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Duderstadt Duderstädter Grippe-Meldearzt empfiehlt Immunisierung
Die Region Duderstadt Duderstädter Grippe-Meldearzt empfiehlt Immunisierung
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20:05 08.11.2010
Immunisierung wird von den Krankenkassen voll bezahlt: Godehard Kirscht impft eine Patientin gegen die Influenza.
Immunisierung wird von den Krankenkassen voll bezahlt: Godehard Kirscht impft eine Patientin gegen die Influenza. Quelle: OT
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Insgesamt, so Kirscht, dauere es zehn Tage, bis sich der Impfschutz komplett aufgebaut habe und sich entsprechende Antikörper gebildet hätten. Vier Monate lang sei der Patient dann optimal gegen die echte Grippe gefeit. „Und das deckt genau den Zeitraum ab, in dem die meisten Grippeerkrankungen auftreten“, plädiert Kirscht für eine Impfung im Spätherbst, die sich sogar positiv auf die gesamte Immunitätslage gegenüber bakteriellen Infektionen auswirke.
Kirscht beobachtet die Entwicklung der Influenza-Erkrankungen im Altkreis Duderstadt ganz genau: Er ist seit Jahren Grippe-Meldearzt für die Region, sammelt für das Robert-Koch-Institut Verdachtsproben aus Abstrichen seiner Patienten, bei denen der Verdacht auf Influenza besteht. „Diese Proben werden im Institut ausgewertet. Anhand der positiven Ergebnisse kann abgeschätzt werden, wie wahrscheinlich der Ausbruch einer Epidemie ist.“ Alle Bundesländer seien dafür in verschiedene Bereiche eingeteilt worden. Wie auf einer Landkarte würden die registrierten Grippefälle eingetragen, sodass eine plötzlich auftretende Häufung in einer Region sofort ersichtlich sei. Besteht der Verdacht auf eine Infizierung mit Influenza-Viren, so wird der Patient sofort mit speziellen antiviralen Mitteln wie Tamiflu behandelt. „Innerhalb von 24 Stunden geht es dem Patienten schlagartig besser, was dem Arzt auch beweist, dass tatsächlich Grippe-Erkrankung vorlag“, so Kirscht.
Wie wichtig die Influenza-Impfung ist – und das nicht nur für chronisch Kranke und Schwangere – zeigt nach Auskunft Kirschts auch die Tatsache, dass vom Robert-Koch-Institut in diesem Herbst bereits zwei Grippefälle registriert wurden: „Darin wurden das normale, saisonale Virus, aber auch das Schweinegrippenvirus nachgewiesen. Das ist kein Grund zur Panik, zeigt aber, dass das Schweinegrippenvirus noch nicht ausgerottet ist.“ Mit dem neuen Impfstoff würde gegen beide Virusarten immunisiert.

Von Anne Eckermann