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Duderstadt Familienparcours, Gemeindezentren und mehr
Die Region Duderstadt Familienparcours, Gemeindezentren und mehr
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00:16 08.03.2017
Von Nadine Eckermann
Rund um Duderstadt formieren sich die Dörfer zu einer Dorfregion (Symbolbild)
Rund um Duderstadt formieren sich die Dörfer zu einer Dorfregion (Symbolbild) Quelle: Mischke
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Duderstadt

Das Dorfentwicklungsprogramm für die Dorfregion Duderstadt unterscheidet nach privaten und öffentlichen Dorfentwicklungsmaßnahmen. Seit Oktober 2016 habe es  34 Beratungsgespräche für den privaten Bereich gegeben, heißt es in einem Sachstandsbericht.

 Fünf Privatpersonen hätten sich demnach entschieden, über die Stadt Duderstadt einen Antrag an das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) zu richten, um ihre privaten Maßnahmen mit bis zu 30  Prozent fördern zu lassen. Drei Anträge seien aus Gerblingerode gekommen, je einer aus Westerode und Hilkerode. Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen Zuwendungsbescheide so rechtzeitig erstellt werden, dass noch in diesem Jahr mit den Maßnahmen begonnen werden könne. 

Hinsichtlich der öffentlichen Projekte liegt mittlerweile eine Liste vor, in der das jeweilige Team eines Ortes die priorisierten Projekte vermerkt hat. Die Mitglieder des Westeröder und Tiftlingeröder Ortsrates haben sich bereits mit dem Thema beschäftigt, als nächste folgen der Ortsrat Breitenberg (6. März), Hilkerode (8. März), Immingerode (8. März) und Gerblingerode (9. März).

Breitenberg:
Die Breitenberger wünschen sich ein Gebäude für viele Zwecke: Das Multifunktionsgebäude soll voraussichtlich die Feuerwehr, eine Krippengruppe und einen Raum für Verwaltungsstelle, das Büro für das Caritas-Projekt Dorf-FSJ-ler und anderes beheimaten. Die Kosten dafür werden auf mehr als eine Million Euro geschätzt. Die nächsten Schritte bestehen nun darin, das Nutzungs- und Flächenkonzept zu prüfen, um Flächen und damit Kosten zu reduzieren. "Dieser Schritt und die Planung des reduzierten Projekts könnten Aufgabe für das laufende Jahr sein und könnten voraussichtlich von den vorhandenen Haushaltsresten bestritten werden", heißt es im Sachstandsbericht. "Ab 2018 wären dann die Beträge für die eventuelle Realisierung in den Haushalt einzubringen."

Gerblingerode:
In Gerblingerode soll der Bereich am Ehrenmal neu gestaltet werden. Drei Angebote von Planungsbüros seien eingefordert, ein Planungsbüro mit der Erstellung eines Entwurfs beauftragt worden, so die Mitteilung der Verwaltung. "Die erforderlichen Mittel stehen als Haushaltsrest bereit." Laut Plan soll ein Förderantrag zum 15. September gestellt werden, damit ab 2018 mit den Arbeiten begonnen werden kann.

Hilkerode:
Die Hilkeröder wünschen sich einen Familienerlebnisparcours an der Wegeverbindung Hilkerode-Breitenberg. "Dieses Projekt soll wahrscheinlich als Leader-Projekt beantragt und gefördert worden", so die Verwaltung. Voraussetzung sei, dass es einen gemeinnützigen Verein gibt, der das Projekt beantragt. Bei Leader sei möglicherweise eine höhere Förderquote erreichbar als über die Dorfentwicklung. "Andererseits steht zu erwarten, dass ein gemeinnütziger Verein den Eigenanteil über Mittel der Stadt aufbringen müsste, die dann den Dorfentwicklungsmitteln zu entnehmen wären, aber nicht über eine anteilige Förderung zu einer Einnahme führen würden."

Immingerode:
Eine Antragstellung in Immingerode befindet sich derzeit bereits in der Vorbereitung. Sie bezieht sich auf die Sanierung und Aufwertung des Kreuzweges - ein lange schwelendes Problem in Immingerode. Das Projekt soll über die „Kulturförderung“ realisiert werden. Außerdem wird geprüft, ob das Mehrzweckgebäude wegen des hohen Sanierungsaufwands aufgegeben und das Pfarrhaus als künftiges Mehrzweckgebäude genutzt werden kann. Zu klären seien die Voraussetzungen eines möglichen Eigentumswechsels und die Kosten eines eventuellen Um- und Erweiterungsbaus, so die Verwaltung.

Tiftlingerode:
Der Ortsrat hat angeregt, die Umgestaltung der Ortsmitte als wichtigstes Projekt aufzuführen. Es soll eine öffentliche Fläche mit Stellplätzen auf einem herrenlosen Grundstück an der Tiftlingeröder Straße geschaffen und ein Teil der Tiftlingeröder Straße umgestaltet werden. Da es einen Interessenten für das Grundstück gebe, werde möglicherweise das öffentliche Projekt zurückgezogen, so die Verwaltung. Bezüglich der Gestaltung der Tiftlingeröder Straße seien beitragsrechtliche und Bauzustandsfragen zu klären. Eine weitere Idee ist die Umgestaltung des Pfarrzentrums zum Gemeindezentrum. Dafür sollen die Förderquoten geprüft und verglichen werden

Westerode:
In Westerode soll eine  „soziale Achse“ von der Kirche über den Kindergarten bis zur Mehrzweckhalle entstehen, geht es nach den Wünschen des Vorbereitungsteams. "Die Gedanken zu diesem Bereich sind ganz wesentlich von der Verfügbarkeit einer Immobilie abhängig", so die Verwaltung. Solange dieser Punkt ungeklärt sei, sei eine vertiefende Planung nicht möglich.