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Duderstadt Digitalisierung an Schulen im Eichsfeld
Die Region Duderstadt Digitalisierung an Schulen im Eichsfeld
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20:35 06.03.2019
Mit Tablets sollen Schülern moderne Möglichkeiten des Lernens in Zeiten der Digitalisierung geboten werden. Quelle: Foto: dpa
Duderstadt

Drei Firmen und der Förderverein der Grundschule in Hilkerode haben Anfang März 18 Tablets gespendet. Die Rechner ermöglichten einen differenzierteren Unterricht, erklärte Schulleiterin Andrea Ohse bei der Übergabe. Deshalb hatte sie Ortsbürgermeister Michael Skupski (parteilos) um Hilfe gebeten. Der hatte dann Firmen gefunden und den Förderverein ins Boot geholt. An der KGS in Gieboldehausen ist der Förderverein der Schule aktiv geworden und hat Firmen gewinnen können, die Ende Februar zwei Tabletkoffer inklusive Router sowie eine zentrale Versorgungssoftware spendierten.

Multifunktionale Tafeln

„Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Stefan Hoppe, Schulleiter der Heinz-Sielmann-Realschule (HSR). Noch sei zwar längst nicht jeder Klassenraum digitalisiert, doch in der Hälfte der allgemeinen Unterrichtsräume gebe es bereits so genannte Smartboards mit Internetanschluss. „Die Boards ersetzen als multifunktionale Tafeln die Kreidetafeln und auch Overhead-Projek­toren und Filmvorführgeräte.“

Die Digitalisierung der Schulen sei, wie Hoppe sagt, ein langer Prozess, für den dauerhaft Geld benötigt werde, da der digitale Bereich sehr schnelllebig sei. „Für Geräte, die vor drei, vier oder fünf Jahren angeschafft wurden, gibt es mittlerweile schon Nachfolgemodelle.“

Eine Tabletklasse bestehe an der HSR noch nicht. „Es wäre schon ein Schwerpunkt, den wir ins Auge fassen“, so Hoppe, doch das sei auch mit hohen Anschaffungskosten verbunden. „Ohne Förderung ist das schwierig.“ Vorerst habe die Schule beim Schulträger ein funktionierendes WLAN beantragt.

Tabletklasse

Als Projekt sollen eine oder zwei Klassen am Eichsfeld Gymnasium Duderstadt (EGD) im kommenden Schuljahr zu Tabletklassen werden. „Die Schüler arbeiten dann ein halbes Jahr mit den Tablets im Fachunterricht“, erläutert die stellvertretende Schulleiterin Ute Stecker. Sie würden sich darüber hinaus vernetzen, zum Beispiel mit der Partnerschule. Das Projekt, für das allerdings nicht die Schule sondern die Familien die Geräte anschaffen, werde dokumentiert.

„Wir befinden uns insgesamt gerade im Prozess Schulentwicklung“, so Stecker weiter. So werde das gesamte Kollegium über die Dauer von 18 Monaten im digitalen Bereich fortgebildet. Auch die Lehrer müssten sich den neuen Möglichkeiten stellen und der Situation, „dass wir in dem Prozess auch von den Schülern lernen“. Die Veränderungen im Unterricht bezeichnet Stecker als Quantensprung. „Wir machen einen besseren und effizienteren Unterricht.“ Im Hauptgebäude seien alle Räume mit Smartboards ausgestattet. Dadurch könnten zum Beispiel Tafelbilder abgespeichert und zu späteren Zeitpunkten wieder aufgerufen werden.

Treffen mit Schulträger

Noch keine Digitalisierung gebe an der Grundschule Seeburg-Seulingen, sagt Schulleiterin Stefanie Maur. In naher Zukunft soll es aber ein Treffen mit dem Schulträger, also der Samtgemeinde Radolfshausen, geben. „Dabei werden wir das Thema ansprechen.“ Dann müsse man schauen, was möglich ist, „auch vielleicht mit Unterstützung des Fördervereins“.

Info Digitalpakt

Über den Digitalpakt will der Bund die Länder bei der Digitalisierung der Schulen unterstützen. Notwendig war dafür eine Gesetzesänderung, zu der der Bundesrat noch seine Zustimmung geben muss. Danach können fünf Milliarden Euro für die digitale Ausstattung von Schulen fließen. Die können das Geld in Whiteboards, Endgeräte oder auch Lernprogramme investieren. Für Laptops, Notebooks und Tablets soll bis zu einer Milliarde Euro zur Verfügung stehen, für jede Schule bis zu 25 000 Euro. Das erste Geld soll noch in diesem Jahr an die Länder und Kommunen ausgezahlt werden.

Von Rüdiger Franke

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