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Duderstadt Brand im Dachgeschoss
Die Region Duderstadt Brand im Dachgeschoss
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19:54 07.11.2010
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Als der Alarm gegen 2.10 am Sonnabend einging, war das Feuer offensichtlich noch gar nicht entdeckt worden. Im Reihenendhaus Bergstraße 2, in dem drei Mietparteien untergebracht sind, hatten nach bislang unbestätigten Zeugenaussagen Bewohner der mittleren Etage den Rettungsdienst gerufen, da sie aus der Drei-Zimmer-Dachwohnung wohl Rufe und Geräusche gehört hatten. Dort wohnte der 44-jährige Mann allein und zurückgezogen. Mit der Ankunft des Rettungsteams nur wenige Minuten später sei dann Rauch im Treppenhaus entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert worden.

Gegen 2.25 Uhr traf die Freiwillige Feuerwehr Gieboldehausen mit 24 Einsatzkräften in der Bergstraße ein. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden die Duderstädter Wehr mit zehn Mitgliedern, Drehleiter und Wärmebildkamera sowie die Ortswehr Rollshausen mit ebenfalls zehn Brandschützern nachalarmiert.

Mit schwerem Atemschutz ausgerüstet machten sich die Rettungskräfte auf die Suche nach dem 44-Jährigen. Obwohl der Gieboldehäuser nach nur neun Minuten von den Rettungstrupps aus seinem brennenden Wohnzimmer geborgen werden konnte, kam für ihn jede Hilfe zu spät. Vor Ort konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Ob der Mann an einer Rauchvergiftung oder seinen schweren Brandverletzungen starb, muss jetzt eine Obduktion klären.

Während des Rettungseinsatzes war die Atemschutzmaske eines 21-jährigen Feuerwehrmannes aus Gieboldehausen verrutscht. Da er nach dem Einsatz unter Atemnot und Husten litt, wurde er ins Duderstädter Krankenhaus eingeliefert. „Ihm geht es aber schon wieder gut, er konnte am Sonnabend bereits gesund entlassen werden“, teilte der Gieboldehäuser Gemeindebrandmeister Claus Bode auf Tageblatt-Anfrage mit.

Zur Brandursache konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Ersten Ermittlungen zufolge, war ein Zweisitzer-Sofa im Wohnzimmer in Flammen aufgegangen. Das Feuer hatte sich offensichtlich so schnell in der ganzen Wohnung ausgebreitet, dass dem 44-Jährige keine Chance blieb, zu flüchten. Der Brand konnte von den Feuerwehrleuten innerhalb kürzester Zeit gelöscht werden, so dass Fassade und Dachstuhl des Hauses kaum in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Der Unglücksort wurde von der Polizei abgesperrt. Erst am heutigen Montag, 8. November, werden Ermittler in der ausgebrannten Wohnung nach Hinweisen auf die Ursache des Feuers suchen. Die Schadenshöhe wird mit 50 000 Euro angegeben.

Von Anne Eckermann

Aus Rücksicht auf Opfer und Angehörige wurde die Kommentarfunktion für diesen Artikel gesperrt.