Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Duderstadt Duderstadts ökumenisches Stadtgeläut
Die Region Duderstadt Duderstadts ökumenisches Stadtgeläut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:58 04.11.2011
Von Ilse Stein
Anzeige

Das historische Stadtgeläut ist dann wieder komplett. Ein Klang, der seit 1942 nicht mehr zu hören gewesen ist. Denn damals wurden die meisten der Glocken für Kriegszwecke eingeschmolzen. Nun sind die Gloriosa (Gewicht 5700 Kilogramm, Schlagton as°) und die Dominica (2900 Kilogramm, c¹) neu gegossen, bereits feierlich geweiht und die Duderstädter Bürger werden am Martinstag, am 11. November, das Ereignis gebührend feiern: ab 16.30 Uhr. Wie schön dieses ökumenische Glockengeläut klingt, können Sie danach im Internet auf unserem Glocken-Podcast hören.

In den anderen Orten Südniedersachsens hingegen feiert man an diesem Tag vorwiegend St. Martin – mit Umzügen und Martinssingen. Und nicht zu vergessen startet dann auch noch um 11.11 Uhr das närrische Treiben, gerne auch die fünfte Jahreszeit genannt. Da Fasching (oder Karneval) ja nun einmal vorwiegend eine katholische Tradition hat, ist auch hier das Eichsfeld wieder besonders stark dabei. Zudem sogar besonders früh: Der Mingeröder Carnevals Verein hat bereits am heutigen Sonnabend, 5. November, die Verleihung des „Pannekauken-Ordens“ auf dem Programm. Wobei dann auch die neuen Prinzenpaare vorgestellt und die Session 2011/2012 eröffnet wird. Dann hinein ins närrische Treiben…

Anzeige

In Göttingen hingegen beschäftigt man sich vorwiegend mit vorweihnachtlichem Treiben. Zunächst einmal gab es ein Happy End im Bratwurstkrieg: Laut einem salomonischen Urteil der Richter gibt es auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt nun erstmals vier Bratwurststände statt der bisherigen drei. Und die Redaktion sucht bereits verzweifelt in ihren Reihen nach Freiwilligen: Vier Bratwürste im Testvergleich, danach die Glühweine probieren – das sei doch nun wirklich härteste Arbeit und kein Vergnügen mehr. Der Vorschlag eines Praktikanten, man solle statt dessen doch einfach die Zuckerwatte einem Test unterziehen, wurde dann aber doch einhellig abgelehnt. Wie begierig die Göttinger offenbar auf den diesjährigen Start des Glühwein-Spektakels sind, zeigt die Tatsache, dass Kollegin B. sich – bei Außentemperaturen von derzeit 17 Grad – bereits Dutzende von Verabredungen für den Weihnachtsmarkt in den Kalender eingetragen hat.

Vorweihnachtlich wird es heute rund ums Gänseliesel zugehen: Das traditionelle Erbsensuppen-Essen der Tageblatt-Aktion „Keiner soll einsam sein“ startet um 10 Uhr. An der Schöpfkelle wieder bekannte Göttinger Gesichter aus Wirtschaft, Politik, Kultur etc.

Am Sonntag dann: Einkaufs-Art in der Göttinger City. Will heißen: geöffnete Geschäfte (von 13 bis 18 Uhr) und Künstler, die an ungewöhnlichen Orten, nämlich in den Läden, ihre Werke zeigen. Unter anderem auch in der Geschäftsstelle des Tageblattes in der Jüdenstraße. Mein Favorit allerdings: die beiden Schauspieler mit dem schönen Namen „Stille Hunde“, die im Schaufenster von Betten-Heller „Bettgeschichten“ präsentieren wollen.

Sonntagstrubel anderer Art bietet morgen der Duderstädter Wurstmarkt. Alles rund um die Wurst, die ja im Eichsfeld bekanntlich Kultcharakter hat. Weit entfernt von dem, was Kollege M. so gerne abschätzig als Phosphatschlauch bezeichnet.