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Duderstadt Brunnen in Duderstädter Haberstraße nach Defekt saniert
Die Region Duderstadt Brunnen in Duderstädter Haberstraße nach Defekt saniert
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19:13 11.08.2013
Von Anne Eckermann
Mit schwerem Gerät: Bernd Götzel (l.) und Stefan Montag suchen in der Haberstraße nach einem neuen Wasserzufluss für die historisch nachgebaute Brunnenanlage. Quelle: Thiele
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Duderstadt

Errichtet wurde der Brunnen 1987 im Zuge des Neuausbaus der Haberstraße. „Damals hatten Bürger Geld gesammelt und  den damaligen Stadtdirektor Wolfgang Nolte (CDU) gebeten, bei der Straßenneugestaltung einen Brunnen mit einzuplanen. Das Projekt konnte dann auch zügig realisiert werden“, erinnert sich Haberstraßen-Anwohner Lothar Dinges (WDB).

Wegen eines irreparablen Lecks im Brunnenschacht, so Dinges weiter, sei der Wasserverbrauch drastisch gestiegen. Das sei nicht mehr finanzierbar gewesen, der Brunnen habe abgeschaltet werden müssen. Eine Wiederinbetriebnahme war aufgrund der städtischen Finanznot ebenfalls nicht möglich „Der Ortsrat Duderstadt hatte auf längere Zeit mit seinem geringen Etat die Projekte zum Tag der Niedersachsen sowie die Gestaltung der Altstadt unterstützt. Für die Brunnensanierung war einfach kein Geld vorhanden“, beschreibt Dinges.

Bürger handeln in Eigeninitiative

Und wieder handelten die Bürger in Eigeninitiative: Dinges organisierte eine Spendenaktion, die einen großen Teil der benötigten Finanzmittel von mehreren tausend Euro einbrachte. Nachdem entschieden wurde, den Brunnen mit Grundwasser statt mit Trinkwasser zu speisen, rückten in der vergangenen Woche Mitarbeiter einer Obereichsfelder Spezialfirma an, um einen neuen Schacht zu bohren.

„Wir hatten damit gerechnet, in rund zwölf Metern auf Grundwasser zu stoßen. Tatsächlich aber musste 21 Meter tief gebohrt werden. Künftig können bis zu 4000 Liter pro Stunde gezapft werden“, berichtet Duderstadts Bauhof-Leiter Frank Widera, der die Arbeiten koordiniert. Zwar ist der Wasserfluss gesichert, doch bis der Brunnen wieder läuft, wird es noch einige Tage dauern. „Erst muss noch die neue Pumpe ans Wasserreservoir angepasst und ein Revisionsschacht gebaut werden“, so Widera.