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Duderstadt Braunbärin Doro findet Schutz im Bärenpark in Worbis
Die Region Duderstadt Braunbärin Doro findet Schutz im Bärenpark in Worbis
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00:20 11.06.2019
Die neue Bärin Doro in der Quarantänestation im Bärenpark in Worbis  Quelle: r
Worbis

Happy-End für die Braunbärin Doro: Nachdem der Zoo im spanischen Ayamonte im Januar geschlossen worden war, waren einige Tiere sich selbst überlassen worden. Tierschützer nahmen sich den Vierbeinern an, zuletzt blieben einzig die Bären Doro und Daria ohne neue Unterkunft. Diese Tiere haben nun im deutschen Tierschutz Zuflucht gefunden. Braunbärin Doro lebt ab sofort im Bärenpark Worbis, Daria in Bad Rippoldsau-Schapbach im Schwarzwald, beide werden von der Stiftung für Bären betreut, die die jeweiligen Parks betreibt.

Die Stiftung engagiert sich für eine artgerechte Haltung. Quelle: r

Stiftung sucht Paten

„Die Mitarbeiter hatten den Zoo verlassen und die Tiere wurden nicht mehr versorgt“, erzählte Christopher Schmidt, Pressesprecher der Stiftung. „Wir hatten kaum Zeit zu handeln, in Spanien sind jetzt 40 Grad im Schatten, da hätten wir keine drei oder vier Wochen mehr warten können.“ Aus diesem Grund sei der Verein in Vorleistung gegangen und habe sich der Problematik angenommen, ohne die Finanzierung vorab zu sichern. Mittlerweile sind die ersten Patenschaften unterzeichnet, es fehlt aber noch an Unterstützung, um die Versorgung von Dora und Daria langfristig zu gewährleisten. Daher wird nach Spendern und Paten gesucht. Eine Patenschaft unterscheide sich von einer Spende darin, dass ein regelmäßiger Beitrag für ein konkret benanntes Tier gezahlt werde, erläuterte Schmidt. Für eine Laufzeit von einem Jahr könne man eine solche Patenschaft auch verschenken.

Doro inspiziert die Quarantänestation Quelle: r

Bärenleben im Freigehege

Bärin Doro muss nun erst einmal bis zu sechs Wochen in Quarantäne verweilen, danach soll sie im Worbiser Freigehege vergesellschaftet werden. „In Absprache mit dem Veterinäramt kann diese Zeit vielleicht auch verkürzt werden“, so Schmidt. Bisher sei das Tier sehr ruhig. „Sie hat typische Zootier-Anwandlungen“, erklärte Schmidt. Wenn in einem Gehege kein Waldboden, sondern nur Beton und Sand vorhanden sei, säßen sich die Bären buchstäblich den Popo platt. Doras Fell ist zudem struppig, doch das soll sich im Worbiser Waldstück ändern: „Gestrüpp wirkt wie ein Kamm“, so Schmidt. Auch Bewegung wird die Bärin lernen müssen: „Wenn ein Bär immer gefüttert wird, sitzt er nur da und guckt in die Gegend.“ In Worbis werden die Tiere daher mit Wölfen sozialisiert und so animiert „wieder Bär zu sein“. „Wenn der Bär nicht schnell genug ist, klaut der Wolf das Futter. Also müssen die Tiere wieder merken, dass sie Bären sind, größer und schneller im Antritt.“

Von Claudia Bartels

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