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Duderstadt Duderstadt will neue Regeln für Außengastronomie
Die Region Duderstadt Duderstadt will neue Regeln für Außengastronomie
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23:09 20.09.2009
Von der Stadtverwaltung als positives Beispiel genannt: die Gestaltung des Außenbereichs vor dem Hotel Zum Löwen.
Von der Stadtverwaltung als positives Beispiel genannt: die Gestaltung des Außenbereichs vor dem Hotel Zum Löwen. Quelle: Tietzek
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Duderstadt. Die vorhandene Sondernutzungssatzung solle modifiziert werden, teilte Fachbereichsleiter Manfred Bause im Ausschuss mit. Die Stadt wolle den Geschäftsleuten und Gastronomen Vorschläge zur Bestuhlung und Gestaltung der Außenflächen machen und ihnen dann Vorlaufzeit lassen. Dabei gehe es sowohl um die Qualität der Materialien als auch Probleme mit Werbeständern: „Wir wollen Denkanstöße geben – von Markisen über Werbung bis zur Bestuhlung.“

In der sich anschließenden Diskussion regte Hans-Georg Schwedhelm (Grüne) an, Begrenzungsstriche in der Fußgängerzone zu ziehen, da Rollstuhlfahrer und Kinderwagen durch die sich auch während des laufenden Betriebs ständig ändernde Bestuhlung behindert würden. Über Beeinträchtigungen durch Werbetafeln und Bestuhlung beklagte sich in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses auch die städtische Behindertenbeauftragte Ilka Conrad.

Plastikstühle sollten Schwedhelms Meinung nach ganz verschwinden. „Es gibt auch schöne Plastikstühle“, merkte hingegen Hubertus Werner (CDU) an und appellierte, mit Augenmaß zu handeln. Die Gastronomen könnten oftmals nichts dafür, wo die Stühle hinwanderten. „Es gibt nun einmal auch größere Runden in Straßencafés“, warnte Wolfgang Feike (FDP) vor zu scharfen Vorschriften und sprach sich für eine großzügige Vorgehensweise aus: „Wir sollten den Gastronomen dankbar für die Belebung der Innenstadt sein.“ Problematisch sei nicht die Außenbestuhlung, sondern der rücksichtslose Verkehr in der Fußgängerzone. Letzterem stimmte Lothar Dinges (WDB) zu, widersprach aber bei der Außengastronomie. Auch mit Blick auf die Umgestaltung von Rathaus und Westerturm-Ensemble zu touristischen Leuchttürmen brauche man Qualitätsstandards für die Außenbestuhlung, auf die man behutsam hinwirken müsse. Das eigentliche Problem sei die Verkehrsgefährdung, beklagte sich Dinges über laute Musik aus Autos, mangelndes Unrechtsbewusstsein und Drohungen, falls man Autofahrer auf ihr Fehlverhalten hinweise: „Die Menschen verstehen nicht, dass niemand gegen die haarsträubenden Zustände einschreitet.“

Von Kuno Mahnkopf

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