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Duderstadt Beitrag für die Allgemeinheit
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11:00 31.12.2017
Termin des DRK in der Astrid-Lindgren-Schule Duderstadt: Fritz Rüffert aus Westerode spendet Blut. Quelle: Bänsch
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Duderstadt

Täglich werden den Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zufolge hierzulande rund 15 000 Blutspenden benötigt. 104 Eichsfelder haben beim letzten Blutspendetermin des Jahres in Duderstadt einen Beitrag dazu geleistet, dass der Bedarf gedeckt wird.

Fünf Mal im Jahr richtet der DRK-Ortsverein Duderstadt einen solchen Termin in der Astrid-Lindgren-Schule aus, erklärte Fritz Rüffert, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Kreisverbandes und ergänzte: „Wer einmal hier war, bekommt als Erinnerung eine persönliche Einladung“. Bei jedem Termin seien ein Team des DRK-Blutspendedienstes Springe und ein Arzt anwesend.

Nach Betreten der Schule zeigten die Teilnehmer an der Aufnahme den Personalausweis und ließen ihren Blutspendeausweis einscannen. „Damit lässt sich der Spender identifizieren und man weiß, wie oft er schon zum Spenden hier war“, erläuterte Rüffert.

Teilnehmer füllen Fragebogen aus

Anschließend füllten die Teilnehmer einen Fragebogen aus, auf dem sie Auskunft zu ihrem Gesundheitszustand gaben. Gefragt wurde unter anderem nach früheren Krankheiten, Operationen, welche Medikamente der Befragte einnimmt und ob er derzeit in ärztlicher Behandlung ist.

An der nächsten Station wurden Temperatur und der Blutfarbstoff gemessen, der wichtige Informationen über die Qualität des Blutes liefert. Der Arzt checkte den allgemeinen Gesundheitszustand, maß Blutdruck und Puls und fragte die Teilnehmer, ob alles in Ordnung sei und sie den Ablauf der Spende verstanden hätten. Dann bekamen sie den mit einem speziellen Barcode versehenen Spendebeutel, Teströhrchen und Schlauchmaterial ausgehändigt. In einer Art offenen Wahlkabine kreuzte der Spender anschließend geheim an, ob sein Blut auch verwendet werden dürfe. So müsse sich niemand in einer Gruppensituation „outen“, dass er eine Krankheit habe, erläuterte Rüffert den Hintergrund.

Nachdem die Spender auf einen zugewiesenen Stuhl Platz genommen hatten, setzten Mitglieder des Blutspendedienstes die Kanüle am Arm an. Rund ein halber Liter Blut wurde in den kommenden fünf bis zehn Minuten entnommen.

Die Spenden kämen in ein Labor nach Springe. Das Blut werde dort untersucht, in seine Bestandteile aufgeteilt und könne von Krankenhäusern abgerufen werden, berichtete Karsten Harmening, Gebietsreferent des DRK-Blutspendedienstes. Ein Großteil der aus einer Vollblutspende gewonnenen Präparate werde in der Krebstherapie angewandt, erläuterte er und ergänzte: „Viele meinen immer noch, Unfälle und Verletzungen stünden ganz oben, das ist nicht so.“

Spender sind relativ alt

Die Spender seien im Schnitt „relativ hoch im Alter“. Mit Aktionen unter anderem in Berufsschulen werde versucht, junge Menschen an die Blutspende heranzuführen. Das Spenden bezeichnete er als „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, es gebe aber immer noch „Angst vor dem Nadelstich“. Der demografische Wandel und der wachsende Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung führten dazu, dass die Zahl der benötigten Blutpräparate zunehme. „Die Versorgungssicherheit können wir nur gewährleisten, wenn viele Leute zum Blutspenden kommen“, betonte der Gebietsreferent. Zwischen zwei Spenden müsse ein Zeitraum von acht Wochen liegen.

Der Rekordspender im Bereich des DRK-Ortsvereins Duderstadt sei bislang zu 125 Terminen gekommen, berichtete Vorsitzender Wolfgang Rudolph. Die fünf Termine in diesem Jahr seien von 650 Teilnehmern besucht worden, die rund 260 Liter Blut gespendet hätten, sagte Doris Remin vom Ortsverein.

Im Durchschnitt kämen 89 Spender zu einem Termin in Duderstadt, so Markus Baulke, Sprecher für den DRK-Blutspendedienst in Niedersachsen. In kleineren Ortschaften hingegen seien es ihm zufolge deutlich weniger. Trotzdem sieht er im flächendeckenden Blutspendedienst eine der Stärken des Roten Kreuzes: „Wir fahren in die Fläche, andere Blutspendedienste sind in den Städten aktiv“, betonte Baulke. Eine Konkurrenz sieht er beispielsweise im Blutspendedienst der Universitätsmedizin Göttingen, wo Spender eine Aufwandsentschädigung erhalten, nicht. Zudem hielten nach seinen Angaben viele Spender dem DRK aus Tradition die Treue. „Wir haben überall Dauerspender“, sagte Baulke.

„Ich möchte anderen Leuten helfen“, betonte Franz-Joachim Böning, der zum Blutspendetermin in Duderstadt kam. Es sei ein „ganz normaler Vorgang“, betonte der 65-Jährige aus Fuhrbach und ergänzte: „Man geht ja auch zum Arzt und lässt sich eine Spritze geben.“

„Ich möchte für die Allgemeinheit etwas tun, es wird ja Blut gebraucht“, berichtete Matthias Wenig. Der 58-jährige Duderstädter betonte, dass er bereits mehr als 60 Mal beim Blutspenden gewesen sei. Das erste Mal dabei war Julie Plumenbaum aus Tiftlingerode. „Es war nicht schlimm, ich werde wiederkommen“, kündigte die 20-Jährige an.

Von Axel Artmann und Christoph Höland

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