegen Ängste. Stattdessen würden sie geschürt. „Heimat und Hass – das schließt sich gegenseitig aus“, schreibt Marunde.

Unterstützung von Bauern mit Traktoren hat das Duderstädter Bündnis gegen Rechts  bei seiner Kundgebung am Sonntag bekommen. Die Polizei verhinderte, dass Anhänger des „Freundeskreises Thüringen/Südniedersachsen“ zum Rathaus vordringen konnten.

Brunzel wies auf globale Zusammenhänge hin: Weltweit würden Bauern von ihren Feldern vertrieben, große Konzerne die Verantwortung dafür tragen. Prof. Sigmar Groeneveld machte den Lebensstil der Industrienationen für die strukturell wohl größte Fluchtursache verantwortlich. Der „Freundeskreis“ missbrauche das wertvolle Wort Freund: „Fremdenfeindlichkeit in einem sogenannten Freundeskreis offen zu bekennen – das ist für uns nicht hinnehmbar.“

Bündnissprecherin Jennifer Ahlbrecht teilte mit, dass nach der Resolution des Duderstädter Rates gegen Rechts ein Dankesschreiben aufgesetzt wurde, am Montag ein Gespräch mit Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) über die weitere Zusammenarbeit mit der Stadt geführt werde – „ein riesiger Fortschritt“.

Auch Kreislandwirt Hubert Kellner unterstütze das Bündnis und habe einen Redebeitrag angekündigt. In der kommenden Woche werde es bei der Bündnis-Kundgebung um das Thema „Frauen gegen Rechts“ gehen.

Ein Sprecher des „Freundeskreises“ kündigte am Westerturm an, dass es sich um „die letzte Mahnwache dieser Art und Weise“ handeln würde. Stattdessen solle es Tag für Tag gezielte Aktionen und in vierwöchigem Rhythmus Großdemonstrationen in verschiedenen Ortschaften geben.