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Duderstadt Claudius Dreilich, Frontmann und Sänger von Karat
Die Region Duderstadt Claudius Dreilich, Frontmann und Sänger von Karat
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17:51 02.09.2009
Trat als Sänger die Nachfolge seines 2004 verstorbenen Vaters Herbert an: Claudius Dreilich von Karat.
Trat als Sänger die Nachfolge seines 2004 verstorbenen Vaters Herbert an: Claudius Dreilich von Karat. Quelle: EF
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Tageblatt: Anlass des Eichsfeldfestivals ist unter anderem 20 Jahre Grenzöffnung. Was bedeutet dieser Jahrestag für Sie?

Dreilich: Ich bin ja in der DDR groß geworden, bin aber 1987 schon aus der DDR ausgereist. Ich habe den Mauerfall von der Westseite miterlebt. Für mich hat das die Bedeutung, dass es zum einen meine Familie wieder zusammen gebracht hat, weil Teile der Familie in der DDR geblieben sind und Teile der Familie im Westen lebten. Zum anderen habe ich viele Freunde wieder getroffen und relativ kurze Zeit später schon wieder im Osten gewohnt. Für mich hat das eigentlich nur Positives gebracht.

Sie spielen beim Festival zusammen mit Peter Maffay, Nena und Silbermond. Haben Sie Verbindung mit einer oder mehrerer dieser Bands?

Mit Peter Maffay verbindet uns eine recht lange Geschichte und natürlich sind wir auch miteinander befreundet. Im letzten Jahr habe ich schon mit ihm gemeinsam auf der Bühne gestanden. Wir freuen uns natürlich darauf. Wir haben schon zwei oder drei Mal versucht, ein Konzert auf die Beine zu stellen, wo wir gemeinsam auftreten. Das hat aber terminlich nicht funktioniert. Wir haben es nur einmal im Fernsehen geschafft. Das am Sonnabend in Duderstadt ist quasi der dritte Versuch, bei dem es nun endlich klappt. Wir freuen uns sehr drauf. Auch Silbermond kenne ich als Musikgruppe schon sehr lange – ich behaupte, länger als viele andere. Ich kannte sie schon, da waren sie noch gar nicht bekannt. Die Band hat einmal im Vorprogramm bei einem Karat-Konzert gespielt. Das ist aber schon sehr, sehr lange her. Von daher ist mir das aber auch nicht so ganz fremd, und ich finde die Band einfach toll.

Wo sehen Sie Gemeinsamkeiten der auftretenden Bands, wo Unterschiede?

Ich sehe da keine großen Unterschiede. Erstens machen wir alle das, was uns am meisten Spaß macht, nämlich Musik, und das verbindet grundsätzlich. Zum anderen machen wir alle deutsche Musik. Meistens ist das bei Festivals so, dass der Veranstalter noch den einen oder anderen internationalen Gast dabei hat, das ist in Duderstadt nicht der Fall. Und das verbindet uns dann noch einmal mehr. Und dann ist es auch so, dass die Musikrichtungen, die wir alle pflegen, gar nicht weit auseinander liegen – vielleicht bei Nena ein bisschen mehr, weil das damals die Neue Deutsche Welle war. Aber ich behaupte: Peter Maffay, Silbermond und auch wir, das ist nicht so weit voneinander entfernt.

Sie spielen am Sonnabend nicht nur aus Anlass 20 Jahre Grenzöffnung, sondern auch zum 90. Firmengeburtstag des Duderstädter Unternehmens Otto Bock. Kennen Sie Duderstadt, kennen Sie das Unternehmen?

Nein, bislang überhaupt nicht. Ich kenne Duderstadt quasi nur vom Vorbeifahren. Ich war leider noch nie da.

2003 ist Karat schon einmal in Gieboldehausen aufgetreten, damals noch mit ihrem mittlerweile verstorbenen Vater Herbert Dreilich als Sänger. Ihre Bandkollegen könnten das Eichsfeld von diesem Konzert noch kennen. Haben sie Ihnen davon erzählt?

Wir haben darüber noch nicht gesprochen, doch die Kollegen können sich sowas in der Regel gut merken. Ich bin mir sicher, dass es am Wochenende in Duderstadt auch richtig klasse wird. Wir freuen uns jedenfalls riesig darauf, zumal ja viele Leute kommen sollen.

Die gesamte Innenstadt wird zur Konzert-Arena. Haben Sie so etwas schon mal erlebt?

Wir haben schon viel erlebt, aber eine ganze Innenstadt als Bühne hatten wir in der Form noch nicht. Wir hatten Auftritte bei Stadtfesten, wo es in der Regel immer gute Stimmung gab. Aber das, was bei euch passiert, an so etwas kann ich mich nicht erinnern.

Karten für das Konzert mit Karat, Peter Maffay, Nena und Silbermond gibt es noch für den Public-Viewing-Bereich. Das Konzert wird auf sechs Großbildleinwände in der Duderstädter Fußgängerzone übertragen. Tickets (fünf Euro, Kinder bis zwölf Jahre ein Euro) gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen Göttingen und Duderstadt, in den Filialen von Volksbank Eichsfeld-Northeim und Sparkasse Duderstadt sowie in der Duderstädter Gäste-Info im Rathaus.

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