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Duderstadt Neuer Wohnraum nah am Zentrum von Duderstadt
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13:00 09.08.2019
Die arbeiten am Rohbau der Häuser B bis E auf der Baustelle am Clara-Gerlach-Garten in Duderstadt sind bereits weit fortgeschritten. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

An der Christian-Blank-Straße in Duderstadt entstehen neben dem Clara-Gerlach-Garten neue Wohnungen sowie 47 Tiefgaragenplätze. 2020 soll das Projekt komplett umgesetzt sein. „Wir sind im Zeitplan“, sagt Investor Volkmar Sommerfeld.

Baustelle am Clara-Gerlach-Garten in Duderstadt Quelle: Rüdiger Franke

Dächer eindecken

Die neuen Wohnhäuser werden zukünftig unter den Adressen 8a bis 8e erreichbar sein. „Der Rohbau der Häuser B, C, D und E ist schon fortgeschritten“, erzählt Sommerfeld. Dort sei bereits mit den Putz- und Elektroarbeiten begonnen worden. Die Fenster sind montiert. „Derzeit sind wir dabei, die Dächer einzudecken.“ Ziel sei, die Dächer vor dem Winter fertigzustellen. Verwendet werden Naturziegel in naturrotem Farbton. „Diese Ziegel wurden auch von der Denkmalpflege favorisiert“, sagt der Investor. Sie seien nicht engobiert, also nicht mit einer anderen Farbschicht überzogen.

Baustelle am Clara-Gerlach-Garten in Duderstadt Quelle: Rüdiger Franke

350 Kubikmeter Beton

Bei Haus A ist der Rohbau der Tiefgarage fertiggestellt. „In die Decke der Tiefgarage sind 350 Kubikmeter Beton geflossen“, sagt Sommerfeld. Subunternehmer hätten darüber hinaus 37 Tonnen Eisen darin verbaut. Die Handwerker haben begonnen, den Fahrstuhlschacht zu mauern. Als nächstes sollen die Maurer- und Betonarbeiten für den Aufbau des Hauses beginnen. Die Zufahrt zur Tiefgarage zählt zu den letzten Arbeiten.

Letzte Arbeiten auf der Decke der Tiefgarage Quelle: Rüdiger Franke

Unterschiedliche Höhen

Beim Blick auf die Häuserreihe fällt auf, dass die Dächer unterschiedlich hoch sind. Die Höhe der Häuser ist an den Seiten geringer. „Das war eine der Auflagen“, erklärt Sommerfeld. So füge sich das neue Ensemble in die bestehende Häuserlandschaft der Umgebung ein. Das niedrigste Gebäude ist Haus E, ein Appartmenthaus neben der historischen Stadtmauer. „Das Planungsziel war, mit der Häuserhöhe herunterzugehen, damit der Westerturm mit voller Fassade erkennbar ist.“

Der Westerturm ragt deutlich über das Dach des Appartmenthauses. Quelle: Rüdiger Franke

Schallschutz

„Wir haben großen Wert auf Schallschutz gelegt“, erzählt Sommerfeld. Die Trennwände innerhalb der Häuser seien aus Kalksandtein gemauert. Dazu werden sie mit einer Mineralfaserdämmplatte getrennt. Die Wände würden mindestens 36 beziehungsweise 41 Zentimeter Dicke aufweisen. „Laut DIN würden wir bereits mit 21 Zentimetern auskommen“, so der Investor. Die DIN-Vorschrift fordere eine Lärmdämmung von 52 Dezibel. „Wir liegen mindestens bei 65.“

Digitale Steuerung

Die Fenster besitzen eine Dreifachverglasung, die eine dämmende und schalldämmende Wirkung haben. Die schallgedämmte Scheibe soll Geräusche bis zu 36 Dezibel filtern. „Alle Fenster bekommen auch elektrische Rollläden“, sagt Sommerfeld. Diese werden digital über ein Haussystem angesteuert. „Auf das System können die Bewohner auch über ihr Smartphone zugreifen.“ Zum modernen System zählt auch eine Eingangsüberwachung per Video, die in der Wohnung auf einem Bildtelefon ankommt aber eben auch auf dem Smartphone.

Dämmung

Für die Außenwärmedämmung werden Mineraldämmplatten mit einer Dicke von 16 Zentimetern eingesetzt. „Die sind ökologisch und für den Brandschutz optimal“, erklärt Sommerfeld. „Wir verwenden keinen Styropor und kein Polystyrol.“

Blick aus dem Fenster auf den Westerturm Quelle: Rüdiger Franke

Verkaufsverhandlungen

Insgesamt entstehen 29 Wohnungen in den Häusern A bis E. Die größte ist ein Penthouse mit rund 200 Quadratmetern. In den Dachgeschossen werde über zwei Etagen in Loftwohnungen gewohnt. Es gibt aber auch kleinere Wohnungen ab 70 Quadratmetern. Alle bekommen einen Balkon beziehungsweise eine Terasse. Dazu wird Haus E als Appartment-Einfamilienhaus konzipiert. Die Wohnungen sollen nicht vermietet sondern verkauft werden. „Teilweise sind die Verkaufsverhandlungen bereits weit fortgeschritten“, berichtet der Investor. Etwa ein Drittel der Wohnungen seien davon betroffen.

Planungen für ehemalige Gewerbebrache

In direkter Nachbarschaft zum Clara-Gerlach-Garten entstehen an der Christian-Blankstraße 29 Wohnungen und 47 Tiefgaragenstellplätze. Die Baumaßnahme entstand aus der Idee der Weiterentwicklung einer dort ungenutzten Gewerbebrache. Die Planung gestaltete sich auf dem historischen Areal nicht ganz einfach und dauerte rund zwei Jahre. Auf dem Gelände entdeckten Archäologen Reste des alten Hellergrabens, der früher zur Stadtbefestigung zählte. Darüber hinaus wurden ein weiterer Graben vor dem Hellergraben sowie unter anderem auch ein Tongefäß gefunden. Zusätzlich zur Archäologie mussten die Investoren Doris und Volkmar Sommerfeld auch den Denkmalschutz und die Gartendenkmalpflege des Landes Niedersachsen einbeziehen. Denn der Clara-Gerlach-Garten wird im Bereich der Einfahrt von der Christian-Blank-Straße in der Fläche reduziert, um die Feuerwehr- und Tiefgaragenzufahrt bauen zu können.

Von Rüdiger Franke

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