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Duderstadt Online-Petition für die IGS
Die Region Duderstadt Online-Petition für die IGS
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00:16 28.02.2017
Von Nadine Eckermann
Von links nach rechts:  Ulrich van Almsick, Carola van Almsick, Stephan Heddinga, Antje Stegemann, Frank Dorn, Pamela Dorn Quelle: Baensch
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Duderstadt

Der Wulftener hat sich für die Integrative Gesamtschule, die bisher in katholischer Trägerschaft liegt, entschieden, obwohl seine Kinder längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen müssen als beim Besuch einer anderen Bildungseinrichtung. "Ich bin überzeugt vom Konzept der IGS als  Schule für alle", begründet der Vater dreier Kinder aus Wulften. Bei einem seiner Sprösslinge stehe der Wechsel auf eine weiterführende Schule unmittelbar bevor - entsprechend habe ihn die Nachricht, das Bistum wolle sich von der St.-Ursula-Schule trennen, hart getroffen.

Da auch seine anderen beiden Kinder später einmal eine IGS besuchen sollen und die Chancen auf einen Platz andernorts nicht gut stehen, habe er sich zu einer Mitarbeit in der Elterninitiative entschlossen. "Ich habe engagierte Eltern, eine tolle Schulleiterin, gute Lehrer und ein überzeugendes Konzept kennengelernt", begründet der Wulftener sein Engagement. Brunotte hatte sich bereits für die Einrichtung einer IGS in Northeim eingesetzt.

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"Die politischen Gremien haben es jetzt in der Hand"

"Noch ist nichts entschieden", will er Eltern Mut machen, trotz der unsicheren Situation der Schule nicht von einer Anmeldung abzuweichen. "Die politischen Gremien haben es jetzt in der Hand." Er hofft, die Entscheidung im Kreistag falle positiv aus, "auch, weil der Landkreis davon profitieren würde."

Eine bestehende Schule mit funktionierendem Konzept und kompletter Einrichtung zu übernehmen, sei eine "Chance für den Landkreis". Dass die Schule dann nicht mehr in kirchlicher Hand wäre, hält Brunotte für unproblematisch, vielleicht sogar vorteilhaft: "An einer staatlichen IGS, ohne Schulgeld und ohne festgelegte konfessionelle Ausrichtung würden wesentlich mehr Eltern ihre Kinder anmelden“, glaubt er.

 Auch Stephan Heddinga vom Förderverein der IGS zeigte sich empört über die Nachricht, das Bistum wolle sich von der Schule trennen: „Seit mehr als einem Jahr wurde im Bistum über mögliche Sparmaßnahmen beraten – unter Ausschluss der Betroffenen, wohlgemerkt. Es gab keine Anhörung, kein Mitspracherecht, keinen Dialog. Und nun werden rückläufige Schülerzahlen als Grund genannt, dabei werden in diesem Jahr erstmals wieder steigende Anmeldezahlen erwartet“, macht er seinem Unmut Luft. 

Auch glaubt er, die IGS in Duderstadt sei "politisch nicht gewollt. „Uns Eltern ist es aber wichtig, den Politikern ganz deutlich zu sagen: Wir wollen diese Schule für unsere Kinder.“

Dass die IGS gute Arbeit leistet, davon sind auch Antje Stegemann und Pamela Dorn überzeugt: „Unsere Kinder gehen in die Klassen 5 und 8 und wir sehen, dass sie sich hervorragend entwickelt haben." Die Mütter schätzen an dem Schulkonzept, dass außer fachlichen Kompetenzen auch die Teamfähigkeit und die emotionale Intelligenz geschult würden.

Grund dafür sei die gemeinsame Beschulung aller Kinder, so Brunotte. Die Kinder würden nicht bereits nach der vierten Klasse „in eine Schublade einsortiert“.

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