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Duderstadt Mehr Abfälle wegen boomender Baubranche
Die Region Duderstadt Mehr Abfälle wegen boomender Baubranche
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14:43 17.05.2019
Die Deponie ist bereits 2016 um Polder 2 erweitert worden. Jetzt steht eine erneute Erweiterung an. Quelle: R
Breitenberg

Die Boden- und Bauschuttdeponie Breitenberg zwischen Duderstadt und Hilkerode soll erweitert werden. Während der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses des Landkreises Göttingen am Mittwoch ist der Plan vorgestellt worden. „Wir kriegen die gesamte Bandbreite angeliefert, die in der derzeit florierenden Baubranche anfällt“, sagte Dirk Piper vom Umweltamt, der für die Entsorgungsanlage zuständige Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Er fügte hinzu: „Es ist jedoch viel mehr, als wir kalkuliert haben.“

„Die Deponie ist 2023 voll“

Wurden von den Baubetrieben der Region nach Errichtung der Deponie im Jahre 1997 und den darauf folgenden Jahren zwischen 5000 und 7000 Tonnen im Jahr an Abfällen angeliefert, so ist dieser Wert im vergangenen Jahr auf 41 000 Tonnen nach oben geschnellt. „Geht das so weiter, ist die Deponie 2023 voll“, rechnete Piper vor. Darauf zumindest müsse sich der Landkreis einstellen. Deshalb sollten weitere Abschnitte im direkten Umfeld der Anlage als Deponieflächen ausgewiesen werden, möglich seien drei Erweiterungsflächen, sogenannte Polder. Das dafür vorgeschriebene Genehmigungsverfahren sei sehr aufwendig, darum müsste zeitnah begonnen werden, um die Deponie ohne Unterbrechung weiter betreiben so können.

„Kein markanter Störfaktor“

Würde, wie von Piper vorgeschlagen, weiterer Deponieraum in einer Größenordnung von 650 000 Kubikmetern geschaffen, könnte die Deponie bis deutlich nach 2050 betrieben werden. Optisch sei die Erweiterung kein Problem: „Ein markanter Störeffekt in der Landschaft lässt sich ausschließen“, befand der Fachmann, verbunden mit dem Hinweis, dass sich das erhöht liegende Betriebsgelände unauffällig in die Umgebung einpasse.

Auf dem Betriebsgelände befindet sich neben der Deponie auch ein Recyclinghof und eine Kompostieranlage. Auch belastete Stoffe, wie sie noch immer in der Baubranche anfallen, werden hier angenommen, dazu gehören auch Dämmwolle und Asbest. Auf die Frage, ob angelieferte Abfälle wiederverwertet werden können , sagte Piper, dass ein Großteil der Abfälle aus dem Straßenbau belastet sei. Er nannte als Beispiel Asphalt, der beim grundhaften Ausbau von alten Straßen anfällt. „Der ist teerhaltig und darf nicht wieder verwertet werden.“

Die Anlage war bereits 2016 um einen weiteren Polder vergrößert worden.

Von Ulrich Meinhard

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