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Duderstadt Trump, Piraten und leichte Mädchen
Die Region Duderstadt Trump, Piraten und leichte Mädchen
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22:46 26.02.2017
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Desingerode - Einer der größten Umzüge im Eichsfeld

Umzug in Desingerode

Monster, Löwen, Drachen, lahme Heringe und gackernde Hühner sind in Desingerode mit großem Tamtam durch die Straßen gezogen. Monatelange Vorbereitungen haben sich gelohnt. Mehr als 1000 Gäste säumten zum Umzug des Desingeröder Carneval Clubs (DCC) die Straßen des Ortes und fingen Kamellen.

„Das Motto ist bei uns immer frei. Jede Truppe kann ihr eigenes Thema bei der Wagengestaltung wählen“, sagte Rene Rudolph vom Elferrat des DCC. Mit 31 Gruppen, darunter 16 Wagen und die Konfettikanone, ist der Umzug in Desingerode einer der größten und aufwändigsten im Eichsfeld. „Wir sind ein junger Elferrat, das Durchschnittsalter liegt bei Mitte 20. Seit November sind wir am Vorbereiten. Es macht Spaß, den ganzen Aufwand zu betreiben und dann zu sehen, dass so viele Leute in unser Dorf kommen, um den Umzug zu sehen“, freute sich Rudolph über die sehr gute Resonanz und das sonnige Wetter. „Bei Regen hätte der Zauberwürfelwagen wohl nicht mitfahren können“, erklärte das Ratsmitglied. Die Desingeröder Gardemädchen haben 1500 Papierservietten als Blüten gefaltet, woraus die bunten Felder des Zauberwürfels, der in den 1980er-Jahren ein beliebtes Denkspiel war, entstanden sind.

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Die Moderation des Umzugs hat Sitzungspräsident Dennis von Ahlen übernommen. Mit Stolz stellte er die Wagen mit den riesigen Skulpturen aus Filmen wie Monster AG oder König der Löwen oder einen überdimensionalen Schwan vor. Auch der im vergangenen Jahr gegründete Jugendraum wurde mit hämmernden Party-Beats zum Mottowagen. „Die Jugendlichen wollen dem ganzen Dorf danken, dass das Jugendraumprojekt umgesetzt werden konnte“, sagte Rudolph.

Auch Gäste begrüßte der Sitzungspräsident: Der Fanfarenzug Duderstadt, der Spielmannszug Moringen und der Musikcorps Bad Lauterberg waren unter anderem angereist, um den Umzug musikalisch zu unterstützen. Kamellen flogen vom Prinzenwagen mit Prinz Kostyantyn Pryshchepa I. und Prinzessin Patrizia Huch I., und auch die Kindermajestäten Prinzessin Fabienne I. und Prinz Maximilian I. versorgten das Volk mit Zuckerwerk. „Im Eichsfeld unterstützen sich die Karnevals-Vereine gegenseitig. Der Umzug in Krebeck war schon in der vergangenen Woche, der in Mingerode ist am Montag, für die übrigen Umzüge sind die Anfangszeiten am Sonntag so versetzt, dass wir uns nicht gegenseitig Konkurrenz machen“, beschrieb Rudolph den Zusammenhalt.

Meuterei in Westerode

Umzug in Westerode

Begleitet von den Klängen des Spielmannszuges Nesselröden zogen in Westerode 15 Fußgruppen und Festwagen durch die Straßen. „Das ist viel mehr als im vergangenen Jahr, die Beteiligung der örtlichen Vereine ist größer“, sagte Stefan Beckmann, Vorsitzender des örtlichen Carneval-Clubs.

Die Zuschauer fühlten sich in maritime Gefilde versetzt. Das Motto „Meuterei“ interpretierten die Teilnehmer auf vielfältige Weise. Größter Hingucker war ein riesiges, auf einem Lkw aufgebautes Piratenschiff. Eine Piratenkombüse gehörte ebenso zum Umzug wie ein mit allerlei gemaltem Meeresgetier gestalteter Wagen, nicht weit dahinter erklangen moderne Seemannslieder. Von einer einsamen Insel grüßten Mitglieder der Gruppe  „Unique“ des TV Jahn Duderstadt das Publikum.  

Der Besuch des Umzuges, in dem auch Gardemädchen eine wichtige Rolle spielten, war für das Publikum nicht zuletzt ein süßes Vergnügen: Von mehreren Wagen flogen Kamellen ins närrische Volk, das vom Prinzenpaar Natalie I. und Dennis I. gegrüßt wurde.

Piraten, Achterbahn und leichten Mädchen in Rollshausen

Mit 18 Wagen und Fußgruppen ist der Umzug des Rollhäuser Carnevalvereins um 13.30 Uhr gestartet. Erstmals moderieren Sitzungspräsident Carsten Papke und "Hahleman" Sascha Kopp das Geschehen von einem Balkon.

Mit 18 Wagen und Fußgruppen ist der Umzug des Rollhäuser Carnevalvereins (RCV) am Sonntag um 13.30 Uhr gestartet. Erstmals moderierten Sitzungspräsident Carsten Papke und Rollshausens Superheld „Hahleman“, Sascha Kopp, das Geschehen von einem Balkon am Startpunkt.

