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Duderstadt Brotmuseum beendet erfolgreiche Saison mit Keksebacken
Die Region Duderstadt Brotmuseum beendet erfolgreiche Saison mit Keksebacken
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13:00 02.12.2019
Spekulatius darf in der Vorweihnachtszeit nicht fehlen - auch nicht im Brotmuseum. Quelle: r
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Ebergötzen

Zum Saisonabschluss des Jahres 2019 hat das Europäische Brotmuseum in Ebergötzen noch einmal den Ofen glühen lassen. Die traditionelle Keksbackaktion zog wieder viele Besucher aus Nah und Fern an, um an historischer Stätte Weihnachtsplätzchen und Spekulatius zu backen. Das Museum öffnet für Einzelpersonen wieder am 1. März, Gruppen ab 15 Personen können nach Voranmeldung auch im Winter kommen.

14800 Besucher vermeldet das Museum in diesem Jahr, „das sind 300 mehr als im Vorjahr“, sagt Verwaltungsmitarbeiterin Michaela Henning. Darunter waren etwa 9000 Erwachsene, 1800 Familien sowie 4000 Kinder, Schüler und Vereine. Hoch im Kurs stehen mittlerweile auch Betriebsausflüge ins Brotmuseum: „Das wird immer mehr, gern auch in Kombination mit Weihnachtsfeiern.“ Nach der Führung durch die Entstehungsgeschichte des Brotes können die Besucher im Café Auszeit eine solche einlegen.

3000 Ausstellungsstücke

Im Museum sind mehr als 3000 Exponate aus 30 Themenkreisen ausgestellt. Die Geschichte des 8000 Jahre alten Grundnahrungsmittels in Kunst, Kultur und Brauchtum wird visualisiert und erläutert. Von der Pharaonenzeit bis zu den ersten Bauern über Bronze- und Eisenzeit bis zum Mittelalter und der Neuzeit finden sich Ausstellungsstücke im Europäischen Brotmuseum.

Im historischen Freigelände können die Besucher die funktionstüchtige Bockwindmühle und Wassermühle, Getreide- und Kräutergarten und originalgetreu nachgebauten Brotbacköfen aus Steinzeit, Römerzeit und aus dem Mittelalter und Neuzeit bestaunen. Ebenfalls lohnend: die Parkanlage mit altem Baumbestand und mittelalterlichem Wehr- und Wohnturm. Und durch die „sehr gute Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Busch-Mühle“ könne man problemlos einen ganzen Tag dort verbringen. Dieses Angebot schont dank einer Kombi-Eintrittskarte auch den Geldbeutel.

Backaktion wird gut angenommen

Vermehrt nehmen auch Wandergruppen das Brotmuseum ins Visier – schließlich markiert es den Endpunkt des „schönen Wanderwegs durch das Weißwassertal“. Das Museum sorgt für viel Abwechslung: So wird an schönen Frühlings- oder Sommertagen auch schonmal der Holzofen vor dem Café angefeuert. Am Mühlentag beteiligt sich das Museum ebenso wie am Internationalen Museumstag mit speziellen Aktionen. Auch sehr erfolgreich lief in dieser Saison die Sonderausstellung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Theater. „Hinter den Kulissen“ sei auch für Kinder sehr interessant, erläutert Henning.

Gebäck zum Essen oder an den Baum hängen. Quelle: r

Besonders die Backaktionen in der Vorweihnachtszeit würden so gut angenommen, dass sich die Museumsleitung entschied, in diesem Jahr gleich zwei spezielle Termine anzubieten. So wurde diesmal gesondert weihnachtliches Dekogebäck hergestellt, „das kann man essen oder sich an den Baum hängen“, erklärt Henning. Am letzten Öffnungstag des Jahres stand dann wieder das Keksebacken an.

Probieren und Verkosten

„Unsere Bäckerin hat dafür verschiedene Teige vorbereitet, die man in der heimischen Küche so nicht machen würde“, sagt Henning. Dann durften die Besucher selbst Hand an die Förmchen anlegen: Die Kekse wollten schließlich ausgestochen werden, bevor sie in den Ofen kamen. Natürlich wurde auch fleißig probiert und experimentiert, sodass einige sich beinahe schon am Teig satt gegessen hatten, bevor die große Keksverkostung anstand.

Die finanzielle Situation des Museums sei dennoch „sehr angespannt“, teilt die Verwaltungsmitarbeiterin mit. Für 2020 wurde ein neues Sponsoren- und Förderkonzept erarbeitet. Zudem werde dann verstärkt auf Sponsorensuche gegangen.

Aktionen im Jahr 2020

Auch im nächsten Jahr hat das Europäische Brotmuseum wieder einige Ausstellungen und Veranstaltungen geplant. So wird eine Sonderausstellung zum Thema „BrotZeit – schneiden, essen, aufbewahren“ geben. Zudem wird das Museum 50 Jahre alt und feiert den runden Geburtstag gebührend. Der Festakt steht am 8. Mai an, eine große Jubiläums-Feier mit den Besuchern ist für den 10. Mai geplant.

Weiter werden sich viele Bäckereien aus der Umgebung mit Schauback-Aktionen in der historischen Backstube vorstellen. Ebenfalls interessant: Ein ganz spezielles Ausstellungsstück aus Mollenfelder Zeiten kommt aus Ulm zurück ins Brotmuseum. Viele Sonderveranstaltungen stehen ebenfalls auf dem Programm, die genauen Termine jedoch noch nicht.

Das Europäische Brotmuseum, Göttinger Straße 7, öffnet wieder am 1. März für Einzelbesucher, Gruppen ab 15 Personen finden nach Voranmeldung unter Telefon 05507 999498 auch im Winter Eintritt. Das Museum ist komplett barrierefrei und somit auch für Rollstuhlfahrer geeignet.

Von Tobias Christ

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