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Duderstadt Pläne rund um den Kreisel
Die Region Duderstadt Pläne rund um den Kreisel
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14:17 04.02.2017
Von Nadine Eckermann
Im Bereich der Schinangerbrücke soll ein Kreisel gebaut werden. Betroffen ist davon auch die Wache der Stützpunktfeuerwehr. Quelle: Archiv
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Duderstadt

Nolte berichtete den Mitgliedern der Schwerpunktfeuerwehr und Gästen aus einem internen Arbeitsgespräch, das am Freitag stattgefunden habe, und in dem das Thema in seinem Gesamtzusammenhang betrachtet worden sei. Denn am benötigten Erweiterungsbau hingen eine ganze Reihe anderer Vorhaben.

Ortsumgehung und Kreisel

Da sei zum einen der Bau der Ortsumgehung, die auch für den Feuerwehrstandort von "Riesenbedeutung" sei. Eine straßenbauliche Veränderung sei zudem direkt vor der Tür der Feuerwehr geplant: Im Bereich der Schindangerbrücke, also an der Kreuzung Schützenring/Abzweig Wolfsgärten, soll ein Kreisverkehrsplatz entstehen. "Solche Planungen brauchen Zeit", sagte Nolte. Aber sie gingen voran. Schließlich sei das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen und die Baugenehmigung erteilt. Innerhalb der kommenden beiden Wochen seien Gespräche mit Vertretern der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Goslar, vorgesehen. "Dann reden wir über Details."

Rewe-Markt und Minigolfanlage

Ebenfalls in die Planungen mit einbezogen werden müsse, dass der Rewe-Markt an der Kreuzung noch in diesem Jahr abgerissen und neu gebaut werden solle. Es sei eine erfreuliche Nachricht, dass die Besitzerfamilie und der Betreiber sich für eine Investition  in Duderstadt entschieden hätten. Gespräche zur Umsetzung der Pläne liefen bereits. Auf der gegenüberliegenden Seite müsse eine Lösung für die Minigolfanlage her: "Sie hat seit vielen Jahren ihren Platz dort, aber bleiben kann sie nicht", sagte Nolte. Grund sei nicht allein der Kreiselbau. Auch die Erreichbarkeit der Parkplätze sei kaum gegeben an der stark befahrenen Straße. Wozu der Platz genutzt werden solle, sei noch nicht festgelegt. Überlegungen seien, eine Rasenfläche zu schaffen oder den Platz der Caritas zur Verfügung zu stellen. Weichen müsse auch ein Gebäude an der Ecke zur Ziegeleistraße. Dessen Eigentümer habe sich kooperativ gezeigt, diese Frage sei stadtseitig geklärt, sagte Nolte, der Ball liege nun beim Land Niedersachsen.

Vergrößerung auf Freibadgelände

"Jetzt können wir konkreter werden", fasste Nolte den Stand der Dinge zusammen: In den Haushaltsberatungen für das Jahr 2017 müsse die Frage der Mittel geklärt werden. Außerdem bedeute eine Vergrößerung der Feuerwehrwache, dass Teile des Freibadgeländes zur Verfügung gestellt werden müssten. Dort wiederum müsse bedacht werden, dass sich der Bereich im Überschwemmungsgebiet befinde. "Welche Fläche braucht man, um auf das Grundstück und schnell auf die Fahrzeuge zu kommen?", solche Fragen gelte es noch zu klären. Zudem müssten Baugrunduntersuchungen in Auftrag gegeben werden. Einen Antrag für einen Mittelansatz im Haushalt werde er dem Fachausschuss vorschlagen.

Feuerwehr unter Zeitdruck

Das Projekt "Anbau für die Feuerwehrwache" habe eine Größenordnung, die saubere Planungen verlange, sagte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) am Freitag. "Wir reden hier über ein paar Millionen Euro." Er gehe aber davon aus, dass erste "und nachvollziehbare Schritte" jetzt gegangen werden könnten. Dies dürfte auch im Sinne des Ortsbrandmeisters Thorsten Krone und des Stadtbrandmeisters Kai Walter sein. Beide wiesen noch einmal auf die Dringlichkeit der Erweiterung der Wache hin. "Wir haben uns als Wehrführung in großer Geschlossenheit mit vielen anderen Partnern dazu entschieden, hier am alten Standort weitermachen zu wollen." Durch diese Entscheidung spare die Stadt rund drei Millionen Euro gegenüber einem Neubau ein. Jetz sei es an der Zeit, die Leistung der Ehrenamtlichen zu würdigen und sie angemessen auszurüsten. Derzeit sei dies nicht der Fall, erklärte Krone: "Eines unserer Fahrzeuge steht draußen. Durchgehend, zu jeder Jahreszeit." Im Winter bedeute dies: Eiskratzen. 2018 oder 2019 werde die Situation noch verschärft, da laut Feuerwehrbedarfsplan zwei Großfahrzeuge ersatzbeschaffen würden, die nicht mehr in das bestehende Gerätehaus passen werden. "Wenn bis dahin der Anbau nicht steht, brauchen wir ein Zelt." ne