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Duderstadt Die dritte Kinderhortgruppe erhält den Segen
Die Region Duderstadt Die dritte Kinderhortgruppe erhält den Segen
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20:12 23.10.2019
Die Freude über die Segnung des neuen Raumes ist bei allen groß. Quelle: Tobias Christ
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Duderstadt

Zu Beginn des Schuljahres 2019/2020 hat die dritte Kinderhortgruppe in der Stadt Duderstadt ihren Betrieb aufgenommen. Auf Wunsch von Eltern und Pädagogen war die dritte Gruppe ins Leben gerufen worden, mittlerweile hat sie einen geeigneten Raum in der St.-Elisabeth-Schule gefunden. Dieser dient erst einmal als Übergangslösung, bis der Inklusive Campus fertiggestellt ist. Nun erhielt der Raum, in dem derzeit bis zu sieben Kinder spielen und lernen von Propst Bernd Galluschke im Beisein von Vertretern der Caritas, aus der Politik und verschiedener Schulen und Fördereinrichtungen sowie einiger Kinder, den Segen.

„Hallo Bürgermeister“

Die vier anwesenden Kinder kannten keine Scheu: „Hallo Bürgermeister“, riefen sie Wolfgang Nolte zu, bevor er zu seiner kurzen Rede ansetzte. Er bedankte sich im Namen aller, die „hier leben, wohnen und zu Gast sind“ bei den beteiligten Pädagogen und Schulen sowie mit „einem Riesendanke“ bei der Caritas. Alle hätten sich vorbildlich für das Wohl der Kinder eingesetzt, das Wohl der Kinder sei es auch, „was uns alle hierher geführt hat.“ Ralf Regenhardt, Vorstandssprecher des Caritasverbandes Südniedersachsen, richtete das Wort direkt an die Jüngsten im Raum: „Wir waren genauso aufgeregt vor heute, wie ihr an eurem ersten Schultag.“

Das „Ganze hat eine Vorgeschichte“, auf Anregung von Eltern und Schulen sollte eine dritte Kinderhortgruppe gegründet werden. Der Bedarf sei da gewesen, einen Raum zu finden, gestaltete sich jedoch nicht ganz einfach. Dass es nun so gut geklappt habe, freue ihn sehr. Die Kinder erhalten in ihrer Gruppe eine Hausaufgabenbetreuung, können gemeinsam spielen, sich ausruhen und begleitend Spaß haben. Es sei eine „geschützte Betreuung“, die die Kinder in allen Lebenslagen unterstützen soll.

„Wohlfühlen wie die Pinguine“

Abschließend hatte er noch eine Überraschung parat: Er lud die Kinder zum gemeinsamen Eisessen mit dem scheidenden Bürgermeister ein. „Er hat ja bald etwas mehr Zeit“, scherzte Regenhardt. Zudem wolle er versuchen, Noltes Nachfolger Thorsten Feike ebenfalls hinzuzuholen. „Dann habt ihr die einmalige Chance, mit zwei Bürgermeistern Eis zu essen. Da dürfen die Kugeln sicher etwas größer ausfallen“, meinte der Caritas-Vertreter. Zu guter Letzt überreichte er Nolte noch ein Geschenk – einen kleinen Pinguin. Dieser stehe für den Inklusiven Campus, führte er aus: „An Land ist er etwas watschelig, aber unter Wasser ist er unschlagbar.“ Das Bauprojekt solle wie ein Pinguin unter Wasser werden, meinte Regenhardt, zudem hoffe er, dass sich die Kinder sowohl in den Räumen der Interimslösung als auch im neuen Gebäude „wohlfühlen wie die Pinguine“.

Segen und eine Überraschung

Die Leiterin der Tagesstätte St. Raphael, Marie-Theres Waning-Ernst, lobte den Raum als „Ideallösung“. Zudem seien die Kosten gering gewesen, was vor dem Hintergrund des baldigen Umzugs einen weiteren Vorteil bedeute. Propst Bernd Galluschke segnete anschließend den Raum. „Damit machen wir das Gute stark, dann hat das Schlechte keine Chance“, erklärte er. Er betete auch dafür, dass die „Erzieherinnen gute Nerven und Ideen“ haben und erteilte allen Anwesenden den Segen.

Doch das letzte Wort hatten die Kinder. Sie hatten sich eine „bleibende Erinnerung“ gewünscht und etwas vorbereitet: eine Leinwand mit einem aufgemalten Baum. Jeder Anwesende durfte dort nun unterschreiben und seinen Fingerabdruck mit Farbe hinterlassen. „Das ist eine Erinnerung, die länger hält. Eis ist so vergänglich.“

Der Inklusive Campus

Der Inklusive Campus entsteht derzeit in Duderstadt auf dem ehemaligen Gelände der Pestalozzischule. Der erste Spatenstich des Projektes ist im August erfolgt. Im Umkreis von 100 Metern gibt es dann eine Bündelung zahlreicher Bildungsangebote mit verschiedenen Schulen, dem Haus St. Georg mit Familienbildungsstätte, Kindertagesstätte, Krippe und Hort. Der Gebäudekomplex gliedert sich in drei Einheiten. Zum einen gibt es den Altbau aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, ein weiteres Gebäude aus den 1950er-Jahren sowie dazwischen ein in den 1990er-Jahren errichtetes Verbindungsgebäude. Ein Schwerpunkt der Umbauten sei, die barrierefreie Verbindung innerhalb der und zwischen den drei unterschiedlichen Gebäudetypen zu schaffen. Die Kindertagesstätte soll im ehemaligen Schulgebäude untergebracht werden. Der Altbau soll im Erdgeschoss die Verwaltung und im ersten Stock die Räume der Hortgruppen beherbergen. Die Kosten für den Inklusiven Campus sollen ungefähr bei fünf bis fünfeinhalb Millionen Euro liegen.

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Von Tobias Christ

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