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Duderstadt Inklusiver Campus „ist Leuchtturmprojekt“ für Duderstadt“
Die Region Duderstadt Inklusiver Campus „ist Leuchtturmprojekt“ für Duderstadt“
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00:20 30.01.2019
Beim Neujahrsempfang der Lebenshilfe in Duderstadt informierte unter anderem Caritas-Vorstand Ralf Regenhardt (2.v.r.) über das Projekt Inklusiver Campus. Quelle: Jakob Reischl
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Duderstadt

Bevor Ralf Regenhardt, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbands Südniedersachsen, zusammen mit Dagmar Wüstefeld vom Kindergarten St. Klaus und Marie-Theres Waning-Ernst von der Tagesstätte St. Raphael über die Entwicklung des Inklusiven Campus informierte, hatte Gastgeber Manfred Thiele das Wort.

Manfred Thiele würdigt beim Neujahrsempfang der Lebenshilfe Eichsfeld die Arbeit von Jeannette Rheinländer (l.) und Anja Wirth (r.). Quelle: Jakob Reischl

Der Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe Eichsfeld hielt einen kurzen Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2018, in dem die Vereinigung 50-jähriges Bestehen gefeiert hatte. Thiele betonte mehrfach, wie wichtig die Arbeit der Ehrenamtlichen sei – „unbezahlbar und freiwillig“ eben. Zwei Ehrenamtlichen der Lebenshilfe dankte er stellvertretend für die vielen anderen, die sich für die Arbeit der Lebenshilfe engagieren: Jeannette Rheinländer und Anja Wirth.

Der Idee, Ehrenamtliche im Rahmen einer zentralen Feier durch die Stadt zu würdigen, erteilte Thiele eine Absage. Es sei schwer für die Organisationen und Vereine, aus einem großen Kreis engagierter einzelnen Menschen für eine solche Ehrung auszuwählen.

Kein Lebenshilfe-Bürgerfest im 2019

In seinem Ausblick wies Thiele auf das geplante Eichsfeld-Festival im September im Rahmen des 100-jährigen Firmenjubiläums von Ottobock hin. Die Lebenshilfe Eichsfeld werde sich vom 6. bis zum 8. September mit einbringen, kündigte der Vorsitzende an. Daher werde es auch in diesem Jahr kein Bürgerfest geben.

„Der Inklusive Campus ist unser Leuchtturmprojekt“, sagte Regenhardt und betonte, wie wichtig die enge Zusammenarbeit der Wohlfahrtsverbände und Akteure in Duderstadt sei. Ob mit der Lebenshilfe, dem DRK, der Arbeiterwohlfahrt, den Kirchen oder der Stadt, diese Zusammenarbeit mache es aus, dass besondere Impulse auf den Weg gebracht werden könnten, so Regenhardt. „Es braucht Menschen, die für den Gedanken der Inklusion brennen und bereit sind, mutige Entscheidungen zu treffen, um den Inklusionsgedanken auf den Weg zu bringen“, sagte er.

Schwerpunkt frühkindliche Bildung

Mit dem Auslaufen der IGS St. Ursula habe das ursprünglich breiter aufgestellte Konzept des Inklusiven Campus in Duderstadt einen Rückschlag bekommen, erinnerte Regenhardt. Dennoch sei man jetzt mit dem Schwerpunkt auf frühkindliche Bildung und Familien auf dem Weg.

Von den Zielsetzungen und den Herausforderungen an das Projekt berichteten Wüstefeld und Waning-Ernst. Wüstefeld ging im Wesentlichen auf die Inhalte und die geplanten Angebote des Inklusiven Campus ein. Waning-Ernst schilderte den Gästen des Lebenshilfe-Empfangs den baulichen Part und die damit verbundenen Herausforderungen.

In Kürze Ausschreibungen geplant

„Jetzt beginnt die Phase, in der es langsam auf die Endgerade der Umsetzung geht“, fasste der Caritas-Vorsitzende zusammen. In Kürze sollen die Ausschreibungen erfolgen und bis spätestens bis Mitte des Jahres die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden. Unter anderem sei ein Treppenhausanbau erforderlich. Zum Kindergartenjahr 2020/2021 solle das Haus mit Leben gefüllt sein.

Investitionsvolumen 5,2 Millionen Euro

Regenhardt bezifferte das Investitionsvolumen anhand aktueller Kostenschätzungen auf rund 5,2 Millionen Euro. Er sprach von einer „guten Förderkulisse“, wonach das niedersächsische Umwelt- und Bauministerium im vorigen Jahr 1,66 Millionen Euro zugesagt habe, weiterhin sei gerade erst ein Förderbescheid aus dem ZILE-Programm (Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung) in Höhe von 375000 Euro eingegangen. Mittel vom Land erhofft sich die Caritas auch im Zusammenhang mit der Förderung des Krippenausbaus für die unter Dreijährigen, ferner habe auch der Landkreis Unterstützung bei den Investitionskosten für den Krippenausbau angekündigt.

Mehr zum Thema Inklusiver Campus:

1,66 Millionen Euro für Duderstadts inklusiven Campus (21. September 2018)

Vereinbarung zwischen Stadt Duderstadt und Caritas (10. Mai 2018)

Pestalozzi-Schule wechselt Eigentümer (1. März 2018)

Raumkonzept kann umgesetzt werden (13. September 2017)

Vorbereitungen für den Inklusiven Campus (2. Dezember 2017)

Außerdem gibt es eine Tageblatt-Themenseite zum Thema Inklusion.

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