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Duderstadt Bischof: Gläubige sollen bei Wahlen aufkreuzen
Die Region Duderstadt Bischof: Gläubige sollen bei Wahlen aufkreuzen
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16:49 05.11.2010
2014 stehen die Gemeindefusionen an: Eine hohe Wahlbeteiligung stärkt die Verhandlungsposition der Gemeindevertreter.
2014 stehen die Gemeindefusionen an: Eine hohe Wahlbeteiligung stärkt die Verhandlungsposition der Gemeindevertreter. Quelle: SPF
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Wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Gemeinde, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben und ihren Hauptwohnsitz im Bereich der Pfarrgemeinde haben. Die Amtszeit der gewählten Vertreter beläuft sich auf vier Jahre. Bestimmt wird zum einen die Zusammensetzung des Kirchenvorstands. Das Gremium, das für die finanziellen Angelegenheiten zuständig ist, stellt unter anderem den Haushaltsplan auf und prüft die Jahresrechnung. Der Pfarrgemeinderat gestaltet dagegen zusammen mit dem Pfarrer das Gemeindeleben. Er befasst sich vor allem mit den seelsorgerischen Aktivitäten der Gemeinde.

Beide Gremien, betont Bischof Norbert Trelle, kümmern sich darum, dass vorhandene Not gelindert wird, dass die Kirche sich an der Gestaltung der Gesellschaft beteiligt, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene Glaubensbildung und Orientierung erfahren, dass die Gegenwart des Auferstandenen gefeiert wird. Je mehr Menschen sich an der Wahl der beiden Gremien beteiligen, desto stärker wirkt das Mandat der Gewählten, so der Bischof.

Diesen Aspekt betont auch der Duderstädter Dekanatsreferent Martin Grosche, der im Untereichsfeld die Abhaltung der Wahlen unterstützt. „Eine gute Wahlbeteiligung stärkt den Gewählten den Rücken für ihre nicht leichten Aufgaben“, sagt er. Er hofft, dass die Wahlbeteiligung höher ausfällt, als 2006. Damals lag sie je nach Gemeinde zwischen 20 und 48 Prozent. Grosche macht auf die im Jahr 2014 anstehenden Gemeindefusionen aufmerksam. Sie müssen sorgfältig vorbereitet werden.

Durch eine hohe Wahlbeteiligung zeigen die Laien, dass sie die Zukunft der Kirche mitgestalten wollen. Grosche: „Wir machen deutlich, dass wir nicht auf der Zuschauerbühne sitzen und die Mannschaft auf dem Feld kritisieren, sondern dass wir uns selbst einwechseln lassen.“ Im Untereichsfeld gab es bislang 29 Gemeinden mit insgesamt 30 000 Katholiken. Im September sind bereits fünf Gemeinden in der Seelsorgeeinheit Germershausen zusammengegangen. Sie wählen nur einen Kirchenvorstand und einen Pfarrgemeinderat. Die Gemeinde Duderstadt wählt erst im kommenden Jahr. Sie will zunächst einmal ihren neuen Propst kennenlernen.

Die Wahlen finden nicht nur im Bistum Hildesheim, sondern auch im Bistum Osnabrück und im Erzbistum Hamburg statt. Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte gibt es seit 40 Jahren, so Grosche.

Von Michael Caspar