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Duderstadt Beim Hallenbad schwimmen die Kosten davon
Die Region Duderstadt Beim Hallenbad schwimmen die Kosten davon
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18:54 29.11.2010
Gut besucht, aber teuer: Für einen kostendeckenden Betrieb des Rhumspringer Bades müsste der Eintritt verdreifacht werden.
Gut besucht, aber teuer: Für einen kostendeckenden Betrieb des Rhumspringer Bades müsste der Eintritt verdreifacht werden. Quelle: Claus
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Vor diesem Hintergrund hatte der Kämmerer der Samtgemeinde Gieboldehausen vorgeschlagen, diese – wie auch kostenintensive Einrichtungen anderer Mitgliedsgemeinden (siehe Infokasten) – auf die Samtgemeinde zu übertragen. Dieser Vorschlag wurde nun im Rat der Gemeinde Rhumspringe diskutiert.
Dort wurde zwar das Ziel der Haushaltskonsolidierung begrüßt. Der von Moneke vorgezeichnete Weg fand im Rat Rhumspringe jedoch noch keine Zustimmung. Derzeit sieht man dort noch keine Notwendigkeit zu den vorgeschlagenen Handlungsschritten.

Dabei wird von den Gemeinderatsmitgliedern eingeräumt, dass das gut besuchte Hallenbad in Rhumspringe eine wesentliche Rolle im Konsolidierungskonzept der Samtgemeinde spielen wird. Deshalb werde man hier noch nicht in 2011, aber innerhalb der nächsten drei Jahre eine Lösung finden müssen. Bürgermeister Franz Jacobi (CDU): „Es ist jetzt schon klar, dass uns das Schwimmbad im kommenden Jahr einen satten Fehlbedarf bescheren wird, was unter anderem auch an der Einführung des neuen Haushaltssystems liegt. Es stellt sich nun die Frage, wie es letztendlich weiter gehen wird mit dieser recht gut frequentierten kommunalen Einrichtung“.

Eine Erhöhung der Eintrittspreise zur Deckung des Fehlbedarfs hält Jacobi nicht für umsetzbar. Wolle man einen kostendeckenden Preis erreichen, müsste dieser verdreifacht werden, rechnet der Bürgermeister vor. Das aber werde die Kundschaft sicherlich nicht akzeptieren, ist er überzeugt. Da eine andere Lösung bei derzeitigem Diskussionsstand aber auch nicht in Sicht ist, wird das Hallenbad und seine Kostenlast vorerst noch Problemthema Nummer eins bleiben für Rhumspringe.

Von Sebastian Rübbert

Kontroverse Debatte zu Moneke-Papier

Defizitäre Einrichtungen wie das Rhumspringer Hallenbad oder auch Kindergärten, Sport- und Mehrzweckhallen, Dorfgemeinschaftshäuser und Bauhöfe in anderen Mitgliedsgemeinden sollten auf die Samtgemeinde übertragen werden. Das ist Kern eines Papiers von Georg Moneke, Finanzchef in der Verwaltung der Samtgemeinde Gieboldehausen. Die Sparpläne des Kämmerers werden kontrovers diskutiert. Denn die Gemeinden wären zwar die Kosten, aber auch die Verfügungsgewalt über die Einrichtungen los.

Im Oktober hatte Samtgemeindebürgermeister Reinhard Grobecker (CDU) die Mitgliedsgemeinden schriftlich um eine Stellungnahme zu dem Moneke-Papier gebeten, ohne sich selbst hinter die Vorschläge seines Kämmerers zu stellen. Rhumspringe hat nun entschieden, dem Papier nicht zuzustimmen. Ein eindeutiges Nein sei schon zuvor aus den Räten der Gemeinden Wollbrandshausen und Wollershausen gekommen, teilt Moneke auf Anfrage mit. lo