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Duderstadt Buckelvolvo-Treffen an Pfingsten in Duderstadt
Die Region Duderstadt Buckelvolvo-Treffen an Pfingsten in Duderstadt
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06:00 29.05.2019
Holger und Sabine Willuhn organisieren ein Treffen für Buckelvolvo-Fahrer in Duderstadt. Sie fahren einen Volvo PV 444 B aus dem Jahr 1950. Quelle: Rüdiger Franke
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Duderstadt

„Wir treffen uns immer an Pfingsten für vier Tage“, erzählt Holger Willuhn. „Es ist eine schöne Gemeinschaft.“ Hinter dem Treffen stehe kein Verein, sondern ein offener Freundeskreis, der sein automobiles Herz an den Buckelvolvo verloren habe. In den vergangenen beiden Jahren sei das Treffen in Weimar und Freiburg ausgerichtet worden. „In diesem Jahr haben wir uns als Gastgeber und Organisatoren gemeldet.“ 49 Teilnehmer aus Deutschland und der Schweiz hätten sich mit 27 Fahrzeugen angekündigt. „Wir sind sehr zufrieden mit der Beteiligung.“

Holger und Sabine Willuhn organisieren an Pfingsten ein Treffen für Buckelvolvo-Fahrer in Duderstadt. Sie fahren einen Volvo PV 444 B aus dem Jahr 1950. Die Besonderheit: ein Blinker auf dem Dach.

„Bei dem Treffen dreht sich alles um die Autos“, sagt Holger Willuhn. Die Leidenschaft für den Buckelvolvo verbinde durch alle sozialen Schichten und alle Altersklassen. Der älteste Teilnehmer ist älter als 80, der jüngste gerade erst 13 Jahre alt. „Er begleitet seit mehreren Jahren seinen Großvater“, erzählt Sabine Willuhn. „Es ist schön zu sehen, mit welcher Leidenschaft der Kleine schon dabei ist.“

Vier Sitze, vier Zylinder, 40 PS

Der PV 444 sei der Öffentlichkeit 1947 erstmals vorgestellt worden, erzählt Holger Willuhn. „Die Zahlen stehen für vier Sitze, vier Zylinder und 40 PS.“ Ab 1957 sei dann der PV 544 gebaut worden. Der Buckelvolvo sei so etwas wie der schwedische Käfer. Zwischen 1947 und 1965 seien 440 000 Exemplare der „Personvagn“ (PV), auf deutsch Personenwagen, gebaut worden.

Besonderheit: der Blinker auf dem Dach Quelle: Rüdiger Franke

Holger und Sabine Willuhn fahren einen Volvo PV 444 B mit 44 PS aus dem Baujahr 1950. Der sei 3500-mal in Schwarz und 3000-mal in Taubengrau gebaut worden. Der Volvo von Willuhns ist schwarz. „Die Besonderheit ist der Blinker auf dem Dach“, verweist Holger Willuhn auf den in Schweden „takgök“ (deutsch: Dachkuckuck) genannten Fahrtrichtungsanzeiger, der die zuvor verbauten Winker ablöste. Diese Blinker seien 15 500-mal einschließlich dem Modell PV 444 C verwendet worden. Mit ihrem Buckelvolvo haben Willuhns auch bereits am Volvotreffen in Landolfshausen teilgenommen.

„Der Luxus ist begrenzt“

„Unser Buckelvolvo ist in Falun in Schweden ausgeliefert und gefahren worden“, erzählt Holger Willuhn. 2012 sei er dann nach Deutschland importiert worden, worauhin er ihn im Juli gekauft habe. Wer sich für solch ein Auto entscheidet, entscheidet sich auch für gemütliches Fahren. „Wir fahren ihn mit 80 bis 100 Stundenkilometern“, sagt Holger Willuhn. „Und der Luxus ist begrenzt.“ Keine Kopfstützen, keine Gurte und erst recht keine Servolenkung. „Man muss sehr vorausschauend fahren“, erklärt Sabine Willuhn. Ihr Mann verweist auf die Trommelbremsen, die selbst bei einer Vollbremsung ihre Zeit brauchen, um den Wagen zum Stehen zu bringen.

Holger und Sabine Willuhn organisieren ein Treffen für Buckelvolvo-Fahrer in Duderstadt. Sie fahren einen Volvo PV 444 B aus dem Jahr 1950. Quelle: Rüdiger Franke

Für Liebhaber historischer Automobile stellen die Fahrer ihre Buckelvolvos am Sonnabend, 8. Juni, an der Duderstädter Marktstraße auf. Im Bereich zwischen Basilika St. Cyriakus und Rathaus können die Fahrzeuge von 9.15 Uhr bis gegen 12.30 Uhr besichtigt werden. Von 1950 bis 1965 seien alle Baujahre vertreten. „Der Anblick sieht klasse aus, wenn alle mit dem gleichen Buckel nebeneinander aufgereiht sind“, schwärmt Sabine Willuhn. Oldtimer-Fans steht also eine kleine Fortsetzung des Oldtimer-Treffens ins Haus, das der Oldtimer-Stammtisch Duderstadt am 26. Mai ausgerichtet hatte.

Rundreise durchs Eichsfeld

Die Teilnehmer reisen am Freitag, 7. Juni, an. Nach einer Stadtführung am Sonnabend starten sie auf eine Rundreise durch das Eichsfeld. Am Pfingstsonntag steht dann ein Besuch des PS.Speichers auf dem Programm. „Das war ein Wunsch einiger Teilnehmer“, sagt Holger Willuhn. Die Fahrzeuge sollen nach seinen Angaben dann auch auf dem Ausstellungsgelände abgestellt werden. Im Anschluss folgt eine Fahrt durch Südniedersachsen zurück zum Quartier im Hotel zum Kronprinz in Fuhrbach.

Von Rüdiger Franke

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