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Duderstadt Bei Ebergötzen erwischt: Mit Tempo 181 auf der Bundesstraße
Die Region Duderstadt Bei Ebergötzen erwischt: Mit Tempo 181 auf der Bundesstraße
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20:31 10.07.2013
Von Ulrich Lottmann
Tempomessung an der B 27 bei Ebergötzen: Die Höchstgeschwindigkeit auf der vierspurigen Straße ist auf Tempo 100 begrenzt, die Polizei kontrolliert hier immer wieder.
Tempomessung an der B 27 bei Ebergötzen: Die Höchstgeschwindigkeit auf der vierspurigen Straße ist auf Tempo 100 begrenzt, die Polizei kontrolliert hier immer wieder. Quelle: Thiele
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Duderstadt/Ebergötzen

Die hat zwischen 11 und 15.30 Uhr per Lichtschranke die Einhaltung des Tempo-100-Limits in dem vierspurig ausgebauten Bereich kontrolliert. Das Ergebnis: 120 Autofahrer waren zu schnell unterwegs, drei Fahrverbote drohen.

Hintergrund der Tempomessung sind ein erschreckender Anstieg der Unfallszahlen im östlichen Teil des Landkreises Göttingen. Als Reaktion kündigte die Polizei im April 2011 verstärkte Geschwindigkeitskontrollen auf B 27, B 446 und B 247 an und ließ Taten folgen. Die Tempomessung am Dienstag ist die jüngste in einer Reihe von Kontrollaktionen während der vergangenen zwei Jahre.

76 Verwarngelder

Von den 120 am Dienstag geblitzten Autofahrern erhalten 76 Verwarngelder von 30 Euro, weil sie bis zu 20 Kilometer pro Stunde zu schnell unterwegs waren. Bis zu 40 Kilometer pro Stunde zu viel auf dem Tacho hatten 41 Autofahrer und zahlen je nach Geschwindigkeit deutlich mehr. Drei Autofahrer waren mit Tempo 141 und schneller unterwegs und müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Die Temposünder wurden nicht gleich angehalten, sondern erfahren demnächst durch Bußgeldbescheide von der Geschwindigkeitskontrolle.

Der mit Tempo 181 geblitzte Autofahrer war der Spitzenreiter dieser Messung. Den Spitzenwert an dieser Stelle wurde jedoch 18. Juli 2012 gemessen: Damals war am späten Abend ein Raser mit Tempo 200 in der Tempo-100-Zone unterwegs.

Folgen eines Frontalcrashs

Die Geschwindigkeitsbegrenzung in diesem gut ausgebauten Bereich begründet Hermann Niesen von der Duderstädter Polizei mit der fehlenden baulichen Trennung der Gegenfahrbahnen. Sie wird nur durch eine durchgezogene weiße Linie markiert. „Die Folgen eines Frontalcrashs will man sich schon bei Tempo 100 nicht vorstellen. Wenn beide dann noch schneller unterwegs sind...“, lässt Niesen den Satz unvollendet.

Nach wie vor sei nicht angepasst Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle mit Personenschaden, so Niesen weiter: „Ziel der Polizei ist es, die Zahl der Verkehrsunfälle mit schweren Folgen zu senken.“ Deshalb werde es auch in Zukunft Kontrollen geben, kündigt Niesen an.

Er argumentiert, durch wiederholte Tempomessungen auf allen Straßen im Bereich des Kommissariats werde die Aufmerksamkeit der Autofahrer erhöht, weil diese immer mit Kontrollen rechnen müssten. „Es muss damit gerechnet werden, dass wir an jeder Stelle, zu jeder Tages- und Nachtzeit messen“, bringt Niesen es auf den Punkt.

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