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00:19 04.12.2017
Christoph Ashauer (l.), Maria Müller (2.v.r.) und Bernadett Lambertz (r.) übergeben am Ende des VHS-Integrationskurses die Zertifikate. Quelle: Arne Bänsch
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Duderstadt

„Wir wohnen jetzt in Obernfeld“, erzählten Naser und Maedeh Naseri. Die Iraner waren zuvor als Flüchtlinge in Wollershausen untergebracht. Dort sei eigentlich gar nicht deutsch gesprochen worden. Das habe sich erst mit dem Umzug nach Obernfeld geändert. Die beiden stammen aus der Drei-Millionen-Metropole Ahvz im Südiran. In ihrem jetzigen Wohnort leben sehr viel weniger Menschen. Aber das sei gerade gut, um die Sprache zu lernen, sagte Naser. „Man kommt viel schneller ins Gespräch, als das zum Beispiel in Göttingen möglich ist.“ Und das Sprechen sei ein wichtiger Faktor, um eine Sprache wirklich zu lernen. Die deutsche Sprache ist für die beiden Informatiker wichtig. Sie wollen in Deutschland arbeiten, haben schon ein Praktikum an einem Max-Planck-Institut absolviert. Dass sie zwischendurch den Abschiebungsbescheid erhielten, hat sie nicht davon abgehalten, weiter zu lernen. „Wir standen unter großem Druck, aber wir wollten weitermachen.“ Das erste Interview in Braunschweig verlief gut, sie durften bleiben. Bei einem weiteren Interview in Göttingen hoffen sie, die Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten.

Zertifikatsübergabe im vierten Intergrationskurs der VHS Duderstadt. Quelle: Arne Bänsch

„Etwas Neues probieren“ wollte die Polin Anna Baran, als sie nach Deutschland kam. Sie arbeitete morgens bis etwa 10 Uhr im Einkaufsmarkt und kam dann zum Unterricht. „Ich musste zu Hause immer alles wiederholen“, sagte sie. Geholfen habe ihr dabei vor allem die WhatsApp-Gruppe. „Dieser Kurs ist der einzige, in dem viele Fragen gestellt wurden“, berichtete Koordinatorin Maria Müller. Sie kennt die Mentalität ihrer Schüler, kommt ursprünglich aus Tadschikistan. „Das sind alles meine Kinder“, sagte sie. „Eure Mama wird Euch gleich die Zertifikate übergeben“, sagte dann auch Lambertz, nachdem sie die Motivation der Kursteilnehmer gelobt hatte. 20 Stunden pro Woche hatten sie in den vergangenen neun Monaten gelernt. „Ich hoffe Sie bleiben im Deutsch drin“, sagte die Geschäftsstellenleiterin. „Nehmen Sie auch Kontakt zu Deutschen auf.“ Sonst seien die Grammatik und die Vokabeln schnell wieder vergessen. „Es ist wichtig nicht stehenzubleiben“, mahnte auch Lehrerin Müller. Die Teilnehmer sollten kontinuierlich weitergehen, eine Stufe nach der anderen. „Auf keinen Fall zu Hause auf das Sofa setzen und Fernsehen in der Heimatsprache schauen.“

Christoph Ashauer, Bernadett Lambertz und Maria Müller (von links) übergeben die Zertifikate. Quelle: Arne Bänsch

Einige der Kursteilnehmer, darunter auch Naser und Maedeh Naseri, machen weiter und nehmen am B2-Kurs teil, der am Montag beginnt. Mit dem B1-Kurs sei die Alltagstauglichkeit gegeben, erläuterte Müller. B2 benötige ein Teilnehmer, wenn er eine Ausbildung oder Arbeit beginnen wolle. Und für ein Studium sei der Abschluss C1 notwendig. Insgesamt seien in diesem Jahr 98 Teilnehmer in der deutschen Sprache geschult worden, berichtete Lambertz. Die 62 Männer und 36 Frauen stammen aus 27 verschiedenen Nationen von vier Kontinenten. „Mit 35 Prozent bildeten die Syrer die stärkste Gruppe“, berichtete Lambertz. Neun Prozent seien aus dem Irak nach Deutschland gekommen und je sieben Prozent aus Kasachstan und Armenien.

Von Rüdiger Franke

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