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Duderstadt Briefwahl-Rekord zur Bundestagswahl im Eichsfeld
Die Region Duderstadt Briefwahl-Rekord zur Bundestagswahl im Eichsfeld
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20:14 19.09.2013
Von Kuno Mahnkopf
Quelle: Ressing/dpa/lno (Symbolfoto)
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Duderstadt/Gieboldehausen

Nach mehr als 1000 verschickten Briefwahlunterlagen für die Bundestagswahl musste die Samtgemeinde sogar Formulare nachordern, zur Überbrückung Duderstadt um Schützenhilfe bitten.

Bis Donnerstagmittag haben in Duderstadt 2786 und damit mehr als 16 Prozent von 17 234 Wahlberechtigten von der Briefwahl-Möglichkeit Gebrauch gemacht – in der Kernstadt ein höherer Anteil als in den Dörfern. In der Samtgemeinde Gieboldehausen waren es 1673 (14,8 Prozent) der 11 284 Wahlberechtigten – so viele wie nie zuvor.

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Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren lag die Briefwahl-Quote in Duderstadt  bei 13,5 Prozent, in der Samtgemeinde bei 12,6 Prozent. Bei der Landtagswahl 2013 verzeichnete Duderstadt zehn Prozent Briefwähler, bei der Europawahl 2009 rund 6,5 Prozent, bei der Kommunalwahl 2011 rund 11,5 Prozent, ebenfalls mehr als 2006.

Wahlschein Nummer 2000 geht in die USA

„Wie bei Kommunalwahlen gab es auch bei Bundestagswahlen immer schon relativ viele Briefwähler, es werden aber immer mehr“, sagt der Duderstädter Wahl-Sachbearbeiter Klaus Akuscheska und hofft, dass der Briefwahl-Boom von einer hohen Wahlbeteiligung am Sonntag gefolgt wird.

Wie Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU), die am Sonntag alle 17 Wahllokale aufsuchen will, appelliert auch Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), vom Wahlrecht Gebrauch zu machen. „So wie es auch Elisabeth Fleitmann tun wird, die vor einigen Tagen ihr 102. Lebensjahr vollendet hat“, merkt Nolte an.

Der Duderstädter Wahlschein mit der Nummer 2000 wurde übrigens an einen in den USA lebenden Duderstädter versandt. Auch die Samtgemeinde hat mehrere Vordrucke ins Ausland verschickt.

Frist endet

Im Duderstädter Stadthaus und im Gieboldehäuser Rathaus besteht noch bis zum Freitag um 18 Uhr die Möglichkeit, die barrierefreien Briefwahlbüros anzusteuern und dort seine Stimme abzugeben. Danach gilt eine Notfallregelung: Wer plötzlich erkrankt, kann mit ärztlichem Attest noch bis 15 Uhr am Wahlsonntag Briefwahlunterlagen beantragen und von einer Vertrauensperson mit schriftlicher Vollmacht abholen lassen.

Die Stimmzettel können dann bis 16 Uhr im Stadthaus, in Gieboldehausen bis 14.45 Uhr abgegeben werden, um noch via Kurier beim Kreiswahlleiter in Göttingen zu landen. Ansonsten müssen sich die Betroffenen selbst darum kümmern, dass die Wahlscheine bis 18 Uhr im Kreishaus sind, wo die Briefwahl für den ganzen Wahlkreis ausgezählt wird.