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Duderstadt Wie geht es weiter am Schindangerkreisel in Duderstadt?
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15:55 16.07.2019
Bau der ersten Brücke für den Schindangerkreisel in Duderstadt Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

Zurzeit entsteht gerade das erste Brückenbauwerk. „Die Widerlagerbalken sind mittlerweile betoniert“, beschreibt Sören Faust vom Geschäftsbereich Goslar der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr den aktuellen Stand. „Aktuell wird das Traggerüst aufgebaut.“ Parallel dazu werden auch die Einschalungsarbeiten begonnen. „Bis Anfang / Mitte August soll der Überbau betoniert sein.“ Danach folge das Einbetonieren der Brückenkappen, was etwa bis Mitte September dauern werde. „Ende September sind wir mit den Arbeiten fertig“, so Faust. „Wir sind im Zeitplan.“

Kräfte weiterleiten

Das Bauwerk „Schind 1“ sei eine Rahmentragwerkbrücke, erläutert Faust. Dabei werde die Betonplatte gelenkig in den Widerlagern gelagert. Dazu gebe es eine Spundwandgründung. Später im Verkehr übertragen die Widerlagerbalken die Kräfte auf den Überbau. Von dort werden sie auf die Spundwandgründung weitergeleitet. „Die Spundwände gehen etwa zehn Meter in die Tiefe und leiten die Kräften dann in den Untergrund ein.“

Tiftlingeröder genervt

Nicht glücklich sind die Tiftlingeröder über die aktuelle Situation. Wegen der Brückenbauarbeiten ist die Ziegeleistraße gesperrt. „Das bedeutet für Fahrten aus Tiftlingerode nach Duderstadt einen Umweg von etwa zwei Kilometern“, so Ortsbürgermeister Gerd Goebel (CDU). Noch größer sei der Umweg für die Anwohner der Dr.-Hellrung-Straße, die hinter der Baustelle von der Ziegeleistraße abzweigt. Betroffen von der Sperrung seien natürlich auch Immingerode sowie die dahinter liegenden Orte im thüringischen Eichsfeld. „Es ist besonders ärgerlich, dass keine Bypass-Straße zwischen der Vorbeckstraße und der Dr.-Hellrung-Straße eingerichtet wurde“, so Goebel. „Die Verkehrsbelastung für Tiftlingerode ist gewaltig.“ Goebel spricht von 40 bis 80 Lkw, die täglich durch den Ort fahren, darunter lange Sattelzüge, die in den engen Straßen nicht weiterkommen.

Fortsetzung im Frühjahr

Wenn im September die Bauarbeiten an der Brücke „Schind 1“ abgeschlossen sind, werde die Sperrung wieder aufgehoben, erklärt Faust. Die Arbeiten würden dann im März oder April wieder aufgenommen. „Wir sind gerade dabei, die Bauphasen zu konkretisieren.“ Ende Juli soll es dazu die nächste Sitzung geben.

Wasserrechtliche Genehmigung

„Dann werden die weiteren beiden Brücke gebaut“, so der Mitarbeiter der Straßenbaubehörde. Die beiden Neubauten seien auch die einzigen beiden Änderungen zur ursprünglichen Planfeststellung. Dort war zunächst die Instandsetzung der bestehenden Bauwerke geplant worden. „Wir müssen noch den hydraulischen Nachweis führen.“ Es fehle noch die wasserrechtliche Genehmigung. Dazu werde geprüft, was sich verändert habe, ob es neue Rückstauungen geben könne und ob die Überschwemmungsgebiete neue belastet werden. „Wenn die Planungen passen, ist alles gut“, so Faust. Ansonsten müsse noch einmal nachgebessert werden.

Anschluss schaffen

Vor dem Start der Brückenneubauten im Frühjahr 2020 soll ein Anschluss von der Bundesstraße an die Brücke „Schind 1“ hergestellt werden, über den der Verkehr dann fließen kann. „Dieser Anschluss ist ein Teil des zukünftigen Kreisverkehrs“, verrät Faust. Er zähle zum inneren Teil des Kreisels, werde allerdings provisorisch verbreitert auf zwei Fahrspuren. Nach den Bauarbeiten erfolge der Rückbau für den Fußweg.

Beschilderung wird angepasst

Besprochen worden sei auch bereits die wegweisende Beschilderung des zukünftigen Kreisverkehrs am Schindanger, wie Günter Hartkens, Leiter des Geschäftsbereichs Goslar der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mitteilte. In dem Bereich werde sich allerdings nichts Wesentliches ändern. „Die Beschilderung wird lediglich an den Kreisverkehr angepasst.“ Die Beschilderung geschehe über verkehrsbehördliche Anordnungen seitens der Stadt Duderstadt.

Von Rüdiger Franke

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