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Duderstadt Desingeröder erfüllen altes Gelöbnis
Die Region Duderstadt Desingeröder erfüllen altes Gelöbnis
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20:56 08.08.2014
Vor der Waldhütte: Messe. Quelle: EF
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Desingerode

Daraufhin entstand im Dorf das Gelöbnis, jeweils zum Jakobustag eine Bittprozession zum Wald durchzuführen und am Waldrand eine Andacht oder eine Messe zu feiern.

Es lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen, wann genau in Desingerode der Wald brannte und das Gelöbnis entstand, erklärt Reinhard Schulzig. Anhand alter Vermeldebücher lässt sich aber Feststellen, dass seit 1903 der Jakobustag gefeiert wird.

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So auch im Jahr 2014: Viele Desingeröder und Esplingeröder Katholiken versammelten sich vor der Kirche, wo die Feier von Pfarrer i.R. Albert Stechmann eröffnet wurde, und zogen dann betend und singend zum Waldrand. Die erste Gebetsstation ist eine Klus, die an Adolf Kolping erinnert.

Heilige Messe vor der Waldhütte

Die zweite ist ein Gedenkkreuz, das den Fall der innerdeutschen Grenze, das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Aufstellung des Kreuzes im Jahr 1995 zum Thema hat. Nächste Station ist eine Klus für den Schutzpatron der Jäger, den Heiligen Hubertus. Letzte Station ist traditionell die Heilige Messe vor der Waldhütte der Realgemeinde Desingerode.

In diesem Jahr waren besonders viele Kinder und Jugendliche zum Gottesdienst gekommen. Im Halbkreis auf Bänken und in Wallfahrtstühlen saßen die Teilnehmer um einen improvisierten Altar, der als Altarbild zwei Rehe hat. Wieder einmal erfüllten die Desingeröder ihr altes Gelöbnis.

eb

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