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Duderstadt Diskussion um Kirchturm
Die Region Duderstadt Diskussion um Kirchturm
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15:08 21.02.2017
Von Gunnar Müller
In der Diskussion: Kirchturm der Gerblingeröder Kirche. Quelle: Oliver Thiele
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Gerblingerode

Die Denkmalpflege prüfe derzeit, ob es sich bei dem in den 1970er-Jahren gebauten Turm um ein Denkmal handele. Nicht wegen seines Alters, „sondern weil er ein Zeichen nach drüben war, dass wir hier den christlichen Glauben praktizieren“, sagt Manfred Bause. Mit 33 Metern Höhe – statt der damals üblichen 22-Meter-Maximalhöhe – sei er weit über die innerdeutsche Grenze wahrnehmbar gewesen. Allerdings: Eine Untersuchung müsse nicht zwangsläufig ergeben, dass es ein Denkmal sei. Und eine endgültige Entscheidung werde nicht vor zwei, drei oder gar vier Jahren erwartet. „Wenn man ehrlich ist, muss zumindest auch über den Abriss nachgedacht werden, sobald er Passanten gefährde“, so Bause: "Aber soweit ist es noch lange nicht.“ Noch sei die Statik des Turmes gut.

Abwarten oder Zeichen setzen

Die Diskussion entbrannte nun darum, was die Gemeinde selbst tun könne. „Wir müssen was tun, ein Zeichen setzen“, forderte die eine Seite. Dazu sollten Spenden auf ein Konto – ähnlich der Geburtshilfe im St.-Martini-Krankenhaus – gesammelt werden. Salbungsvolle Worte, ewig wiederkehrende Diskussionen über das weitere Verfahren führten alleine nicht weiter.

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Initiative ging von Bürgermeister Nolte aus

Jedoch ändere sich die Art der Finanzierung und möglichen Förderung, wenn der Turm als Denkmal eingestuft werde. „Wir sollten abwarten, bis die Denkmalbehörde entschieden hat“, argumentierte die andere Seite. Dann ließen sich Spenden zielgerichteter sammeln. „Die Initiative dazu ging von Bürgermeister Wolfgang Nolte aus“, lobte Bause. Ohne Duderstadts  Bürgermeister würde die Denkmalpflege vielleicht überhaupt nicht den außergewöhnlichen Turm begutachten. Einen Beschluss traf das Gremium am Ende – erst einmal – doch nicht.