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Duderstadt „Den Herrchott up Plattdütsch ehren, danken und bitten“
Die Region Duderstadt „Den Herrchott up Plattdütsch ehren, danken und bitten“
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18:31 30.09.2009
20 Jahre Plattdütsche Kerken: Pfarrer Frölich, Pastor Edelmann, Werner Grobecker (v. l.).
20 Jahre Plattdütsche Kerken: Pfarrer Frölich, Pastor Edelmann, Werner Grobecker (v. l.). Quelle: ge
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Frünne-Präsident Werner Grobecker, der zusammen mit Pfarrer Aloys Frölich und Pastor Jens-Arne Edelmann den Gottesdienst gestaltete, gab eingangs einen Rückblick über 20 Jahre Plattdütsche Kerken: „Das heißt, 20 Jahre lang Gott ehren, danken und bitten in unserer Muttersprache.“ Gleichzeitig betonte er, dass damit in der Kapelle ein besonderes Stück Ökumene praktiziert werde. Sein besonderer Gruß galt den Kindern der Plattdeutsch-AG Bilshausen, Nesselröden, Werxhausen und Gerblingerode sowie den Danemäkens un –jungens, die in einem Rollenspiel und den Fürbitten den Anwesenden das Evangelium des Tages näher bringen wollten.

Frölich predigt

Alle Lieder, Gebete und die Predigt kamen in Plattdeutsch, was besonders bei denjenigen anzuerkennen ist, die nicht von Hause aus Eichsfelder oder Harzer Mundart sprechen. Nach einem einführenden Gebet von Pastor Edelmann hielt Pfarrer Frölich die Predigt. Er bezog sich darin auf das Evangelium vom Jakobsbrunnen, in dem Jesus der Frau am Brunnen lebendiges Wasser zugesprochen hatte. Dieses lebendige Wasser, was aus den Herzen und der Gesinnung der Menschen kommen müsse, zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst. Das gelte auch für das Verhältnis der Menschen zur Kirche und zu Gott. Die Gebetsferne resultiere weitgehend aus dem Verhalten der Menschen, die von der heutigen Generation anders wahrgenommen werde als noch in früheren Jahrzehnten. Aber Gesundheit, Freizeit, mehr Urlaub seien nicht die wahren Güter, die lebendiges Wasser und ewiges Leben ermöglichen.
Musikalisch wurde die Andacht vom Bläserchor Lerbach unter der Leitung von Andreas Bücher und vom evangelischen Kirchenchor Gieboldehausen/Wollershausen, geleitet von Andrea Schmölling, gestaltet. Mit dem Wunsch „Bliewet munter un komet boale moel wier“ endete der Gottesdienst auf dem Höherberg.

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