Als Wertschätzung der Arbeit, welche die Gruppen in ihre Ideen gesteckt haben, erklärte das Duo die Balkonpremiere. Die beiden erläuterten, was die Gruppen mit ihren Arbeiten aussagen wollten und auch wieviel Zeit sie in ihre Projekte gesteckt hatten. Und sie wurden nicht müde, die zahlreichen Zuschauer, die auch aus den umliegenden Orten nach Rollshausen anreisten, zum „dreifach kräftigen „Rolau“ zu animieren. Traditionell führte das Kappenschiff des   RCV den Zug an, gefolgt vom mehrfachen neuen Bürgermeister Claus Bode.

Für Aufsehen sorgte ein riesiges Piratenschiff mit großem Totenkopfsegel, welches die das Schiff des Prinzenpaares verfolgte. „Und wenn das Schiff im Flusse liegt, ...“, riefen die Moderatoren in ihr Mikro und bekamen postwendend von Bord die Antwort: „... dann kommt der Hahleman gefliegt.“ Neben einer bunten Unterwasserwelt konnten sich die Rollshäuser unter anderem über ihren neuen Vergnügungspark mit Achterbahn freuen, eine Brauerei mit Rolls­häuser „Warmpiss“ besichtigen.

Den überwiegenden Teil des Umzugs gestalteten Gruppen aus dem Ort. Unterstützt wurden sie von einem Wagen aus Germershausen sowie dem Spielmannszug und dem Fanfarenzug „Gut drauf“ aus Gieboldehausen. Gut drauf waren Aktive und Zuschauer. Und die große Aufmerksamkeit nutzte der Schützenverein gleich, um einen neuen Chef zu suchen. „Findet sich kein Vorsitzender, fährt Kohlstedt die leichten Mädchen her“, prangte am Wagen des Vereins. Und die leichten Mädchen warfen bereits Kussmünder und Süßigkeiten in die Menge. 

Umzug zur 127. Fastnacht in Wollbrandshausen

Umzug zur 127. Fastnacht in Wollbrandshausen

Mehr als 100 Aktive des "Fastnachtsvereins Wollbrandshausen" haben am Sonntagnachmittag mit einem Umzug durchs Dorf ihre 127. Fastnacht gefeiert.

Angeführt vom Tambourmajor des Spielmannszuges aus Ebergötzen setzte sich der Umzug um 14.30 Uhr am Bürgerhaus in Bewegung. Ob als Harlekin, Zirkusclown, Zauberer, Märchenfee, Matrose oder Mexikaner - bei der Kostümauswahl waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Viele Narren marschierten in Gruppen und winkten den zahlreichen Zaungästen am Straßenrand zu. Die Dorfkapelle hatte es sich auf dem einzigen Karnevalswagen bequem gemacht und sorgte am Ende des Trosses für gute Stimmung.

Mit dabei waren auch das Ballett vom Männergesangsverein, die Gardemädchen, die Männer vom Gerichtshof und die Aerobic-Frauen, die in diesem Jahr als "Golden Girls" glänzten. "Hier bei uns geht das ganze Dorf mit. Unsere Aerobic-Gruppe gibt es schon seit zehn Jahren. Dieses Mal treten wir als "goldige Mädchen" in Erscheinung, freute sich Claudia Rudolph.

Krochen die Damen und Herren des Schützenvereins im vergangenen Jahr noch als Raupe durch die Straßen, präsentierten sie sich dieses Mal als Fliegenpilze. "Das eine Mal waren wir Vogelscheuchen, das andere Mal gingen wir als Bierflaschen. Egal wie - es macht immer großen Spaß und durstig sind wir auch", meinte Stephanie Freiberg.

"Klömpe Wolau" hallte es immer wieder aus dem närrischen Tross. Die Zuschauer am Straßenrand erwiderten den Schlachtruf der Wollbrandshäuser ebenso enthusiastisch.

Dass der Umzug nach dem Jubiläumsjahr im Februar 2015 etwas kleiner ausfallen musste, tat der guten Laune keinen Abbruch. "Trotzdem haben sich alle Aktiven wieder mit großem Einsatz eingebracht", zog der 1. Vorsitzende des Fastnachtsvereins, Heiko Schwedhelm, sein Resümee. Der Nachmittag endete mit einer Zwergenparty-Zaubershow im Bürgerhaus, bei der besonders die kleinen Gäste auf ihre Kosten kamen.

Vom Ortsrat bis Trump - Hilkerode

Umzug in Hilkerode

Mit 27 Wagen, Fußgruppen und Musikzügen hat der Hilkeröder Carnevals Verein am Sonntag einen der größten Umzüge in der Region auf die Beine gestellt. Die Teilnehmer nahmen vor rund 1000 Zuschauern aktuelle Entwicklungen im Eichsfeld und in der Weltpolitik aufs närrische Korn.

Wünsche an den Ortsrat und die anstehenden Jubiläumsfeste in Hilkerode waren ebenso Thema wie Kritisches zum amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Garden und andere Gruppen zeigten ihr tänzerisches Können.
Flagge zeigten neben den örtlichen Teilnehmern auch Gäste aus benachbarten Orten der Region wie Breitenberg, Rhumspringe, Krebeck, Wulften und Harste.

Für die Teilnehmer gab es eine Premiere: Der närrische Tross zog dreimal durch das Dorf, aber nicht durch die Bereiche Pfingstanger und Am Längenberg. „Dort waren nur wenige Zuschauer“, begründet Pressewart Steffen Maur den Kurswechsel,
In der Dorfmitte moderierte Wolfgang Maur das Geschehen. Dort übergab Michael Skupski dem Prinzenpaar Serdal I. und Sandra I. einen Schlüssel und damit symbolisch die Herrschaft über Hilkerode. Der Umzug mündete in einer Zugparty im Hotel „Prinz im Holztal“.

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