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Duderstadt Dorfgemeinschaftshaus Bodensee wird umgestaltet
Die Region Duderstadt Dorfgemeinschaftshaus Bodensee wird umgestaltet
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20:17 21.03.2010
Stellt die Modernisierungspläne für das Dorfgemeinschaftshaus vor: Bodensees Bürgermeister Friedrich Henniges.
Stellt die Modernisierungspläne für das Dorfgemeinschaftshaus vor: Bodensees Bürgermeister Friedrich Henniges. Quelle: Pförtner
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„Alles bleibt unter einem Dach“, freut sich Bürgermeister Friedrich Henniges (CDU): „Die gesamte Nutzung wird umstrukturiert, die Räume neu aufgeteilt.“ Möglich geworden ist das auch durch die Schließung des Schlachthauses im vergangenen Jahr. „Das wäre ein Fass ohne Boden geworden“, sagt Henniges: „Wir blicken lieber nach vorne.“ Bereits vor zwei Jahrzehnten hatte sich die Gemeinde von einem weiteren Anachronismus im DGH verabschiedet: Wäscherei und Heißmangel.

Anders als das Anfang der 80er Jahre gebaute DGH II mit Schießstand, Kegelbahn und Gruppenraum, das bereits mit Erdwärme geheizt wird, ist das DGH I in die Jahre gekommen. Außentreppen, Heizung und Öltank sind marode, der Putz bröckelt, die Kindergarten-Räume im Erdgeschoss sind feucht und haben teilweise kein Tageslicht.

Das gesamte Gebäude soll energetisch gedämmt und auf Erdwärme umgestellt, Fenster und Elektrik komplett ausgewechselt, Turnhalle und Kindergarten saniert werden, Glasflächen für mehr Licht sorgen. Nach dem Umbauten steht ein Raumkarussell an: Die Feuerwehr mit Gruppenraum und Garage zieht ins ehemalige Schlachthaus, das Gemeindebüro in die barrierefreie jetzige Feuerwehr-Garage, im derzeitigen Gemeindebüro wird ein Umkleidebereich mit behindertengerechten Toiletten geschaffen. Da es künftig nur noch zwei reguläre Gruppen gibt, wird ein Kindergartenraum als Turnraum umgenutzt. Für die neue Krippengruppe, die im August starten soll, wird ein Raum angebaut. Neun Anmeldungen für die Krippe gebe es bereits, sagt Henniges.

Der Bürgermeister geht von bis zu 700 000 Euro Gesamtkosten aus. Während die Gebäudedämmung nicht ins Konjunkturprogramm hineingekommen ist, wird die Schaffung der Krippenplätze mit 95 Prozent der Kosten vom Land bezuschusst. Die neuen Feuerwehrräume werden abzüglich Eigenleistung der Kameraden von der Samtgemeinde finanziert, für 2011 vom Landkreis Sportstättenförderung beantragt. Die Restfinanzierung will die Gemeinde aus Rücklagen und einer Kreditaufnahme in Höhe von 250 000 Euro stemmen. In einem ersten Bauabschnitt, der nach Ostern beginnt, sind Kindergarten, Krippe, Feuerwehr und Gemeindebüro an der Reihe. Die weiteren Arbeiten sollen über die nächsten zwei Jahre gestreckt werden – abhängig von Finanzlage und Förderkulisse.

Von Kuno Mahnkopf

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