Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Container soll als Sozialraum dienen
Die Region Duderstadt Container soll als Sozialraum dienen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:26 22.11.2018
Kindergarten St. Johannes in Westerode feiert 65-jähriges Bestehen: Luca (mit Angel), Leonie, Sophia Quelle: Andreas Tietzek
Anzeige
Westerode

Nur über einen kleinen, keine zehn Quadratmeter großen Aufenthaltsraum verfügen die Mitarbeiter der Einrichtung. „Das ist schon lange ein Problem“, berichtet die stellvertretende Leiterin des Kindergartens, Alena Falkenhagen, auf Tageblatt-Anfrage. Doch mit Ausweitung der Öffnungszeiten seien sie zunehmend auf einen Pausenraum angewiesen. Die vorhandene „Abstellkammer“ sei unzureichend. Auf den Missstand hätten Eltern den Bürgermeister in einem Brief hingewiesen.

Kindergartenleiterin Andrea König

„Um das Problem zu erörtern, hat die Leiterin des Kindergartens, Andrea König, gemeinsam mit dem Kirchenvorstand zu einem Ortstermin eingeladen“, berichtet Angelika Steinmetz von der Stadtverwaltung. Mit dabei gewesen sei die Stadt, der die Immobilie am Niederdorf 2 gehöre, die katholische Kirche, die Trägerin der Einrichtung sei, und die örtlichen Pfarrgemeinde. Außerdem seien die Ortsbürgermeister des Einzugsgebiets gekommen, zu dem neben Westerode auch Immingerode und Tiftlingerode gehöre. Schließlich hätten noch Elternvertreter mitgewirkt.

Anzeige

„Alle Beteiligten haben sich auf die Containerlösung geeinigt“, berichtet Steinmetz. „So einen Container nutzen die Jugendlichen im Ort als Jugendraum“, sagt Falkenhagen. Der Großraumbehälter lasse sich auf dem Parkplatz vor dem Gebäude aufstellen.

Bürgermeister soll die baurechtlichen Belange prüfen

Nach Vorstellung des Ausschusses, der von Andreas Diedrich (CDU) geleitet wird, soll der Verwaltungssausschuss nun Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) mit der Prüfung der baurechtlichen Belange beauftragen. Die Verwaltung müsse sich hinsichtlich der Größe und Ausstattung des anzumietenden Containsers mit den Fachbehörden abstimmen und Angebote einholen, forderten die Kommunalpolitiker.

Sie wünschen, dass der Container im ersten Halbjahr 2019, spätestens aber zum neuen Kindergartenjahr 2019/2020 aufgestellt wird. Dafür seien im Haushalt 2019 bis 2021 die notwendigen Mittel von 15.000 Euro einzustellen, forderten sie. Wohlwollend zur Kenntnis genommen hat der Ausschuss ein Angebot des Kirchenvorstands. Dessen Vorsitzender, Norbert Vollmer, hatte beim Ortstermin die Übernahme der Kosten für die Möblierung und sonstige Ausstattung des Containers in Aussicht gestellt.

Der jetzige Sozialraum im Erdgeschoss soll nach Vorstellung des Ausschusses zu einer zweiten Personaltoilette umgebaut werden. Dafür seien im Haushalt 25.000 Euro einzustellen. „Wir brauchen dringend eine zweite Toilette“, führt Falkenhagen vom Kindergarten dazu aus. Das Team sei zwischenzeitlich um einen männlichen Kollegen erweitert worden.

Inwieweit mittelfristig ein Anbau an den Kindergarten notwendig ist, soll die Verwaltung nach Ansicht des Ausschusses unter Beachtung der Bedarfssituation und der Gruppenstruktur prüfen. Außerdem soll sie sondieren, ob ein Kauf des Nachbargrundstücks möglich ist. „Wir haben immer eine Warteliste“, kommentiert das die stellvertretende Kita-Leiterin. Es gebe jede Menge Anmeldungen für die kommenden Jahre. Die Einrichtung sei sicher nicht gefährdet.

„Derzeit besuchen 71 Kinder unsere Einrichtung“, sagt Falkenhagen. Es gebe eine Krippen- sowie zwei volle und einer kleine Kindergartengruppe. Einen Anbau wünsche sich das Kita-Team seit langem. Er sei auch vor dem Gebäude denkbar. Den Container betrachteten sie nur als vorübergehende Lösung. „Der sieht auch der Ausschuss so“, stellt Manfred Görth (CDU), klar.

Von Michael Caspar