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Duderstadt Angst vor Wasserschutzgebiet Obernfeld
Die Region Duderstadt Angst vor Wasserschutzgebiet Obernfeld
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17:00 08.02.2019
Das geplante Wasserschutzgebiet Obernfeld soll auch die Ortslage Breitenberg einschließen. Quelle: Christina Hinzmann
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Breitenberg / Obernfeld

 Hitzige und zum Teil lautstarke Diskussionen löste das geplante Wasserschutzgebiet Obernfeld während der jüngsten Ortsratssitzung in Breitenberg aus: In der Einwohnerfragestunde äußerten mehrere Bürger erhebliche Bedenken gegen die Planungen.

Noch keine Unterlagen vom Landkreis

Ortsbürgermeister Roland Pahl (CDU) versuchte mehrfach, die Anwohner zu beruhigen. „Vom Landkreis liegen dazu noch keine konkreten Unterlagen vor“, betonte er mehrfach. Landwirt Hermann Deppe hatte sich mehrfach zu Wort gemeldet und dem Ortsrat in dieser Angelegenheit jahrelange Untätigkeit vorgeworfen; er verlangte, dass sich das Gremium schriftlich gegen die Planungen positionieren und dies auch beim Landkreis hinterlegen soll. Denn ein Wasserschutzgebiet, das auch die Ortslage Breitenberg betreffe, könne laut Deppe nicht nur für die Landwirte, sondern für alle Einwohner ein Problem werden. Er befürchte unter anderem, dass auf dem Friedhof künftig keine Erdbestattungen mehr möglich sein könnten und dass Grundstückseigentümer bei Umbauten deutlich höhere Auflagen zu erfüllen hätten als bisher.

„Keine unbegründeten Ängste schüren“

„Die Anmerkungen von Herrn Deppe basieren auf allgemeinen Auflagen eines Wasserschutzgebietes. Solange aber noch kein offizielles Schriftstück des Landkreises vorliegt, in dem die Auflagen für Breitenberg definiert sind, wird sich der Ortsrat nicht an Diskussionen beteiligen, die gegebenenfalls unbegründete Ängste in der Bevölkerung schüren würden“, betonte Pahl auf Nachfrage. „Sobald wir eine offizielle Ausarbeitung haben, die wir bewerten können, werden wir tätig werden und kurzfristig eine Informationsveranstaltung organisieren“, kündigte der Ortsbürgermeister schon während der Sitzung an.

Eine solche Infoveranstaltung hätte nach Ansicht Deppes und einiger Mitstreiter längst stattfinden müssen. Doch auch hier widersprachen Ortsratsmitglieder vehement: „Was wollt ihr eine Veranstaltung machen, wenn noch gar nicht klar ist, worüber wir reden?“, entgegnete etwa Kerstin Dornieden (CDU). Laut Deppe werde es zu spät sein, wenn die Planungsunterlagen erst einmal vorliegen.

Betroffene können Einwendungen erheben

In diesem Punkt widerspricht allerdings nicht nur der Ortsrat, sondern auch der Landkreis Göttingen. Für das Wasserschutzgebiet Obernfeld, das sich auch über die Ortslage Breitenberg erstrecken werde, liege noch kein vollständiger Antrag beim Landkreis vor, wie Sprecher Ulrich Lottmann erklärte. „Grundsätzlich kann ich erläutern, dass in einem solchen Verfahren der Antrag und der Verordnungsentwurf öffentlich ausgelegt werden“, so Lottmann. Somit habe jeder Betroffene Gelegenheit, sich zu informieren und Einwendungen zu erheben. Und: „Der Landkreis wird anschließend zu einem Erörterungstermin einladen, bei dem die Einwendungen behandelt werden. Nach Durchführung des Verfahrens wird die Wasserschutzgebietsverordnung schließlich dem öffentlich tagenden Kreistag zur Beschlussfassung vorgelegt.“ Zum Thema Friedhof betonte der Landkreis-Sprecher, dass hier sogar ein „Rechtsanspruch auf den Weiterbetrieb“ bestehe.

Von Markus Riese

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