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Duderstadt Bundestagswahl: Helfer von Bündnis90/Die Grünen trainieren Haustürwahlkampf in Duderstadt
Die Region Duderstadt Bundestagswahl: Helfer von Bündnis90/Die Grünen trainieren Haustürwahlkampf in Duderstadt
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19:04 12.08.2013
An der Haustür im Gespräch mit Helga Bücker: Philipp Gärtner und Aya-Isabel Kleine. Quelle: Walliser
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Duderstadt

Sie erinnerten Bücker an die bevorstehende Bundestagswahl am 22. September und nach einem kurzen Gespräch über politische Inhalte überreichten sie ihr eine Broschüre zu den Wahlzielen der Partei sowie ein Stück Traubenzucker. Der Tür-zu-Tür-Wahlkampf war Teil eines dreitägigen Sommercamps, zu dem Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet am Wochenende ins Jugendgästehaus nach Duderstadt gekommen waren.

Als "Wertschätzung" empfunden

„Wir Grünen machen schon länger Haustürwahlkampf und verstärken das in diesem Jahr“, sagte Wahlkampfmanager Robert Heinrich. Die meisten Bürger würden dies als „Wertschätzung“ empfinden und sich freuen, dass sie ein Dialogangebot erhielten. Bei Bücker kam die Aktion gut an: „Ich finde das sehr originell und sehr effektiv. Das kann mehr Leute motivieren, zur Wahl zu gehen.“

In sechs Gruppen waren die Mitglieder des Sommercamps am Sonnabend in Duderstadt und Umgebung unterwegs. Ihre Ziele waren mit Hilfe eines Mobilisierungsindex ausgewählt worden. Grundlage hierfür bildeten die Ergebnisse der vergangenen Bundestagswahl. „Wir schauen, wo es viele Grünen-Wähler gibt, aber die Wahlbeteiligung nicht so hoch war“, erklärt Gärtner das Prinzip. Oft bräuchte die bisherigen Nichtwähler nur einen „kleinen Schubser“. Wo die Wahlkämpfer niemanden antrafen, hinterließen sie ein kleines Faltblatt.

Kein Neuland

Für Gärtner war der Haustürwahlkampf kein Neuland. Er sammelte damit bereits in den USA gute Erfahrungen, wo er auf diese Weise für die Stimmabgabe zugunsten von Barack Obama geworben hatte. „Die Leute reagieren überwiegend positiv. Selbst wenn sie politisch anders denken, finden sie es gut, dass man sich engagiert, in seiner Freizeit rausgeht und für seine Sache kämpft“, berichtet Gärtner.

Von Axel Artmann